Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.

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Swing – Party und Tanzkurs in der mb

Die Welt tanzt wieder Swing und wir tanzen mit! Und zwar die berühmtesten Vertreter der Swing-Ära, den Lindy Hop und den Charleston.

Gelegenheit ebenfalls mitzutanzen habt ihr schon am 17.4. bei der Crazy Rhythm Swing Dance Party, die von Swingin LE in Zusammenarbeit mit der Moritzbastei veranstaltet wird. Ab 20.00Uhr wird unsere Veranstaltungstonne erfüllt von den Klängen des Swing, des Jump’n’Jive und des frühen R’n’B. Es wird ein rauschendes Fest mit Lindy Hop Showdance und einer Burlesque-Show der Tänzerin Mirielle Tautou.

Wer dann Lust bekommt, selbst die Tänze des Swing zu erlernen, kann dies ab dem 24. April bei uns in der Moritzbastei. Swingin LE bietet einen sechsteiligen Tanzkurs an, in dem ihr Lindy Hop und Charleston in sechs aufeinanderfolgenden Kurseinheiten lernen könnt. Der Kurs ist auch für Anfänger geeignet. Die Kursgebühr beträgt 30,00€. Anmelden könnt ihr euch direkt bei Swingin LE oder ihr kommt einfach zur ersten Kursstunde am 24. April. Die weiteren Termine sind: 29.04., 07.05., 14.05., 21.05. und 28.05, jeweils um 19.00Uhr in der Moritzbastei.

Wir haben noch einige Videos für euch herausgesucht, die, wie wir denken, die Lust aufs Tanzen wecken. Also schnürt eure Tanzschuhe und tanzt mit :)

Das erste Video stammt von den Internationalen Lindy Hop Meisterschaften aus dem Jahr 2011.

Das zweite Video ist eine Szene aus dem Film “Hellzapoppin” aus dem Jahr 1941, eine der berühmtesten Filmszenen, in der der Lindy Hop getanzt wird.

Im dritten Video seht ihr eine etwas schnellere Version des Charleston.

 

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Das müssen wir schön selber tun

Die Zukunft ist auch nicht mehr, was sie einmal war.

Das war das Motto der zweitägigen Konferenz in Amsterdam, die sich mit Chancen und Risiken von Kulturprojekten im Europa von heute beschäftigte. Von der Moritzbastei waren gleich vier Kollegen vor Ort, denn erstens versprachen die angebotenen Workshops viel und zweitens waren wir als Mitglieder von Trans Europe Halles quasi Mitveranstalter.

Es ist immer wieder eine tolle Inspiration, sich an einem Ort und so intensiv mit Menschen aus so vielen Ländern austauschen zu können über ihre Erfahrungen mit Kunst und Kultur, zwischen den Wirrnissen von Bürokratie und Politik. Trotz der so unterschiedlichen Bedingungen in Sachen Finanzierung, Politik und Bürokratie einigt doch fast alle ein außerordentlicher Enthusiasmus und die Neugier auf die Welt hinter dem eigenen Tellerrand. Die fünf Tage, die ich in Amsterdam verbracht habe, waren so angefüllt, dass ich stundenlang hier schreiben könnte. Da ihr aber nicht so viel Zeit haben dürftet, gebe ich meine Eindrücke mal stenografisch wieder.

Keine Zukunft ohne Internet. Das kolportiert seit einigen Jahren,  Winston Churchill habe auf die Frage, warum er in Kriegszeiten nicht die Kuntsförderung einstellen und die Mittel für Kriegszwecke verwenden würde, wie folgt geantwortet: “Then what are we fighting for?”
So schön die Antwort ist, so wenig hat Churchill sie jemals gegeben. Die beste Bemerkung dazu kam übrigens von Moukhtar Kocache während seines Abschlussvortrages: “When culture has to quote Churchill we are in deep shit”.

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23. Jazznachwuchsfestival – Die Vorgucker (3/3)

Die Spannung steigt schon merklich, morgen beginnt das Jazznachwuchsfestival. Deshalb kommen wir heute schon zum letzten Teil unserer Vorgucker-Reihe und stellen euch die Projekte vor, die am 5. April auftreten werden. Morgen Abend um 20.00Uhr geht’s dann auch schon los und ihr könnt die hier vorgestellten Bands live erleben. Wir hoffen, ihr lasst euch von dem Mut und der Neugierde der jungen Projekte anstecken und habt Interesse, neue Töne kennenzulernen.

Hier könnt ihr auch noch einmal die Vorgucker Teil 1 und Teil 2 sehen.

