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/ Autor: giovanni-palilla

Lesen und gelesen werden 2016

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Die Leipziger Buchmesse ist ein guter Anlass, um nach einem Jahr in Leipzig und in der Moritzbastei meinen Einstand als Basteiblog-Autor zu geben. Piacere a tutti, sono Giovanni.

In den nächsten Wochen bis zur Buchmesse und natürlich während dessen wird bei uns in der Moritzbastei  gelesen (und vorgelesen). Mit der Veranstaltungsreihe Buchmesse schmeckt fängt am 29.02. bis zum 15.03. der Countdown an: täglich um 12.12 Uhr kann man bei einer Suppe verschiedene Leipziger Persönlichkeiten erleben, die aus ihrem aktuellen Lieblingsbuch einen Auszug vorlesen. Die Liste der Mitmacher findet man hier.

Parallel zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse beginnt am 16.3. auch unsere Ausstellung „Der Traum von Olympia“ von Reinhard Kleist. Der Autor hat ein sehr schwieriges, aktuelles Thema für seine neue Graphic Novel ausgewählt: es geht um die wahre Geschichte der Sprinterin Samia Yusuf Omar, die in ihrer Heimat von islamistischen Extremisten bedroht wurde, weil Frauen kein Sport treiben dürfen. Im Jahr 2012 ertrank sie mit 21 Jahren beim Versuch, die Olympischen Spiele in London zu erreichen. Am 16.03. wird der Autor zur Vernissage anwesend sein.

Wie jedes Jahr gilt die Lange Leipziger Lesenacht am 17.3. als die „Mutter aller Lesungen„. Hier präsentiert sich die Vielfalt der jungen deutschen Literatur, indem sie ihre Werke dem Publikum vorstellt. Die Liste der lesenden  AutorInnen findet ihr auf der Moritzbastei-Homepage.

Der 19.03. ist auch ein Tag, der notiert werden soll: um 18:00 Uhr findet die Krimi-Lesung des Fischer-Verlags statt, (anwesende Autoren sind Mark Roderick, Arno Strobel, Klaus-Peter Wolf) und danach stellt die Kult-Moderatorin Sarah Kuttner ihren neuen Roman vor: 180° Meer.

Zum Schluss, was ich persönlich schätze (als ex-Anglistik Student), ist die Lesung am 20.03. und zwar eine Kombination zwischen klassischer Musik und Edgar Allan Poe: im Rahmen der Reihe Klassik Underground liest Armin Zarbock „Die Maske des roten Todes“ und MusikerInnen des Gewandhausorchesters spielen „conte fantastique“, ein Konzert für Streichquartett und Harfe.

Weitere Veranstaltungen in Rahmen der Buchmesse findet ihr auf unserer Webseite unter dem Hashtag Buchmesse. Übrigens, wenn ihr euer Ticket kauft, könnte es sein, dass wir uns begegnen – seit Oktober leite ich den Ticketvorverkauf in der Moritzbastei. Bis bald!

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/ Autor: markus-koerner

Wenn du nicht nur dein Herz verloren hast.

Jüngst trug sich mal wieder eine Geschichte zu, wie sie nur die Moritzbastei schreiben kann.

Ein Mann verlor seine Jacke während einer Partynacht in den Räumlichkeiten unseres Hauses und meldete sich zwei Tage später via Facebook bei uns. Seine Jacke wurde gefunden und konnte zugeordnet werden, nur leider war er bereits aus Leipzig abgereist und ins schöne Österreich zurück gekehrt. Darauf folgten spärliche Versuche durch weitere Facebook-Nachrichten und Mails, bis die Jacke schlussendlich entsorgt wurde.

WAS? Einfach weggeschmissen?

Ganz so einfach war es nicht. Zwischen seiner ersten Nachricht zum Verlust der Jacke und dem Wunsch sie bei seinem nächsten Besuch in Leipzig abzuholen oder ihm per Post zukommen zu lassen lagen Jahre. Fast drei Jahre, um genau zu sein. Die Jacke geriet in Vergessenheit und nun ist sie leider nicht mehr da. Es war ein trauriger Moment, in dem wir ihm den erneuten Verlust seiner Jacke mitteilen mussten.

