Alle Artikel mit dem Schlagwort “LVZ

/ Autor: torstenreitler

Still got the blues.

Wer heute in der Leipziger Volkszeitung die Szene-Seite gelesen hat, der konnte einen tiefen Atemzug MB-Geschichte einatmen. Unter der Überschrift „Und jährlich grüßt das Murmeltier“ wurden Veranstaltungen vorgestellt, die traditionell im Dezember auf den Leipziger Bühnen stattfinden. Drei der vier vorgestellten Weihnachtsinstitutionen veranstaltet die Moritzbastei, und die älteste davon ist das Konzert mit Engerlin am Freitag vor Weihnachten. Es findet seit 1983 statt.

Aus diesem Jahr 1983 gibt es ein Musikvideo von Engerling, als sie ihren ersten Hit „Mama Wilson“ im DDR-Fernsehen aufführten. Die Sendung hieß „Stop! Rock“ und was so etwas wie der „BeatClub“ des Arbeiter- und Bauernstaates. Um so erstaunlicher, dass sich das Video nur an einer Stelle des Internets findet: auf der Seite von VIVA.tv!

Auch sehr schön ist die Dokumentation „Blueser in der DDR“, die in rauschenden Schwarzweißbildern aus dem Engerling-Proberaum erzählt:

Als wir vor zwei Jahren unseren Backstage renovierten, haben wir einige der alten Inschriften an der Wand nicht übermalt. Natürlich gehören die jährlichen Eintragungen der Engerling-Konzerte zum erhaltenswerten Moritzbastei-Kulturgut!

In diesem Jahr spielen Engerling am 21. Dezember (klar, am Freitag vor Weihnachten). Als special guest dürfen sich alle Fans auf Shir-Ran Yinon freuen. Die international bekannte Violonistin und Sängerin stand schon mit vielen anderen Rockbands auf der Bühne (u.a. mit New Model Army) und auch bei Engerling war sie schon desöfteren als Gast dabei.

 

 

 

/ Autor: torstenreitler

Leistungsbereit wischen Konsum und Kontrolle

Die Gesellschaft verändert sich, die Umbrüche des digitalen Zeitalters werden auch in der Kulturszene spürbar. Wir haben drei Lese- und Hörempfehlungen zum Thema für euch.

Leipzig feiert sein 1000-jähriges. Glückwunsch, weiter so. Glaubt man der LVZ aktuellen Stimmung in der Stadt, kann sich Leipzig auch auf eine rosige Zukunft freuen. Weil immer mehr Menschen daran glauben, dass in Leipzig noch etwas möglich ist. Wachstum, nicht nur, aber auch bei den Immobilienpreisen.

Selbst Stanislaw Tillich ist begeistert und bezeichnet Leipzig als Modellstadt. Es sagt eben auch etwas über die aktuellen Entwicklungen in der Stadt, wenn ein, nein der Vertreter der sächsischen Verhältnisse, unser CDU-Landesvater,  die Stadt derartig lobt: „In der Stadt trifft das zusammen, was mir als Bild von Sachsen vorschwebt. Leistungsbereite Menschen, die Mut haben,etwas Neues auszuprobieren, innovative Unternehmen, eine gute Hochschul- und eine reiche Kulturlandschaft. Das ist die Mischung, die Leipzig ausmacht.“? (LVZ, 29.5. 2015). 

In Sachen Kultur halten wir Augen und Ohren offen. Den „Mut, etwas Neues auszuprobieren“, spürt man überall. Am meisten dort, wo es um Geld geht. Egal, ob staatliche Kultursubventionen, Ticketmarketing, Festivals oder die Clubszene – überall geht es darum, wirtschaftliche Effizienz als obersten Maßstab für Erfolg anzulegen und wahlweise Geld zu sparen oder zu verdienen.

Wie die Zukunft der Kultur aussehen soll? Jens Balzer von der Berliner Zeitung befürchtet die Vollendung von „Konsum und Kontrolle“, Konzertveranstalter und Publizist Berthold Seliger mahnt an, dass Kunst eine Haltung verkörpern sollte und bei Radio Mephisto haben vergangene Woche Vertreter der Leipziger Club- und Labelszene über den Stand der Dinge in Leipzig diskutiert.

/ Autor: torstenreitler

Was erleben? Nichts verpassen!

Vorausbemerkung: Der Artikel ist versehentlich* unter dem Titel „Romy aus der LVZ und die Musiknutzung“ am 30.4. 2015 hier erschienen.

Leipzig ist seit gut einem Jahr nicht mehr Hypezig. Die Hoffnung auf eine Renaissance der Stadt nach deprimierenden zwanzig Jahren Nachwendezeit hat sich erfüllt. Blühende Kulturlandschaften, wohin das Auge blickt. Die Wiedergeburt hat nun eine neu Hoffnung geboren. Nämlich die, daraus Kapital zu schlagen. Wegen dieses Phänomens hat unsere Gesellschaft ihren Namen, also wozu darüber Worte verlieren?