Wir beginnen mit dem Yoann Thicé Quintet aus Leipzig. Die fünf jungen Musiker lernten sich beim gemeinsamen Jazz-Studium kennen. Artem Sargsyan (Tenorsaxophon), Yoann Thicé (Gitarre), Johannes Bigge (Piano), Athina Kontou (Kontrabass) und Clemens Litschko (Schlagzeug) kreieren einen kraftvollen und zugleich ruhigen, homogenen Bandsound. Die Werke aus der Feder von Yoann Thicé vereinen Poesie, Melancholie und Lebensfreude. Die Band spielt zeitgenössischen Jazz mit Elementen des Pop und Rock fernab einheitlicher Genregrenzen. Im Video könnt ihr eine Live-Performance ihres Songs „Enfant“ sehen.

Die zweite Band des Abends ist Kite, eine junge Jazz-Formation aus Dresden. Der Gesang von Sängerin Dora Osterloh wird ergänzt durch Mark Weschenfelder am Saxophon, Laurenz Karsten an der Gitarre, Phillip Oertel am Kontrabass und Leon Griese am Schlagzeug. Das Spektrum ihrer Klänge reicht von roh und verletzlich über kollektiv und eigensinnig bis warm und intellektuell. Sie machen modernen unkonventionellen Jazz und verbinden Eigenkompositionen mit Neuarrangements. Dora Osterloh setzt ihre Stimme dazu bewusst instrumental ein. Auf Soundcloud stellt die Band einige ihrer Songs vor.

JNF_KITE

Melancholia ist ein Quartett, das sich dem Post-Bop-Sound widmet. Sie knüpfen an die Traditionen großer Saxophonisten an und vermischen diese mit Elementen des heutigen Zeitgeistes des Jazz und des Soul und der Groove-Musik. Melancholia sind Theresia Philipp (Saxophon), Friedemann Dittmar (Piano), Lorenz Rosenthal (Bass) und Dominik Mahnig (Schlagzeug).

JNF_Melancholia

Die letzte Band des diesjährigen Jazznachwuchsfestivals ist The BassTubation um Ole Heiland (Tuba, Klavier, Akkordeon), Johannes Weyrich (Gitarre), Maximilian Appel (Schlagzeug) und Daniel Albrecht (Trompete, Flügelhorn) aus Darmstadt. Die Jungs präsentieren eine lässige Verbindung von Jazz und Rock mit angenehmen Grooves und spannenden Themen. Alle haben eine Vorliebe für starke Klangfarben. In der lokalen Szene fand ihre Musik bereits so viel Anklang, dass ihnen das Stipendium zum Darmstädter Musikpreis verliehen wurde. Im Video präsentieren sie ihren Song „Playground“.

Wir hoffen, wir konnten euch mit unseren kleinen Vorguckern auf den Geschmack bringen und freuen uns schon darauf, ab morgen mit euch, allen Gästen und den vielen spannenden Projekten die „next generation in jazz“ live zu erleben!

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23. Jazznachwuchsfestival – Die Vorgucker (2/3)

Wie versprochen, geht es heute weiter mit unseren kleinen Vorguckern auf die Teilnehmer des Jazznachwuchsfestivals. Im zweiten Teil unserer Vorschau stellen wir euch heute die Projekte vor, die am 4. April antreten werden. Damit ihr euch schon ein Bild machen könnt, akustisch und auch optisch. Und damit ihr euch von ihrem Mut und ihrer Neugierde auf Experimente und neue musikalische Wege anstecken lassen könnt.

Wir beginnen mit der Leipziger Formation Killerfuchs. Das Trio um Philipp Sebening (Saxophon), Paul Lapp (Kontrabass) und Hans Otto (Schlagzeug) steckt voller Spielfreude und lässt sich dabei nicht von Regeln und Konventionen einschränken. Sie bedienen sich frei an den musikalischen Mitteln des Jazz, der Klassik, zeitgenössischer Avantgarde, des Pop und auch des Hip Hop. Sie versuchen, musikalische Grenzen auszuloten, um ihre Songs stets frisch und interessant zu gestalten. Auf Soundcloud präsentieren sie einige Songs.

killerfuchs

Sängerin Janda, Gitarrist Matthias Kurth und Schlagzeuger Steffen Roth bilden das Trio Janda. Die drei verbindet eine vitale Liebe zu Soul und Jazz. Sie suchen und finden immer etwas Neues in ihrem und für ihr Spiel. In einer Balance zwischen Adaption und Komposition finden sie ihre eigenen Klangwelten fernab ausgetretener Pfade. Ihre Songs sind dabei mal fragil und mal gewaltig. Auch sie präsentieren sich auf Soundcloud.