Damit euch so etwas nicht passiert, solltet ihr wissen, wie das mit den Fundsachen im Hause Moritzbastei läuft. Wir sammeln alles Gefundene ein und warten auf Reaktionen bzw. schauen bereits abgegebene Gesuche durch, um Kontakt aufzunehmen. Nach kurzer Zeit werden die Sachen in das städtische Fundbüro oder zur Polizei gebracht, je nachdem ob es persönliche Dokumente oder Kleidung usw. ist. Es liegt also am Suchenden, wie wichtig ihm seine Sachen sind. Wer sich meldet und dran bleibt, bekommt die gefundenen Dinge auch wieder. Entweder von uns oder von der jeweiligen Anlaufstelle in der Stadt.

Alle Infos dazu findet ihr auch auf unserer Homepage. Wir hoffen natürlich, dass immer alles da bleibt, wo es hingehört 😉

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/ Autor: torstenreitler

Der Preis ist wieder heiß

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Foto: ©
 K. Nauber

Leipzig hat seine Bands des Jahres 2015 gewählt und gefeiert. War es ein guter Jahrgang? Wie geht es weiter mit Leipzigs ältestem Bandaward? Ein paar Gedanken und Anmerkungen.

Wir hatten uns etwas vorgenommen im Dezember 2014 – den GROSSEN PREIS nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken zu lassen. Dort war er schon. So gut wie. Am 15. Januar 2016 war die Halle D ausverkauft, als die PreisträgerInnen des Jahres 2015 in ihrer Gala geehrt wurden. Die Reaktionen der Künstler, des Publikums und der Presse reichten von beeindruckt bis begeistert.

Was bleibt? Viel Arbeit. Die ersten Vorbereitungstreffen hatten wir im Januar 2015, dann wurde mit Freunden und Unterstützern nochmal am Konzept gefeilt. Wir verpflichteten uns zum Erfolg. Kein Plan B. Wenn die Szene, das Publikum und die Öffentlichkeit diesen Preis nicht mehr brauchen sollten, dann würden wir ihn zum letzten Mal ausrichten. Die Ausschreibungsphase für den Publikumspreis, die Abstimmung mit der Jury. Danach das Booking für den Abend. Verhandlungen mit dem Kulturamt, weil die Gala nicht im Förderzeitraum 2015 stattfinden konnte. Die Vorproduktion für die Show. Werbung, Werbung, Werbung.

 

Was haben wir erfahren? Bands und die Leipziger Musikszene wollen überzeugt werden, dass der GROSSE PREIS eine Bedeutung. Das haben wir hoffentlich zeigen können, die PreisträgerInnen haben den Abend und die Ehre genossen und die Resonanz in den Leipziger Medien war so groß, dass alle involvierten Bands und KünstlerInnen diese Aufmerksamkeit gespürt haben.

emily's giantZur Bildergalerie auf das Foto klicken, bitte!  © K. Nauber

 

Auch das Kulturamt wollte Fakten sehen. Wozu 5000 Euro ausreichen, wenn das Ergebnis so ernüchternd ausfällt wie 2014?  Der 15. Januar hat auch dort Vertrauen wieder hergestellt. Wir haben die Fördermittel für 2016 wie beantragt zugesichert bekommen. Auch das motiviert!

Ganz klar hat sich wieder gezeigt, dass wir ohne die Unterstützung von so vielen Machern aus Leipzig keine Chance haben, dem GROSSEN PREIS Relevanz zu verleihen. Danke noch einmal an alle, die mitgedacht, mitgetan, mitgehofft und mitgefiebert haben. Wenn da draußen jemand sein sollte, der mit ins Boot möchte, dann möge er oder sie sich herzlich eingeladen fühlen!

