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/ Autor: torstenreitler

Der Pegasus wird neu beschlagen

Ab dem 2. November 2020 wird Eileen Mätzold die älteste durchgehende Lesereihe auf dem europäischen Festland moderieren. Der Durstige Pegasus in der Moritzbastei bekommt damit auch seine erste weibliche Moderatorin seit seiner Geburt im Jahr 1974. Ihr Vorgänger Elia van Scirouvsky übergibt die Lesebühne damit nach einem Jahrzehnt in neue Hände.

Im Gespräch lassen beide die letzten Jahre Revue passieren und geben einen Ausblick auf das, was uns in Zukunft jeweils am ersten Montag des Monats im Schwalbennest der Moritzbastei erwarten wird.

Frage: Elia, wie bist Du zum Pegasus gekommen?

Elia: Henner Kotte ist schuld. Der hat 2010 die Lesebühne im FHL-Club moderiert. Als Volly damals die Moderation in jüngere Hände abgeben wollte, meinte Henner, ich wäre doch der richtige dafür. Dabei bin ich nur ein halbes Jahr jünger als Volly! Aber Volly war einverstanden.

Du wusstest also schon, was Dich erwartet, als Du 2010 den Pegasus übernommen hast?

Elia: Ich war damals regelmäßiger Gast beim Pegasus und auch selber schon als Autor auf der Bühne. In Leipzig war ich gut vernetzt, hab auf vielen Lesebühnen gelesen, kannte Hinz und Kunz. Das waren für mich die idealen Voraussetzungen.

Gab es für Dich zum Anfang bestimmte Pläne und wenn ja, was ist aus ihnen geworden?

Elia: Mein Plan war, die Publikumsstruktur etwas zu erweitern. Volly hatte ein sehr junges Publikum und viele Gäste aus der schwarzen Szene. Ich wollte sowohl auf der Bühne als auch im Publikum eine größere Bandbreite vom Alter her. Deshalb habe ich auch immer Newcomer mit gestandenen Autoren abwechseln lassen, das hat sich dann auch im Publikum gespiegelt.

Volly hatte mehr Debütanten als Du auf der Bühne, wenn die Erinnerung nicht täuscht?

Elia: Das stimmt. Wenn jemand neu in die Stadt kam und sagte: „Ich schreibe“, dann hat er denjenigen direkt auf die Bühne geholt. Ich wolle nicht nur Newcomer, sondern auch Autoren, die schon eine zweite Buchveröffentlichung haben. Das hat das Publikum auch immer als Mehrwert mitgenommen.

In den letzten Jahren waren beim Pegasus viele etablierte Autoren zu Gast. Sind die Verlage da direkt an Dich herangetreten oder hast Du die Gäste immer selbst gefunden?

Elia: Viele Verlage sind tatsächlich direkt an mich herangetreten. Durch viele meiner Moderationen, z.B. auf der Leipziger Buchmesse, wusste ich, welche Verlage interessante Bücher auf den Markt gebracht haben. Bis auf Krimis war so alles beim Pegasus dabei, viel Lyrik, ältere Autoren bis hin zu ganz neuen. Für Krimis hatte ich andere Veranstaltungen.

 Gibt es Highlights in den 10 Jahren, die Dir spontan einfallen?

Elia: Ein Höhepunkt war natürlich Jochen Wisotzki, der 2015 hier war. Den Begründer des Pegasus als Gast zu haben war für mich schon mega interessant.

Pegasus-Mitbegründer Jochen Wisotzki liest 2015 aus der Gründungsurkunde von 1974 vor. Seit 1976 ist die Lesereihe in der Moritzbastei beheimatet.

Und Tiefpunkte?

Eigentlich keine. Die meisten Autoren vom Pegasus kannte ich ja meist vorher von eigenen Besuchen bei anderen Lesebühnen. Ich wusste also, was mich erwartet. Ich hab das Publikum auch Performances geboten, die gewöhnungsbedürftig waren, aber das gehört eben auch dazu. Das einzige, was dem Pegasus ein bisschen auf die Füße gefallen ist, waren die Legida-Demonstrationen. Die waren ja immer Montags, und gerade das ältere Publikum, das ich mir erarbeitet hatte, ist dann weg geblieben, weil die Montags nicht mehr in die Innenstadt kommen wollten. Diese Lücke zu schließen ist mir später leider nicht gelungen, dieser Bruch ist geblieben.

Gab es Gäste, die über die zehn Jahre Deiner Moderation dem Pegasus treu geblieben und regelmäßig gekommen sind?

Elia: Ja, die gab es tatsächlich!

Eileen, wie war Deine erste Begegnung mit dem Pegasus?

Eileen: Ich habe hier beim Pegasus lesen dürfen, nachdem ich angefragt hatte. Das war etwas Besonderes für mich, weil man normalerweise bei Lesebühnen nur 10 oder 11 Minuten lesen kann. Beim Pegasus konnte ich ein ganzes Programm gestalten, eine knappe halbe Stunde!

Du bist Leipzigerin? Wie ist Dein literarischer Background?