Janda-01

Auch das nächste Projekt, DuckTapeTicket, ist wieder ein Trio. Paul Bremen (Viola und Violine), Anna-Sophie Becker (Viola) und Veit Steinmann (Violoncello) definieren Jazz und Improvisation auf ihre eigene, besondere Art. Sie bewegen sich spielerisch zwischen den Genres Jazz, Folklore und Rock und finden so ihren eigenen groovenden Sound. Auf der Bühne spürt man die Spontanität und die humorvolle Kommunikation der Musiker untereinander. Die einzige Konstante ist die Neugierde der Musiker. Im Video könnt ihre ihren Song „Recorda Me“ sehen.

Das Richard Ebert Quartett sticht heute etwas aus der Reihe, denn sie sind das einzige Projekt mit vier Musikern. Davon abgesehen reihen sie sich aber nahtlos in die Reihe der hier vorgestellten, talentierten Nachwuchsjazzer ein. Richard Ebert (Altsaxophon), Antje Rößeler (Piano), Christoph Hutter (Kontrabass) und Patrick Neumann (Schlagzeug) lernten sich während ihres Studiums an der Dresdner Musikhochschule kennen. Sie orientieren sich an modernem Jazz, an Bepop, Hard Bop und Cool Jazz, aber sie suchen auch immer nach neuen Ausdrucksformen. In all ihren Werken gibt es daher viel Freiraum für Standards, Originals, Spontanität, Kammermusik und kraftvolle Steigerungen. Im Video stellen sie ihren Song „Try“ vor.

Wir hoffen, wir und vor allem die Nachwuchsjazzer konnten euch überzeugen und wir lernen zusammen am Wochenende die “next generation in jazz” kennen. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr darauf! Aber bleibt trotzdem weiter neugierig, am Mittwoch stellen wir euch die Teilnehmer des letzten Abends vor. Weitere Informationen erhaltet ihr auch immer auf der Facebook-Seite des Jazznachwuchsfestivals!

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30. März 1974 / 2014

19742014

Heute vor 40 Jahren gings los, das Abenteuer Moritzbastei. Danke!!! an dieser Stelle allen, die diesen wundervollen Ort haben entstehen lassen und ihn bis heute als das erhalten, was er ist: einer der schönsten Kulturstätten Leipzigs.

Wenn ihr mit dem schönen Wetter nichts anzufangen wisst: heute gibt es um 16.15 Uhr (Tagesschau) und um 21.45 Uhr (MDR aktuell) Nachrichtenbeiträge zu unserem Jubiläum zu sehen.

Und nicht vergessen: am 2. Oktober wird gefeiert!

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Bitte jubeln Sie jetzt!

1974aufbau

Am Sonntag ist es soweit: der Tag des 1. Spatenstichs zum Wiederaufbau der Moritzbastei jährt sich zum 40. Male. Auf dem Bild oben ist ein Arbeitseinsatz von Journalistik-Studenten im Sommer 1974 zu sehen, in der Mitte glaubt sich Jochen Wisotzki wiedererkannt zu haben. Jochen besuchte uns heute, weil ein Fernsehteam einen Beitrag über unser Jubiläum erstellen wollte und in als Zeitzeugen interviewte. Er war nämlich nicht nur beim ersten Spatenstich dabei, sondern am Tag darauf einer der drei (!) Studenten, die auch zum zweiten Arbeitseinsatz an der Bastei erschienen.

Zu sehen wird der Beitrag sein im MDR Sachsenspiegel (Sonntag, 19:00 Uhr) und um 16.15 Uhr soll unsere Bastei sogar Thema in der Tagesschau sein. Wer also noch nichts zu tun hat, der schalte ein (später gibt es die Beiträge sicher noch in den Mediatheken).

Bei der Gelegenheit erinnern wir gerne noch einmal an den Beitrag, den Spiegel online 2009 zum 35. Jubliäum veröffentlichte. In der Leipziger Volkszeitung erscheint im Moment wöchentlich ein Beitrag zur Geschichte der Moritzbastei, in einer gemeinsamen Aktion suchen wir noch Erinnerungen, Fotos, Filme aus der Geschichte der MB. Wer also noch etwas auf dem Dachboden schlummern hat, der wende sich an uns oder an die Emailadresse aktion@lvz.de.
Im Rahmen dieser Aktion hat sich bei uns vergangene Woche ein ehemaliger Architekturstudent gemeldet, der 1968 seine Diplomarbeit an der Bauhochschule in Weimar eingereicht hat zum Thema: Neugestaltung der Moritzbastei als HO-Gaststätte. Die Entwürfe sind großartige Zeitzeugnisse, wir werden sie auf jeden Fall hier noch genauer vorstellen.

Stoßt also gerne am Sonntag auf uns an. Die Party steigt dann am 2. Oktober, notiert euch schon einmal den Termin für das Fest der Feste.