Der Abend in der Halle D zeigte auch: das Publikum will gewonnen werden. Die meisten verbinden mit dem Gala- bzw. Showformat, wie wir es zelebrieren, keine Erinnerung mehr. Die großen Moderatoren, der Samstag-Abend vor dem TV, die MTV-Ära, das alles ist für alle unter 30 weit weg. Keine Sentimentalität, keine Emotion, die als Projektionsfläche taugen könnten und mit denen wir ironisch spielen wollten. Moderator Raschid D. Sigdi schmiss nach der ersten halben Stunde sein Konzept in die Kulissen und improvisierte sich durch die Gala. Das kann er, zum Glück.
Ganz ehrlich, auch mir ging ganz kräftig die Düse. Entsprechend groß war der Stein, der mir vom Herzen fiel, als wir sahen: Das Publikum bleibt am Ball! Es amüsiert sich! Es freut sich auf den nächsten Einspieler! Es tanzt, applaudiert, geht auf die Moderation ein!
Nach drei Stunden, die dann doch wie im Fluge vergingen (kaum jemand verließ während der Show die Halle, das beeindruckte mich am meisten!), ist da das Gefühl: Es hat funktioniert! Die Leute haben es verstanden! Der Zuspruch und das Schulterklopfen von allen Seiten tun ihr übriges

Das Endorphin ist verflogen. Jetzt sind wieder die MusikerInnen, Juroren, Veranstalter am Zuge. Die nächsten Preisträger werden im Dezember 2016 geehrt werden (der Januartermin ist aus förderrechtlichen Gründen leider nicht wiederholbar). Wir hoffen auf einen ebenso aufregenden Jahrgang wie 2015.

 

 

/ Autor: torstenreitler

Endorphin, Haltung und T-Shirts.

Das 10. Gastrophonische Neujahrssingen ist Geschichte, die Moritzbastei war als „Die Ärzte“ mit am Start und der ganze Saal so: „Arschloch!“

Am 9. Januar ging im Haus Leipzig das 10. Neujahrssingen der Leipziger Gastro- und Medienvertreter über die Bühne. Die Entscheidung, welchen Song wir in diesem Jahr singen, fiel sehr, sehr spät. Am Ende fiel die Wahl auf „Schrei nach Liebe“, obwohl auch andere sehr tolle Ideen im Raum standen. Ein bisschen unsicher waren wir schon, ob die Nummer nicht zu ausgelutscht wäre und vielleicht auch ein bisschen von der Aktualität eingeholt. Schließlich sind es ja nicht mehr unbedingt Naziskins, die Jagd auf alles machen, was sie nicht in ihr Weltbild gepresst kriegen. Was früher als „rechter Rand“ begriffen wurde, hat sich europaweit in die Mitte der Gesellschaft gefressen, und verschanzt sich hinter „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“.

Als uns dann aber der Jubel entgegentoste und der ganze Saal ein von Herzen kommendes „Arschloch!“ entgegenschmetterte, war klar: Richtige Entscheidung!

Nach dem Auftritt gab es viel Schulterklopfen und Zustimmung und auch  „Das musste einfach mal raus!“ Gern geschehen!
Das zweitmeiste Schulterklopfen gab es für das „Motörhead“-Shirt (Danke an Dirk!). Mein Lieblings-Nicki trug allerdings unser neuer Koch, auf dessen Brust und Rücken das „Loikämie“-Bandlogo prangte mit der Unterschrift: „100% Antifaschist. 100% Antirassist“. Sehr gut!

Für die Zugabe hatten wir uns eine kleine textliche Aktualisierung ausgedacht, die wir hier gerne noch einmal wiedergeben:

„Dein Aluhut ist nur ein stummer Schrei nach Liebe
Dein Legida-Transparent sehnt sich nach Zärtlichkeit
Mit dir kann man nicht auf Facebook diskutieren
Und die Lügenpresse, die hat niemals für dich Zeit – „

Und dann alle so: _ _ _

Vielen Dank an Die Ärzte für die Steilvorlage, vielen Dank an die Organisatoren, die Paratox-Band, die tollen Leipziger Gastronomen und das Publikum, das uns für diesen Abend die Hoffnung erhalten hat, dass die Mitte der Gesellschaft in Leipzig noch nicht aufgegeben hat.