Eileen: Ich wohne seit vier Jahren in Leipzig, bin damals zum Studium aus dem Altenburger Land gekommen. Seit meinem zwölften Lebensjahr schreibe ich, seit ich 14 bin, gehe ich auf Lesebühnen, also auch schon seit zehn Jahren. Hier in Leipzig gab es natürlich eine wahnsinnig große Bandbreite an Lesebühnen, in den letzten Jahren habe ich die ausführlich besucht.

Gibt es ein literarisches Terrain, auf dem Du Dich besonders zu Hause fühlst?

Eileen: Ja, die Lyrik. Ich schreibe auch Geschichten, lese die aber sehr, sehr selten vor. Langgedichte finde ich perfekt für die sechs Minuten Lesebühnenzeit. Ich mag das, wenn sich ein lyrisches Panorama entfaltet.

War es für Dich einfach, in die Leipziger Literaturszene einzutreten?

Eileen: Es war einfach, weil ich drangeblieben bin und immer wieder bei Veranstaltungen war. Ich habe es als wahnsinnige Chance empfunden, meine Texte vorstellen und darüber reden zu können. Wenn jetzt Leute neu dazu kommen, zum Beispiel zu den offenen Bühnen im Neuen Schauspiel oder im Beyerhaus, werden sie immer gut empfangen. Man bekommt schnell Angebote für andere Lesebühnen. Die Szene war überhaupt nicht elitär.

Elia: Man wird herumgereicht…

Eileen: Ja, so kann man das sagen (beide lachen).

Hast Du schon länger mit dem Gedanken gespielt, selbst eine Lesebühne zu moderieren?

Eileen: Es war schon überraschend, als Elia mich gefragt hat. Vorstellen konnte ich es mir, weil mich alles interessiert, was mit Literatur zu tun hat. Es hat mich natürlich auch sehr gefreut.

Welche eigenen Akzente möchtest Du beim Pegasus setzen?

Eileen: Ich möchte gerne mehr experimentellen Texten eine Bühne geben. Lyrik natürlich, aber literarische Essayistik interessiert mich zum Beispiel auch sehr. Prosa und Krimis werden durchaus auch eine Rolle spielen. Die Mischung ist mir schon wichtig. Oder eben die harten Kontraste.

Was unterscheidet für Dich den Pegasus von anderen Lesebühnen?

Eileen: Es ist sehr familiär. Es gibt viel mehr Konzentration auf den Text und weniger Show als bei Poetry Slams. Die Beschränkung beim Pegasus auf zwei Lesende finde ich sehr gut, auch die Kombination mit dem Interview bzw. das Gespräch über den Text ist sehr wichtig. Da gibt es dann auch mal die Möglichkeit, einen literaturtheoretischen Teil unterzubringen.

Habt ihr mal über das Thema Podcast nachgedacht?

Elia: Der Pegasus lebt vom Livepublikum. Die Autoren brauchen den Augenkontakt, musst merken, ob die Texte funktionieren. Das war auch immer für die Anfänger wichtig, dass sie sich ausprobieren können. Nicht vor einem Riesenpublikum, aber vor einem sehr wohlwollenden. Es hat hier Szenen-Applaus bei Lyrik gegeben, was man sich sonst gar nicht vorstellen kann. Das alles fehlt beim Podcast. Wie siehst Du das, Eileen?

Das Schwalbennest in der Moritzbastei. Foto: D. Endruhn

Eileen: Podcast-Formate für Lesebühnen finde ich nicht so reizend. Für einzelne Autoren kann das spannend sein, das stimmt. Es gab in der Corona-Zeit ja verschiedene Lesebühnen, die Livestreams angeboten haben über youtube oder facebook. Das machen aber so viele, dass man dabei untergeht. Das Pegasus-Konzept mit Fettbemme und Gurke ist ja auch so speziell.

Elia: Das Bier mit dem Publikum nach der Lesung war immer mindestens genauso wichtig wie die Lesung selbst. Man hat meist festgestellt, dass die Hälfte der Anwesenden selber schreibt und konnte sich austauschen. Die Gespräche zwischen den Autoren und mit dem Publikum waren immer sehr wichtig.

Wie ist die Verbindung zur Leipziger Literatenschmiede, dem Literaturinstitut?

Elia: Ich habe es immer wieder mal versucht, aber das war immer schwierig, die Leute für so eine Veranstaltung zu begeistern. Ich hatte Christian Kreis hier auf der Bühne, aber der hat selber Lesebühnen organisiert und war immer nah am Publikum. Ansonsten hat das DLL seine Tippgemeinschaft, die bewegen sich nicht auf anderen Lesebühnen.

Eileen, gibt es etwas, auf das Du Dich besonders freust oder wovor Du besonderen Respekt hast?

Eileen: Auf die Texte und die Gespräche mit den Autoren freue ich mich besonders. Ich gehe jetzt auch anders in andere literarische Veranstaltungen hinein, denke immer mit, ob ich Autoren begeistern kann, beim Pegasus zu lesen. Das ist spannend und eine neue Perspektive.