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23. Jazznachwuchsfestival – Die Vorgucker (1/3)

Wir freuen uns schon sehr darauf, auch in diesem Jahr wieder das Jazznachwuchsfestival auszurichten. Doch obwohl wir damit nun schon in das 23. Jahr gehen, ist es leider immer noch kein Selbstläufer. Jazz gilt ja gemeinhin eher als anstrengend und der Mut und das Interesse an neuen Ausdrucksformen und Klangexperimenten sind leider noch nicht so weit verbreitet. Dabei sind es gerade die jugendliche Neugierde und Unangepasstheit, die die teilnehmenden Projekte mitbringen, die das Jazznachwuchsfestival auch nach so vielen Jahren immer noch auszeichnen und zu einem besonderen Erlebnis machen.

Damit ihr euch im Vorfeld schon einen Eindruck der auftretenden Künstler verschaffen und euch von ihrem Mut und ihrer Neugierde anstecken lassen könnt, stellen wir euch heute, am Montag (31.03.) und am Mittwoch (02.04.) an dieser Stelle die teilnehmenden Projekte optisch und auch akustisch schon einmal vor.

Beginnen wollen wir unsere kleine Vorschau mit dem Leipziger Quartett „Trio.Diktion“, den „Bodosapiens“ aus Essen und den Weimarer „Nachtfarben“ um Martin Bosch, die das 23. Jazznachwuchsfestival am 3. April in der Moritzbastei ab 20.00Uhr eröffnen werden.

Entgegen den Vermutungen besteht das Trio.Diktion nicht aus drei, sondern aus vier Musikern: Antonia Hausmann (Posaune), Matti Oehl  (Altsaxophon), Philip Frischkorn (Piano) und Jakob Petzl  (Kontrabass). Neben der ausgefallenen Besetzung ist auch das Konzept der Band spannend und vielversprechend. Irgendwo zwischen Improvisation und neuer Klassik finden die jungen Leipziger Musiker ihre eigene Klangsprache. Auf ihrer Suche nach einer neuen Ästhetik setzen sie auch Bezugspunkte zur Romantik, ihre Lieder sind gleichzeitig ernsthaft und verträumt. Ihr Zusammenspiel ist ein lebendiges Gespräch, ein verschlungenes Miteinander. Von diesem Eindruck könnt ihr euch bei ihrem Lied „Hotel Savoy“ vorab schon einmal selbst überzeugen.

Die drei Musiker von Bodosapiens (Aaron Seitz am Piano, Yannik Tiemann an Kontrabass und E-Bass und Jo Beyer am Schlagzeug) stellen sich ihrer Gattungsbestimmung entgegen und würdigen dennoch ihre Vorfahren mit hartem Swing. Alle drei sind in ihrem Spiel kompositorisch und spielerisch gleichberechtigt. Das bedeutet auch, dass alle gleich stark, gleich verschieden und auch gleich eigenwillig sind. Trotzdem stehen das Zusammenspiel und die Komposition in ihren Werken immer im Vordergrund. Sie schaffen eine natürliche Verständigung und gehen musikalisch gegenseitig aufeinander ein. Dadurch ergänzen sie ihre Kompositionen immer wieder mit improvisatorischen Einwürfen. Ihr präzises Zusammenspiel stellen sie bei ihrem Lied „Nocturne“ unter Beweis.

Nachtfarben leuchten dann, wenn die Dinge, die uns unsere Sinne als Realität vorstellen, für einen Moment ihr ehrliches Wesen enthüllen.  Die Nachtfarben um Martin Bosch, das sind Sabeth Pérez – Gesang, Tom Schneider – Piano, Michael Büschelmann – Gitarre, Wieland Jubelt – Schlagzeug und Martin Bosch – Bass. Diese fünf Nachtfarben entwickeln erst im Zusammenspiel ihre tatsächliche Strahlkraft. Sie suchen nach immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten und lassen sich dabei von zeitgenössischen Ausprägungen des skandinavischen Jazz inspirieren. Dabei entstehen gleichberechtigte musikalische Gebilde, die nicht die Fähigkeiten eines einzelnen in den Vordergrund rücken. Die Stimme von Sabeth Pérez bildet zwar ein besonderes Element, aber trotzdem integriert sie ihren Gesang gleichberechtigt in das Geflecht der einzelnen Nachtfarben. Auf ihrer Seite bei bandcamp stellen sie ihr Album vor.

Wir hoffen, wir konnten mit diesem kleinen Vorgeschmack bei euch dieselbe Vorfreude wecken, die sich auch bei uns schon verbreitet. Aber bleibt weiter neugierig, am Montag und am Mittwoch stellen wir an dieser Stelle auch noch die anderen teilnehmenden Projekte vor.

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