/ Autor: torstenreitler

Linkes Mittelfeld, seit 1974

rotersternSeit der Saison 2007/08 Jahren ist die Moritzbastei  Trikotsponsor der E1-Jugend des Roten Stern Leipzig. Am Wochenende war das letzte Spiel der Hinrunde, und aktuell stehen „unsere“ Jungs mit 12 Punkten und einem super Torverhältnis von 38:34 auf Platz 8 der Tabelle.
Das ist ein starkes Ergebnis, die Zielvorgabe für die Saison war, nach dem Aufstieg mit komplett neuem Team die Klasse zu halten. Jungs, wir sind stolz auf euch!

In den mittlerweile 7 Jahren haben auch mehrere Kinder unserer Mitarbeiter in diversen Teams bei den Sternen gespielt, von der 1. Herren-Auswahl bis zu den Bambinis. Im Moment sind es drei Kids, die in den Jugendmannschaften kicken. Natürlich haben wir auch bei der Finanzierung des neuen Sozialtraktes am Goethesteig mitgeholfen und bei der Planung des Crowdfundings 2014 unsere Unterstützung einfließen lassen.

Wenn ich am Spielfeldrand der E1-Jugend stehe, sind Adrenalin- und Endorphinrausch vorprogrammiert. Kein Vergleich zum Stadionbesuch bei den Profis. Am Sonntag ging es gegen Markranstädt, die Sterne drückend überlegen, unglücklich im Rückstand, dreißig Minuten anrennen und nach gefühlt 300 versiebten Torchancen endlich kurz vor Schluss der Ausgleich… ich kann euch sagen, da schnellt schon beim Aufschreiben der Puls wieder auf 180. Sport ist halt nur theoretisch gesund, das macht ja den Reiz aus.

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/ Autor: torstenreitler

Bloggerkrisen

Der letzte Beitrag auf dem basteiblog ist vom 24. Oktober. Eine lange Zeit. Wie so viele Blogs steht auch der Basteiblog manchmal still, aus verschiedenen Gründen. Diesmal war es mal wieder eine Sinnkrise. Warum, wieso, weshalb und vor allen Dingen: Wie weiter? Wir machen das hier schließlich schon seit dem 9. Juni 2006, da ist so eine kleine midlife crisis  ab un an doch wohl gestattet, oder?

Antworten habe ich noch nicht gefunden, im Laufe der Woche melde ich mich wieder und dann teile ich mit euch ein paar Fragen, die ich mir seit geraumer Zeit stelle. Vielleicht kann mir ja dann auch jemand von euch mit ein paar Ideen helfen dabei, das Basteiblog am Leben zu halten.

Schaun (nicht das Schaf!) wir mal.

/ Autor: torstenreitler

Geld und mehr

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Seit Ende September läuft unsere Aktion 1+1. Wir hatten euch um Spenden gebeten mit dem Versprechen, jeden gespendeten Euro zu verdoppeln. Zeit für eine Bilanz und einen Ausblick.

Zuerst die nackten Zahlen. Bis gestern habt ihr 640 Euro gespendet. Wir haben den gleichen Betrag noch einmal obendrauf gepackt, so dass 1280 Euro für die Flüchtlingshilfe zusammengekommen sind. Da können wir einfach mal nur: DANKE sagen!

Was ist mit dem Geld passiert? In der ersten Sammelwoche haben wir dafür Äpfel, Tomaten und Milch gekauft, in der zweiten Woche Babynahrung und wieder Milch.

Mit dem Geld, welches in den vergangenen zehn Tagen gespendet haben, haben wir etwas spezielles vor. Wir werden in unserer MB-Küche Fladenbrote mit Hummus und Rote-Linsen-Mus zu kleinen leckeren Sandwichs verarbeiten und diese dann als Snack zwischendurch in die Grube-Halle bringen. Die Betonung liegt auf „Snack“ und „zwischendurch“ – die Grundversorgung der Flüchtlinge ist gesichert, das ist durch die Johanniter alles nach besten Kräften organisiert.

Die Aktion wird noch bis zum 31. Oktober fortgesetzt. Wir hoffen, dass mindestens noch einmal so viel Geld zusammenkommt. Fest eingeplant sind 300 Euro, die Ende September während der Theaterperformance „100Orte – Heute sind da Häuser“ unter den Teilnehmern gesammelt worden waren. Und am Donnerstag gab es zum Beispiel noch diese tolle Aktion von Michael Krebs.