Elia: Das war bei mir genauso. Ich bin auch zu anderen Lesebühnen gegangen und habe oben abgeschöpft. Wenn jemand besonders gut war, habe ich ihn hierher geholt. Das war auch immer eine Auszeichnung, weil der Pegasus einfach eine Hausnummer ist.

Das ist tatsächlich so?

Elia: Der Pegasus hat mir auch in anderen Bereichen Tür und Tor geöffnet. Der Pegasus ist die älteste durchgehen bestehende Lesereihe auf dem europäischen Festland. Da konnte man dann auch Autoren begeistern ohne große Honorare, dafür mit der Verlockung, das in seine Biografie schreiben zu können (lacht).

Elia, hast Du schon Entzugserscheinungen vom Pegasus?

Elia: Nein, das war ja eine bewusste Entscheidung. Durch die Corona-Zeit gab es für mich auch einen Bruch, den Übergang hätte ich mir fließender gewünscht. Aber bei mir hat sich auch beruflich einiges geändert, hab neue Herausforderungen, so dass ich jetzt nicht in große Nostalgie verfalle. Man sollte auch immer wissen, wann man aufhören sollte. Es gibt immer jüngere, die auch besser vernetzt sind. Vieles kann ich auch gar nicht mehr leisten, ich renne nicht mehr auf jede Lesebühne. Da muss ich mich auch fragen, ob ich der Sache noch gerecht werde. Insofern bin ich ganz froh, dass ich das in Deine Hände geben kann, Eileen.

Eileen, was sind Deine Pläne bis 2030?

Eileen: In solchen Dimensionen denke ich nicht. Ich bin erst einmal gespannt.

Elia: Mir war auch wichtig, dass nach so vielen Jahren Pegasus jetzt eine Frau die Moderation übernimmt. Nicht als Quotenfrau, ich wusste ja, dass bei Eileen die literarische Qualität stimmt. Da habe ich auch bewusst gesucht und bin froh, dass es sich so gefunden hat.

Letzte Frage: Was darf das Publikum bei Deinem ersten Pegasus am 2. November  erwarten?

Eileen: Bei der ersten Veranstaltung werden Stefanie Maucher und Conrad Meissner lesen. Conrad kenne ich durch Lesebühnen und Slams, wo er vor allen Dingen experimentelle Texte gelesen hat. Stefanie habe ich vor anderthalb Jahren kennengelernt. Sie ist 1976 geboren, im Jahr, als der Pegasus in die Moritzbastei kam. Das fand ich dann ganz passend.

Am 2.11. beim Durstigen Pegasus zu Gast: Stefanie Maucher und Conrad Meissner .https://www.facebook.com/events/788516768610463
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/ Autor: torstenreitler

Zeit für Ideen, Zeit was zu riskieren. Und für Bier.

Am kommenden Montag präsentiert die Moritzbastei im Paulinum die Quizshow „Riskier Dein Bier“. Der ungewöhnliche Ort ist Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Universität Leipzig und Moritzbastei, die beim Wettbewerb „Denkzeit Event“ des Freistaates Sachsen ausgezeichnet wurde.

Bei diesem Wettbewerb wurden innovative Vorhaben oder Konzepte für Event-Formate unter Corona-Bedingungen ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig soll nun das Konzept 3x2x1: Drei Formate – Zwei Spielorte – Ein Semester umgesetzt werden.

Zentrale Idee ist dabei die gemeinsame Nutzung der Veranstaltungsflächen und damit die Erschließung neuer Spielräume für die nun geltenden notwendigen Mindestabstände für KünstlerInnen und Publikum.

Beliebte Formate aus beiden Häusern wechseln zwischen den Veranstaltungsorten. Das Stammpublikum zieht mit, trifft dabei auf halbem Weg die Gäste von nebenan und dann in einem völlig neuen Rahmen: Clubabend in der Aula des Paulinums, Bach im Studentenkeller.

Das ist auf jeden Fall eine herausragende Kulisse für die nächste Ausgabe von Riskier Dein Bier! Foto: S. Reichhold/Universität Leipzig

Den Auftakt im Paulinum bildet am 19. Oktober die Quizshow „Riskier dein Bier!“ mit dem Moderatorenduo Tim Thoelke & Anne Gilzer. Die beliebte Show läuft normalerweise seit über 10 Jahren einmal im Monat in der MB. In den kommenden Wochen werden auch der Song Slam und eine Lesung mit Christian von Aster im Paulinum ihren außergewöhnlichen Aufführungsort finden. Im Gegenzug wird unter anderem am 2. Dezember das traditionelle Weihnachtssingen des Universitätschores auf der Moritzbastei-Terrasse stattfinden.

Wir freuen uns sehr über diese Kooperation und freuen uns auf sechs tolle Veranstaltungen. Wenn ihr noch Tickets für die Show am 19. Oktober ergattern wollt, solltet ihr euch übrigens sehr ranhalten. Aufgrund der Pandemiebeschränkungen sind die Plätze im Paulinum auf 94 begrenzt. Tickets gibt im Online-Vorverkauf von Tixforgigs.

