Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.

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“Heast? Huach zua!*”

Beim vergangenen Treffen des europäischen Kulturnetzwerkes Trans Europe Halles rückte die Delegation aus dem Wiener Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) in Mannschaftsstärke an. Aus gutem Grund, denn die Wiener werden im Frühjahr 2016 Gastgeber des TEH-Meetings sein. In Pilsen ergab sich die Gelegenheit, mit den Kollegen über österreichische Bands zu fachsimpeln. Seit Ja, Panik!, Bilderbuch und jüngst Wanda richten sich ja wieder vermehrt die Blicke zu unseren südlichen Nachbarn, wenn es darum geht, interessante Hoffnungen aus dem Indie- und Alternativebereich zu entdecken.

Daniel Eberharter, der im WUK die Aufgabe hat, die Konzerte zu promoten, nahm sich unser Gespräch zum Anlass, um mir ein paar Empfehlungen zu schicken. In den folgenden Blogs könnt ihr reinschnuppern in die bezaubernde Welt der österreichischen Popmusik jenseits von Austropop, Udo Jürgens und Conchita Wurst. Es lohnt sich, wie ich finde.

Der erste Link führt euch zum Onlinemagazin goodnight.at, wo zwischen den üblichen Ausgeh- und Lebensempfehlungen, Rezepten und Terminen auch eine Unterseite für “Neue Wienerlieder” zu finden ist. Schwer angesagt sind wohl momentag 5/8erl in Ehr´n. Songs wie “Alaba, how do you do?” muss man aber auch erst einmal aus dem Ärmel zaubern. Alles hier ist leicht schräg, selbst Housetracks (Valesta) nehmen sich selbst nicht sonderlich ernst und enden mit einem klassischen Chor, der “I wanna show you my tits” intoniert.

Als zweite Empfehlung schickte mir Daniel den Link zum tumblr von Walzerkönig, einem Musikmagazin. Hier findet sich neben erwartbaren Künstlern (Kreisky, Wanda) viel Elektronisches (Konea Ra) oder Johann Sebastian Bass (huch, ist das jetzt wegen Hypezig oder wie?), aber auch indielastiger Kram wie At Pavillon oder Ankathie Koi.

Ich verzichte jetzt mal auf´s wilde Verlinken, stöbert euch einfach selbst durch die Seiten und findet, wovon ihr vielleicht noch gar nicht wusstet, dass ihr es sucht!

* Wienerisch. Sächsisch in etwa: “Heerste? Horche zu!”

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Das sind Leipzigs Bands des Jahres 2014

Es ist soweit – Leipzigs Bands des Jahres 2014 stehen fest! Damit wird der Grosse Preis, Leipzigs traditionsreicher Award für Bands und Musiker, übergeben in die Hände von vier Preisträgern, die nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Und das sind die Gewinner in alphabetischer Reihenfolge, Der Grosse Preis 2014 geht an:

A FOREST

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Die Band veröffentlichte gerade ihr neues Album “Grace”, auf dem sie wieder traumwandlerisch zwischen Indietronics, Kammerpop, Soul und Minimal Techno wandelt. Aber auch durch ihre Aktion “Become a leaf”, durch welche sie die starren Vermarktungsmechanismen des Musikmarkets aufbrechen will, fand bundesweit Beachtung. Was versteht man heute noch unter einer “Band”? Welche Verbindungen gibt es zwischen Musikern und Fans? Und kann man davon leben? A Forest stellen spannende Fragen und spielen aufregende Musik dazu.
http://iamaforest.com/

MALKY

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Leipzig ist anziehend. Malky haben sich vor zwei Jahren entschieden, in diese Stadt zu ziehen, um an ihrem Debütalbum zu arbeiten. Das erschien im Sommer und schlug hohe Wellen. Mit souligem Pop und einer Stimme, die sofort ins Mark geht, eroberten sie Radiostationen und Fanherzen im Sturm. Lange nicht mehr konnte sich ein Projekt aus dieser Stadt so an internationalen Maßstäben messen. Auch wenn ihre Wurzeln in Bulgarien und Ungarn liegen und die Popakademie in Mannheim ihren Weg vorbereitete – Malky sind eine von Leipzigs Bands des Jahres 2014.
http://www.eightydays.de/malky-0