Danach werden wir in Abstimmung mit dem Flüchtlingsrat schauen, wie wir weiter unsere Hilfe bei der Integration der Geflohenen einbringen können. Wir halten euch auf dem Laufenden.

/ Autor: torstenreitler

Das sind Leipzigs Bands des Jahres 2015

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In alphabetischer Reihenfolge: Emily’s Giant, Lot, Micronaut, Tafka Tamura. Tusch!

Wir gratulieren und freuen uns auf die Gala DER GROSSE PREIS – Leipzigs Bands des Jahres am 15. Januar 2016 in der Halle D des WERK 2. Live werden Emily’s Giant, Lot, Tafka Tamura und als special guest SAFI auftreten. Dazu erwarten wir noch einen Überraschungsgast. Ein sehr, sehr guter Jahrgang!

Moderieren wird die Gala Raschid D. Sigdi , der euch von Schwarzkaffee und der TheaterTurbine bekannt sein dürfte.

Es gehen nur 150 Tickets in den freien Verkauf, also sichert euch eine Karte für diesen einmaligen Abend! Der Vorverkauf läuft über WERK2, Moritzbastei und tixforgigs.com.

 

/ Autor: torstenreitler

Glückwunsch, Emily’s Giant!

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So sieht das offizielle Endergebnis des Onlinevotings aus. Der Grosse Preis des Publikums geht damit an Emily’s Giant! Tusch!

Die drei Preisträger der Jury werden am 15. Januar 2016 zur Gala DER GROSSE PREIS bekannt gegeben. Fest steht jetzt schon ein tolles Line-Up für den Abend, zu dem dann auch die Publikumslieblinge von Emily’s Giant gehören werden.

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Wir freuen uns für die Preisträger, danken allen Teilnehmern am Voting und allen, die für das Voting die Trommel gerührt haben. June Coco, 2ersitz und Orph drücken wir ganz fest und erklären sie rundweg zu Siegern der Herzen. Auch hier gilt der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles! (Und wer sich in zehn Jahren noch daran erinnern kann, ist nicht dabei gewesen).

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis: Die Kandidaten (4/4)

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Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, zum Abschluss beantworten ORPH unsere Fragen.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt?
Das ist ein bisschen wie die große Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest in Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ :) Aber es steckt schon ein verrückter Plan dahinter, so viel sei verraten.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Der große Anspruch ist immer etwas, das wie ein Puls aus dem Herzen strömt – die Liebe zur Musik. Um vielleicht noch mal auf die erste Antwort zurückzugreifen, es gibt bei Verträgen mit der Musikindustrie oft die wundervolle Klausel „Vertragsgebiet ist die Welt und das Universum.“ Das ist doch mal ein Ziel :)

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig?
Ganz fantastisch, Leipzig ist herrlich bunt in der gesamten Kunst- und Kulturszene. Das war besonders spürbar, als ich vor zwei Jahren meinen Wohnsitz von Weimar nach Leipzig verlegt habe. Es ist bis heute nichts davon verloren gegangen. Weiter so!

Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Was besonders gefällt ist, dass es hier viele Künstler gibt, die ihr Schaffen wenig marktwirtschaftlich betrachten. Das ist eine sehr tolle Bewegung, die ich unbedingt liebenswert finde. Schwierigkeiten hatten wir bisher tatsächlich keine, und dabei soll es auch, wenn’s nach uns geht, bleiben.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Das kann man gar nicht so sehr auf einen bestimmten Ort oder auf Leipzig beziehen. Betrachten wir Orph wie ein Radio, die Musik soll in alle Ohren wandern, die sie hören mögen, auch wenn diese vielleicht gerade am nördlichsten Breitenkreis frieren. Und im Moment senden wir aus Leipzig.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Erstmal noch ein paar Konzerte in diesem Jahr. Da freue ich mich besonders drauf und dann im nächsten Jahr natürlich das neue Album FAO TAO und ein ganz spannendes Projekt, von dem man bald mehr erfahren wird.

Orph „Black Sunday Romance“ (Official Video) from Orph on Vimeo.