/ Autor: torstenreitler

Was geht, was geht nicht?

Update zu Öffnungszeiten, Erreichbarkeiten, Veranstaltungen und dem Hygienekonzept der Moritzbastei / Aktualisiert am 8.10.20

Öffnungszeiten

Aktuell hat das Moritzbastei Café Barbakane Montags bis Sonnabends ab 11 Uhr geöffnet, außer Montags – da schließen wir um 15:30 Uhr – gehen wir nahtlos in den Abend- und Kneipenbetrieb über. Bis ca. Mitternacht sind je nach Gästezuspruch unsere Türen für euch offen. Aktuell erweitern wir auch unser Abendangebot an Speisen für euch. 🙂

Erreichbarkeiten

Da wir momentan nur einen Bruchteil der Veranstaltungen durchführen können, die ihr normalerweise von der MB kennt, sind die meisten Kolleg:innen von uns noch in Kurzarbeit. Unser Ticket- und Infobüro öffnet bis auf weiteres Mittwochs und Donnerstags von 12-15 Uhr.

Am besten sind wir momentag per E-Mail erreichbar. Die jeweiligen Ansprechpartner:innen für euer Anliegen findet ihr hier.

Veranstaltungen & Tickets

Aufgrund der geltenden Pandemieschutzmaßnahmen finden unsere Vorstellungen bislang nur open air auf unserer Moritzbastei-Sommerbühne statt. Aktuell warten wir auf Auskunft des Gesundheitsamtes, wie viele Personen wir in unsere Gewölben bei Kulturveranstaltungen einlassen dürfen. Das ständig aktualisierte Programm der Moritzbastei findet ihr auf unserer Homepage. Dort könnt ihr auch Onlinetickets kaufen.

Tanzveranstaltungen wie All You Can Dance, Schwarzes Leipzig Tanzt oder We are the 90s können bis auf weiteres leider nicht stattfinden.

Reservierungen für Gruppen, Familien und Eventveranstalter:innen

Für unser Café und angeschlossene Gastronomie liegt ein Hygienekonzept vor, das der geltenden Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsens entspricht. Wir nehmen Reservierungen für Gruppen, Familienfeiern und andere Events entgegen bis zu den genehmigten Personenzahlen (100 Personen für private und Familienfeiern, 50 Personen für Firmenfeiern und ähnliche Events). Wie gewohnt bieten wir für diese Veranstaltungen auch unseren Komplettservice von Catering, technischer Produktion und Künstlervermittlung an. Anfragen dazu bitte an vermietung@moritzbastei.de.

Führungen

Die historischen Führungen durch die Moritzbastei finden seit August wieder jeden Sonnabend jeweils um 11 und 14 Uhr statt. Eine vorherige Anmeldung unter mail@stiftungmoritzbastei.de ist wünschenswert, aber nicht vorgeschrieben. Termine für Führungen nach freier Vereinbarung können ebenfalls unter dieser Emailadresse angefragt werden.

Hygienekonzept der Moritzbastei

Aktualisiert am 8.10.20
Selbstverständlich halten wir die geltenden Vorgaben für unsere Gastronomie ein. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist beim Betreten der Moritzbastei vorgegeben, am Tisch bzw. Platz kann die Maske abgenommen werden. Wir desinfizieren regelmäßig unsere Einrichtung, besonders die sanitären Einrichtungen.

Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten, Lesungen, Theatervorstellungen etc. müsst ihr einen Mund-Nasen-Schutz bis zum Platz tragen. Am Platz könnt ihr ihn abnehmen. Das gilt auch für alle „Attest-Besitzer*innen“: Wenn es für euch gesundheitlich zu gefährlich ist, einen Weg von 50 Meter vom Platz zur Bar oder vom Eingang bis zu eurem Platz ohne MNS zu bewältigen, dann solltet ihr vielleicht auch keine Kulturveranstaltungen besuchen?

Zur eventuell nötigen Kontaktverfolgung nehmen wir eure persönlichen Daten auf bzw. müssen diese beim Ticketkauf hinterlegt werden. Nach DSGVO werden diese Daten nur für die vorgesehenen Zwecke verwendet und nach spätestens 30 Tagen gelöscht bzw. vernichtet. Personen mit Covid19-Symptomen haben keinen Zutritt zur Moritzbastei.

Wenn ihr bei Veranstaltungen schnell und unkompliziert einchecken möchtet, empfehlen wir euch die Installation der App pass4all.

Das Leipziger Gesundheitsamt gestattet uns aktuell 38 Plätze in der Veranstaltungstonne und 107 Plätze im Oberkeller. Alle aktuellen Infos zu Veranstaltungen findet ihr www.moritzbastei.de.

Ihr seht, wir stehen zu unserer Verantwortung und freuen uns, wenn ihr uns die Treue haltet und auch in diesen schwierigen Zeiten immer wieder mal bei uns vorbei schaut.

