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/ Autor: torstenreitler

Dürfen wir vorstellen: Die Moritzbastei!

Irgendwie kennt sie jeder, zumindest vom Namen her und als „größter Studentenklub Europas“. Die über 450-jährge Geschichte der Moritzbastei hat aber noch viel mehr zu bieten. Die Führung durch die Gewölbe garantiert so manches Aha-Erlebnis.

Seit 1993 ist die Stiftung Moritzbastei verantwortlich für den Erhalt des Kulturdenkmals Moritzbastei. In ihrem Auftrag wird die ehemalige Festungsanlage als Veranstaltungszentrum betrieben. Um die wechselvolle Geschichte der Bastei und ihre Bedeutung für die Stadt zu vermitteln, bietet die Stiftung seit 2017 regelmäßige Führungen an.

Jeden Freitag und Samstag starten die Führungen zwischen 11 und 16 Uhr zu jeder vollen Stunde am Ticket- und Infobüro der Moritzbastei (mehr dazu auf stiftungmoritzbastei.de). Neben einer Tour durch die Gewölbe erfährt man alles über die ursprüngliche Bedeutung, die Zeit der Bürgerschule, über den Wiederaufbau durch Studenten in den 1970er Jahren und die heutige Nutzung der MB.

Gruppen und Schulklassen können auf Anfrage auch Führungen zu anderen Terminen vereinbaren. Die Kontaktdaten finden sich auf der Homepage der Stiftung Moritzbastei.

/ Autor: torstenreitler

Betriebsjubiläum

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Es ist mehr oder weniger eine Formalie, aber eine für die Moritzbastei eine sehr bedeutsame. Seit nunmehr 20 Jahren wird die Bastei durch eine GmbH bewirtschaftet, die Moritzbastei Betriebs GmbH nämlich. Mit ca. 30 fest angestellten und über 100 studentischen Teilzeitmitarbeitern gehören wir zu den „Mittelständlern“, die ja bekanntlich Basis und Rückrat der deutschen Wirtschaft sein sollen. Unter den Leipziger (soziokulturellen) Kulturzentren, die fast ausschließlich von Vereinen betrieben werden und ohne öffentliche Subventionen nicht arbeiten könnten, nehmen wir damit eine Sonderrolle ein. Wir sind mit unserem Dasein als quasi privatwirtschaftliches Unternehmen mit Stiftungsauftrag ziemlich zufrieden; nicht zuletzt, weil es für uns ein Erfolgsmodell ist.

Die Entstehungsgeschichte der GmbH in den „wilden“ 1990er Jahren Peter Kunz und Susan Morgner in ihrem Buch „Die Moritzbastei in Leipzig“ beschrieben, wir zitieren hier mit freundlicher Genehmigung: Read More

/ Autor: torstenreitler

Spendest Du mir…

…spende ich Dir. Oder, um es mit biblischem Worte zu sagen: Wer gibt, dem wird gegeben werden. Möglich ist immerhin alles.

Das jedenfalls scheint sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gedacht haben. Die hat der Moritzbastei nämlich einen Brief geschrieben. Mit warmen Worten erzählt sie uns, dass sich in Gotteshäusern Himmel und Erde berühren und dass viele jahrhundertealte Sakralbauten vom Verfall bedroht sind. Stolz verweist man dann auf 1500 Kirchen und Klöster, welche die Stiftung bereits „retten und mit neuem Leben erfüllen“ konnte.

Zum Schluß dann das, was bei solchen Briefen kommen muss: „Trotz der stolzen Förderbilanz kann unsere Stiftung in zu vielen Fällen nicht die erforderliche finanzielle Hilfe erbringen. Bitte unterstützen auch Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende, damit wir noch viele Herbergen des Glaubens bewahren können.“

Die Moritzbastei ist ein tolles, altes Haus, das hin und wieder mal ein bisschen Zuwendung nötig hat. Aber das muss die Stiftung Denkmalschutz ja nicht wissen.

Tut uns leid, bei uns berühren sich gerade Himmel und Erde in Form von Wasser, das vom Himmel durch unser Dach fällt. Auch wir müssen unsere Herberge gerade ein bisschen retten, damir wir sie auch morgen noch mit Leben erfüllen können. Und nicht nur mit Regenwasser.

Insofern können wir die Kollegen Sakralbauten gerade nicht so recht unterstützen. Es sei denn, die Kirchen spenden für die Moritzbastei. Dann könnte man einen schönen Spendenkreis eröffnen…