WARM GRAVES

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Treibende Rhytmik, sphärische Sounds und amöbe Songstrukturen sind Markenzeichen von Warm Graves. Im Oktober wollen sie ihr Album “Ships will come” veröffentlichen, welches sie als Konzeptalbum angelegt haben. Der als Chor aus dem Hintergrund schallende Gesang verleiht dem surrealen Soundkosmos einen hohen Wiedererkennungswert. Von dieser Band wird noch zu hören sein, darüber sind sich nicht nur Kritiker einig.

www.facebook.com/warmgraves

KARL DIE GROSSE (Publikumspreis)

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Diese Band verwirrt nicht nur durch ihren Namen. Auch ihr Mix aus Pop, Jazz und Chanson ist alles andere als gewöhnlich. Diese Unverwechselbarkeit hat ihnen zum bei der Online-Abstimmung verholfen, bei der mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen für Karl die Grosse gezählt wurden. Sie selbst haben kein Problem damit, ihre Musik als kopflastig zu bezeichnen. Im Gegenteil, sie legen wert auf intelligente Texte, die ihre Musik noch mitreißender macht.

www.karldiegrosse.de

Die Preisträger wurden durch eine Jury ermittelt, die aus Machern der hiesigen Musikszene besteht. Knapp 150 Musiker, Labelbetreiber, Konzertveranstalter, Journalisten und Szenkennern wurden um ihre Meinung gefragt, welche Musiker und Projekte sie in den vergangenen zwölf Monaten am meisten beeindruckt haben.

Die Gala zum Grossen Preis wird am 5. Dezember im Werk 2 stattfinden.

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Geschenke, Geschenke!

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Pünklich zum, ähm, Weihnachtsgeschäft. Das läuft in den Supermärkten erschreckenderweise ja schon seit Ende August…

Jedenfalls könnt ihr all euren Freunden und Lieben und Verwandten und wem ihr es sonst noch schön machen wollt einen Gutschein für die Moritzbastei schenken. Kaufen könnt ihr ihn über unsere Homepage, wo wir den Gutschein über den Onlineshop unseres langjährigen Leipziger Partners tixforgigs.de anbieten.

Den Gutschein gibt es in den drei Varianten zu 10, 15 und 20 Euro. Wo ihr ihn kaufen und wie ihr ihn einlösen könnt, findet ihr auf unserer Website.

Wir hoffen, ihr habt spontan eine prima Geschenkidee gefunden… ;-)

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Ab! Stimmung!

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Auf ein Neues! Wir haben aus den Bewerbungen vier Bands ausgesucht, die wir euch für das Voting vorstellen. Fargo spielen Ambient Postrock, die Leipziger Schule liefert funklastigen HipHop, Pazifik Adé rocken zwischen Pop und Emo, Warriors of Grün beackern das Feld zwischen TripHop und Electropop. Könnte also fast für jeden was dabei sein, hm?

Im vergangenen Jahr haben wir ja die Frage in den Raum gestellt, wie es weiter geht mit dem Grossen Preis. In Leipzigs Musikszene hat sich 2014 einiges bewegt, fast hatte es den Anschein, als sei der allgegenwärtige Hype um unsere angebliche Boomtown auch musikalisch Spuren hinterlassen. Aktuell sind die Juroren dabei, ihre Favoriten zu benennen. Wir sind gespannt, welches Bild sich nach dem 10. Oktober ergibt, wenn alle Stimmen ausgezählt worden sind.

An euch die Bitte: gebt eure Stimme ab und verteilt den Link zum Voting fleißig weiter. Die Bands und wir danken es euch! Natürlich interessiert uns auch eure Meinung – Wie seht ihr die Leipziger Musikszene? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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