/ Autor: torstenreitler

Armin Zarbock Superspender

Armin Zarbock als fieser Lover in „Romantische Viecher“: wie immer absolut fesselnd! 😉
Foto: TheaterTurbine

Wahrscheinlich protestiert der Armin sofort, wenn er diese Überschrift liest – aber wenn’s nun mal so ist! Am morgigen 8. September lädt er schon wieder zur großen Spendenshow der Leipziger Improtheater-Szene auf die MB. „Sturm auf die Bastei“ heißt das Spektakel, und es wird sogar live gestreamt. (Tickets gibt es übrigens noch hier).

Armin ist der Moritzbastei seit vielen Jahren eng verbunden. Wenn wir uns recht erinnern, stand er zum ersten Mal 2005 beim Sommertheater der „InselBühne“ auf der Bühne bei uns. Die Figur des Knut Usch in der Komödie „200 Jahre tot“ war ein unvergesslicher Einstand und ist bis heute legendär unter MB-MitarbeiterInnen.

Jedenfalls war Armin einer der ersten und einer der engagiertesten Unterstützer*innen unserer Crowdfunding-Aktion „Zurück zur Kultur!“, mit der wir im Sommer über 30.000 Euro für unseren diesjährigen Kultursommer aufbringen konnten. Als freier Schauspieler ist er ja selbst direkt von all den Stückabsetzungen und Spielstättenschließungen betroffen, ganz zu schweigen von seiner mittelleichten Hypochondrie, die ja während einer Pandemie auch nicht gerade das ist, was man am nötigsten braucht! Trotzdem fragte er immer wieder nach, wie er sich einbringen kann in unsere Kampagne, auf welche Art man spenden könne…

Und jetzt also die Spendenshow morgen – auf Armins Einladung kommt die Creme de la creme der Leipziger Improtheater-Schauspieler*innen zusammen, um euch das Geld aus und der Moritzbastei in die Tasche zu befördern. Es wird hauptsächlich gesungen werden, Impro-Lieder und Musiker-Biografien nach Vorgaben des Publikums.

Wir freuen uns auf morgen und hoffentlich viele von euch. Und wenn ihr bislang noch keinen Grund gefunden haben solltet, für die MB zu spenden – einen besseren als Armin werdet ihr nicht finden.

/ Autor: torstenreitler

Danke & kommt vorbei!

Ihr habt das Crowdfunding für den Moritzbastei-Kultursommer zu einem voller Erfolg gemacht. Danke an 540 Unterstützer:innen und 32.000 Euro! Einen schöneren Vertrauensbeweis für unsere Arbeit hättet ihr uns nicht bereiten können. Wir danken jedem einzelnen von euch aus ganzem Herzen. Am 19. Juli (14-18 Uhr) und am 23. Juli (16-20 Uhr) können alle Funder:innen ihre Dankeschöns an der Moritzbastei abholen. Wir würden uns freuen, euch persönlich Danke zu sagen und mit euch ins Gespräch zu kommen.

Mit euren Spenden werden wir wie geplant unser Open-Air-Programm absichern, Produktionskosten bezahlen und uns gegen Schlechtwetterperioden wappnen. Seit Mitte Juni laufen die ersten Konzerte, Lesungen, Festivals, Poetryslams, Quizshows, und weil ihr das beste Publikum der Welt seid, waren bisher fast alle Veranstaltungen ausverkauft.

Wenn es so gut weitergeht, könnte also sein, dass nicht die gesamte Fundingsumme für den MB-Kultursommer gebraucht werden wird. Was übrig bleibt, werden wir für die weitere Veranstaltungsplanung einsetzen. Aktuell ist noch nicht abzusehen, ob wir nach dem Sommer wieder indoor veranstalten können, wie viele Menschen sich dann wieder bei uns tummeln dürfen, wie wir wirtschaftlich arbeiten können. Natürlich hoffen wir auf weitere Normalisierungen, aber den weiteren Verlauf der Pandemie können auch wir nicht vorhersehen.

Die wirtschaftliche Lage für die Moritzbastei bleibt also – wie für praktisch alle Kulturveranstalter:innen – äußerst fragil. Ohne das Instrument Kurzarbeit könnten überhaupt nicht tätig sein. Was auch bedeutet, dass die Situation für alle Mitarbeiter:innen des MB-Teams angespannt bleibt. Solltet ihr also die Möglichkeit haben, Kultureinrichtungen, Künstler:innen und Menschen, die im Kulturbereich als Dienstleister:innen arbeiten, in irgend einer Form zu unterstützen, dann ist jede Hilfe herzlich willkommen. Die Überwindung dieser Krise wird für den Kulturbereich auf jeden Fall ein Marathon, der uns bis weit ins nächste Jahr beschäftigen wird.

Wir schauen trotzdem zuversichtlich voraus. Mit Gästen, Freunden und Unterstützer:innen wie euch werden wir diese Herausforderungen meistern. Da sind wir uns ganz sicher!

/ Autor: torstenreitler

Zurück zur Kultur!

Crowdfundingaktion für den Erhalt der MB startet am 11. Juni* auf startnext

Die MB steht vor der größten Herausforderung ihrer 40jährigen Clubgeschichte. Wie fast alle Kultureinrichtungen des Landes kämpfen wir mit massiven Einnahmeverlusten durch die Covid19-Krise, die schon jetzt mehr als 30 Prozent des Jahresumsatzes betragen. Für die Moritzbastei, die ohne öffentliche Förderung arbeitet, ist diese Situation existenzbedrohend.

Aber mit eurer Hilfe können wir es schaffen, den Sommer zu überstehen und im Herbst wieder durchzustarten! Und damit der Sommer 2020 kulturell nicht komplett ins Wasser fällt, wollen wir mit eurer Unterstützung auf der Terrasse der MB ein Open-Air-Programm realisieren!

Am 11. Juni 2020 starten wir deshalb unsere Crowdfunding-Aktion auf startnext. Mithilfe dieser Funding-Aktion wollen wir uns in die Lage versetzen, uns selbst helfen zu können, indem wir das tun, was wir am besten können: Kultur veranstalten! Wir hoffen auf einen stabilen Sommer und planen, auf der großen MB-Terrasse Poetry Slams, das Leipzig Pop Fest, Livekonzerte, Improtheater und natürlich das Moritzbastei-Sommertheater stattfinden zu lassen. Platz ist genügend da, knapp 200 Zuschauer*innen könnten auch unter den geltenden Abstands- und Infektionsschutzregeln die Veranstaltungen besuchen.

Fundingziel sind 25.000 Euro, die wir zur Deckung der Produktionskosten und als Investition in die Zukunft der MB nutzen wollen. Die erhofften Einnahmen aus dem Kultursommer sollen den Fortbestand des Hauses über die Covid19-Krise ermöglichen und die Chance bewahren, in unbestimmter Zeit wieder mit einem regulären Veranstaltungsbetrieb starten zu können.

Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann könnt ihr das nicht nur, indem ihr euch für eines unserer Crowdfunding-Dankeschöns entscheidet. Die Erfahrung sagt, dass für es für jeden eingeworbenen Euro einen Klick auf die Fundingseite benötigt. Es wäre uns also eine große Hilfe, wenn ihr die Aktion über eure privaten oder beruflichen Netzwerke teilt und uns somit helft, möglichst viele potentielle Unterstützer*innen zu erreichen.

*leider hat sich der Start aus technischen Gründen noch einmal verzögert, so dass wir nicht wie geplant schon am 7. Juni starten konnten.

/ Autor: torstenreitler

Kleines schwarzes Pfingsten

Das Wave-Gotik-Treffen 2020 wurde umständehalber auf das nächste Jahr verschoben. Wir freuen uns, dass die Macher des darkstream festivals bei uns anfragten, ob sie ihr dreitägiges Streaming-Event von der Moritzbastei aus moderieren dürfen. Was für eine Frage – natürlich dürfen sie das!

Deshalb viel Spaß beim Zuschauen, und alle, die trotz alledem nach Leipzig gereist sind oder hier zu hause: ihr seid herzlich eingeladen, auf der Moritzbastei-Terrasse euer extra für das WGT zurechtgelegte Gewand anzulegen und das darkstream festival praktisch live vor Ort mitzuverfolgen.

Wir freuen uns auf euch und wenigstens ein kleines schwarzes Pfingsten 2020.

/ Autor: torstenreitler

Alles ist offen

Das ist die aktuelle Situation: Die Moritzbastei öffnet wieder und bleibt gleichtzeitig geschlossen. Gastronomie, Kultureinrichtungen und Konzerthäuser dürfen ab 15. Mai 2020 wieder öffnen. Musikclubs und Diskotheken müssen geschlossen bleiben. Kontaktverbote bleiben bestehen, es gelten weiterhin strenge Hygieneauflagen. Was bedeutet das für die MB?

Ab Montag öffnet unser Café Barbakane wieder. Vorerst für das Mittagsgeschäft, vorerst wochentags von 11:30 Uhr bis 15 Uhr. Mit verkleinertem Angebot und in Minimalbesetztung. Wenn ihr uns die Bude einrennt – was uns die Freudentränen in die Augen treiben würde! – werden wir das Angebot Schritt für Schritt vergrößern, vor allen Dingen auf unseren Freisitz. Von Normalbetrieb sind wir natürlich trotzdem weit entfernt, bitte bringt etwas Geduld mit und Nachsicht. Unser Team muss sich auf die neuen Regelungen einstellen, wird das aber mit einem Lächeln für euch tun. 🙂

Ein regelmäßiger Veranstaltungsbetrieb ist auch nach den aktuellen Lockerungen nicht in Sicht. Besonders Konzerte und Partys, aber auch die für unser Betreibermodell ebenso wichtigen Vermietungen sind momentan nicht durchführbar. Unsere wichtigsten Einnahmequellen liegen weiterhin trocken. Kleinere Veranstaltungen, die wir normalerweise aus den Überschüssen der großen Veranstaltungen querfinanzieren, können wir nicht durchführen. Generell können wir derzeit nur tun, was zumindest keine Verluste produziert. Im Kulturbereich ist das selbst in normalen Zeiten nur wenig mehr als Nichts.

If you’re going through hell, keep going.

Aber wir kämpfen, und natürlich gilt das alte Churchill-Wort: „Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter!“ Unsere große Terrassenfläche bietet die Chance, auch unter den Hygienevorgaben Veranstaltungen durchzuführen. Momentan schreiben wir Konzepte, messen Abstände, kalkulieren Aufwände, reden mit Künstler- und Dienstleister:innen. Wenn es die Umstände, unsere Berechnungen (und das Wetter…) erlauben, dann starten wir am 6. Juni unsere Open-Air-Saison mit dem Song-Slam-Jahresfinale.

Das ist immerhin eine Hoffnung – aber eine mit vielen und großen Unsicherheiten. Selbst wenn unsere Pläne für open-air-Veranstaltungen aufgehen sollten, werden sie mit Auflagen, begrenzter Kapazität, Abstandsregeln und anderen Preisen einhergehen müssen. Wie ihr, unser Publikum, damit umgehen werdet, ist die nächste spannende Frage mit zentraler Bedeutung für die Zukunft der MB (und der Kultur, wie wir sie kannten, generell).

Überlebenswille und Unterstützung

Klar, wir geben nicht auf und nutzen alle Möglichkeiten, die sich bieten, um die MB durch diese schwere See zu lotsen. Wir haben ein Darlehen bei der SAB beantragt und sind zuversichtlich, eine Zusage zu bekommen. Damit stehen die Chancen gut, dass wir bis über den Sommer unsere laufenden Fixkosten (bei Nullbetrieb, ohne Löhne und Gehälter) bedienen können. Jede noch so zaghafte Öffnung, jede noch so kleine Veranstaltung ist aber zum Erfolg verdammt, um dieses Minimalziel nicht zu gefährden.

Deshalb sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Wir sind für jeden noch so kleinen Betrag dankbar! Wir sind darauf angewiesen. Deshalb hier auch ein dickes und großes DANKESCHÖN an alle, die uns bisher geholfen haben, indem sie einen MB-Gutschein, ein Corona-Ticket oder ein Livekommbinat-Soliticket gekauft haben oder eine Spende an die Stiftung Moritzbastei überwiesen. Danke auch an alle, die bei den Twitch-Partys, die unsere Technik-Kollegen Kevin und Twenty in ihrer Freizeit organisieren, gespendet haben. Ebensolcher Dank an das Team der MoreCore-Partys und alle, die bei deren Charity-Stream für die Clubs gespendet haben.

Moritzbastei-Crowdfunding und Streaming-Events

Aktuell bereiten wir auch eine Crowdfunding-Kampagne vor. Mit der könnt ihr uns nicht nur unterstützen, wir werden euch dafür einiges an Extras und Specials anbieten, für die es sich lohnen wird, das Portemonnaie zu öffnen! Außerdem dürft ihr euch auf besondere Streaming-Performances freuen, die viel mehr sein werden als Kultur ohne Publikum auf dem Laptop. Auch da werdet ihr die Möglichlichkeit haben, euren Spaß mit einer Unterstützung für die MB zu verbinden.

Und weil das so schön positiv und nach Vorfreude klingt, endet dieser Beitrag hier. Nehmt diese good vibrations mit in euren Alltag. Bis hoffentlich sehr, sehr bald!

/ Autor: torstenreitler

Wir möchten etwas zurückgeben

Ein paar Infos zur Rückgabe bereits gekaufter Tickets, die über den stationären MB-Vorverkauf erworben wurden.

Ab dem 4. Mai öffnen wir jeweils Montags und Mittwochs von 13-16 Uhr das Moritzbastei-Vorverkaufsbüro. Zu diesen Zeiten könnt ihr bei uns Tickets zurückgeben, die ihr in unserem Vorverkauf erworben habt. Das betrifft sowohl Veranstaltungen in der Moritzbastei als auch solche, die nicht in der MB stattfinden, für die ihr aber in unserem stationären Vorverkauf eure Karte gekauft habt. Tickets, die ihr online bei tixforgigs gekauft habt, sind davon NICHT betroffen!

Bitte nutzt diese Geleghenheit bis zum 31. Mai, eure Tickets erstatten zu lassen. Das ist sehr wichtig, da tixforgigs erst nach dieser Rückerstattungsphase Geld an die jeweiligen Veranstalter:innen auszahlen kann.

Wenn ihr es euch leisten könnt und eure Clubs und Veranstalter:innen supporten möchtet, dann müsst ihr euer Ticket nicht zurückgeben. Das würde uns sehr freuen und wir wären für dieses Zeichen der Solidarität sehr dankbar! 🙂

/ Autor: torstenreitler

Wir leben noch. Vielen Dank!

Die erste Covid-19-Schockwelle ist über die Moritzbastei hinweggerast. Langsam kommen wir wieder zu Besinnung und überlegen, wie es weiter gehen kann. Zeit für ein kurzes Update und für ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützen!

Mit dem Dankeschön fangen wir an. Viele haben gefragt, wie sie „ihrer“ Moritzbastei in dieser unsicheren Zeit helfen können, und viele haben das auch tatsächlich getan! Knapp 3000 Euro sind bisher bei uns an Corona-Unterstützung eingegangen. Dafür danken wir euch aus tiefstem Herzen und mit einer demütigen Verneigung, denn viele von euch trifft diese Krise ja auch mit voller Härte.

Da ein Ende der Veranstaltungsverbote noch nicht absehbar ist, halten wir euch die Möglichkeit weiter offen, uns zu unterstützen. Ihr könnt:

Wir werden euch über die Höhe der eingegangenen Gelder auf dem Laufenden halten und euch auch mitteilen, wofür wir es verwenden.

Solidaritat in der Kunst-, Kreativ- und Clubszene

Die kreative Szene in Leipzig, die der Stadt im letzten Jahrzehnt weltweit Aufmerksamkeit und einen sensationellen Aufschwung beschert hat, droht durch die Covid-19-Beschränkungen schweren Schaden zu nehmen. Ihr habt es sicher mitbekommen: Clubs droht die Schließung, vielen Künstlern der Sturz in die Mittellosigkeit, die Kreativwirtschaft steht vor dem Kollaps. Da die Moritzbastei nicht im luftleeren Raum existiert, sondern in steter Wechselwirkung mit dieser kreativen und künstlerischen agiert, engagieren wir uns auch für die Belange der Kultur- und Kreativschaffenden.

Die MB ist aktives Mitglied im Zusammenschluss der Leipziger Clubs und Musikspielstätten, dem IG LiveKommbinat e.V. Über das LiveKomm-Soliticket könnt ihr die Leipziger Clubszene unterstützen. Mittlerweile sind 86.000 Euro von euch gespendet worden, und den ersten Clubs konnte von dieser Unterstützung aus existenzieller Not geholfen werden. Alle Infos zur IG LiveKommbinat, dem Club-Soliticket und der Situation der Clubs findet ihr auf www.livekommbinat.de
Über die Verteilung der Einnahmen des Solitickets entscheidet der LiveKommbinat e.V. demokratisch. Vorrangig sollen diejenigen Clubs unterstützt werden, die in akuter Gefahr sind.

Schon seit vielen Jahren engagiert sich die MB auch in der Initiative Leipzig Plus Kultur für die Belange der freien Szene, für eine gerechte und transparente Fördermittelvergabe seitens der Stadt und für eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und dem Kulturdezernat.

Gemeinsam mit dem Verband der Leipziger Kreativwirtschaft KREATIVES LEIPZIG e.V. haben IG LiveKommbinat und Leipzig Plus Kultur die Plattform www.dasistleipzig.de initiiert. Hier werden  alle Infos zu Förder- und Hilfsmöglichkeiten für die Kunst- und Kreativszene gesammelt, hier können Supportaufrufe zentral veröffentlich werden, hier bieten wir einen Überblick über alle Streamingangebote, die zur Zeit aus der Leipziger Kulturszene kommen. Wir haben auch einen wöchentlichen Krisenstab mit Kulturdezernat, Kulturamt und dem Amt für Wirtschaftsförderung ins Leben gerufen, an dem wir die Belange der Clubs, Künstler:innen und Kreativen vertreten und die Arbeit der Stadt mit unserem Fachwissen unterstützen.

Wie geht es in der MB weiter?

Das hängt von den konkreten Entscheidungen der sächsischen Landesregierung und der Umsetzung in Leipzig ab. Wir wollen natürlich so bald wie möglich wieder regulär öffnen und arbeiten dafür im Hintergrund. Großveranstaltungen wie das WGT oder auch unsere wöchentlichen Partys, werden bis über den Sommer nicht stattfinden können. Damit können wir auch keine Gewinne erwirtschaften, um kleinere oder kostenintensive Veranstaltungen zu subventionieren, wie zum Beispiel Theaterproduktionen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte mit noch unbekannten Bands oder Nischenprogramme. Es wird unsere größte Herausforderung sein, die Wiedereröffnung der Moritzbastei so auszubalancieren, dass wir ohne Netz und doppelten Boden Wirtschaftlichkeit und unseren kulturellen Auftrag gleichermaßen gerecht werden. Dafür werden wir alle Kraft, das Engagement unserer Mitarbeiter:innen und unseres großen studentischen und freiberuflichen Teams benötigen,  wahrscheinlich einen staatlichen Überbrückungskredit und die Treue unseres Publikums brauchen!

Das verordnete Nichtstun schmerzt mindestens genauso, wie die wirtschaftlichen Einbußen. Sobald es uns möglich ist, werden wir wieder loslegen, vorerst hinter den Kulissen. Dann informieren wir euch auch darüber, wie der Sommer auf der MB aussehen wird, ab wann es wieder einen Café- und Kneipenbetrieb geben wird, was mit dem Sommertheater, der Fahrradrallye, dem Leipzig Pop Fest, unserem Freisitz, dem Sommerkino passiert.

Wir halten euch also auf dem Laufenden, bleibt gesund und der Moritzbastei gewogen!