Vor knapp zwei Jahren hatten ich hier in einem Beitrag gemutmaßt Read More

/ Autor: torstenreitler

Bitte jubeln Sie jetzt!

1974aufbau

Am Sonntag ist es soweit: der Tag des 1. Spatenstichs zum Wiederaufbau der Moritzbastei jährt sich zum 40. Male. Auf dem Bild oben ist ein Arbeitseinsatz von Journalistik-Studenten im Sommer 1974 zu sehen, in der Mitte glaubt sich Jochen Wisotzki wiedererkannt zu haben. Jochen besuchte uns heute, weil ein Fernsehteam einen Beitrag über unser Jubiläum erstellen wollte und in als Zeitzeugen interviewte. Er war nämlich nicht nur beim ersten Spatenstich dabei, sondern am Tag darauf einer der drei (!) Studenten, die auch zum zweiten Arbeitseinsatz an der Bastei erschienen.

Zu sehen wird der Beitrag sein im MDR Sachsenspiegel (Sonntag, 19:00 Uhr) und um 16.15 Uhr soll unsere Bastei sogar Thema in der Tagesschau sein. Wer also noch nichts zu tun hat, der schalte ein (später gibt es die Beiträge sicher noch in den Mediatheken).

Bei der Gelegenheit erinnern wir gerne noch einmal an den Beitrag, den Spiegel online 2009 zum 35. Jubliäum veröffentlichte. In der Leipziger Volkszeitung erscheint im Moment wöchentlich ein Beitrag zur Geschichte der Moritzbastei, in einer gemeinsamen Aktion suchen wir noch Erinnerungen, Fotos, Filme aus der Geschichte der MB. Wer also noch etwas auf dem Dachboden schlummern hat, der wende sich an uns oder an die Emailadresse aktion@lvz.de.
Im Rahmen dieser Aktion hat sich bei uns vergangene Woche ein ehemaliger Architekturstudent gemeldet, der 1968 seine Diplomarbeit an der Bauhochschule in Weimar eingereicht hat zum Thema: Neugestaltung der Moritzbastei als HO-Gaststätte. Die Entwürfe sind großartige Zeitzeugnisse, wir werden sie auf jeden Fall hier noch genauer vorstellen.

Stoßt also gerne am Sonntag auf uns an. Die Party steigt dann am 2. Oktober, notiert euch schon einmal den Termin für das Fest der Feste.

/ Autor: torstenreitler

Geschichten erzählen, die noch keiner weiß…

Bei wem ertönt beim Lesen der Überschrift diese Melodie, mit der das DDR-Kinderfernsehen das Sandmännchen die Welt erklären ließ? Es dürften vor allen Dingen diejenigen sein, die in etwa so alt wie die Moritzbastei sind. Oder älter.

Kein Grund für die Backfische, gleich weiter zu klicken! Im Gegenteil, zerrt eure Eltern, Tanten, Schwiegerschwippmütter vor den Bildschirm und fragt sie, was sie so in ihrer Jugendzeit getrieben haben! Ihr wisst ja, früher war alles besser, also müssen die Partys der Studenten von damals doch so gewesen sein, dass sie den Komasäufern von heute die Schamesröte ins Gesicht treiben. Oder so ähnlich.

Jedenfalls interessieren wir uns brennend für die Geschichten aus 40 Jahren Moritzbastei, die bisher noch nicht erzählt worden sind. Wer hat Bilder, Anekdoten, Ungewöhnliches oder Überraschendes in oder mit der Moritzbastei erlebt? Wer hat tolle Fotos, Super-8-Filme oder Geschichten, die im Gedächtnis oder dem berühmten Schuhkarton auf dem Dachboden schlummern, die aber unbedingt gezeigt und erzählt werden müssen?

In einer Kooperation mit der LVZ wollen wir die schönsten und spannendsten Erinnerungen sammeln. In der heutigen Ausgabe (20. Februar 2014) könnt ihr den dazugehörigen Aufruf finden:

LVZ40Jahre

Lasst uns an euren Erinnerungen an die Moritzbastei teilhaben: Schickt uns eure Anekdoten, Filme oder Bilder. Gerne kann es sich dabei auch um Geschichten aus der Zeit der Moritzbastei vor dem ersten Spatenstich am 30. März 1974 handeln.
Alle, die etwas einreichen möchten, können das entweder bei der LVZ unter aktion@lvz.de oder bei uns unter info@moritzbastei.de

Präsentiert werden die Ergebnisse beim „Fest der Feste“ am 2. Oktober 2014.

Wie freuen uns auf viele neue, interessante Geschichten und Bilder!

/ Autor: torstenreitler

Dienstagspresseschau

Eine außerplanmäßige Linkschau, aber sie lohnt sich!

Zuerst ein Bericht über die diesjährige Austragung der Moritzbastei-Fahrradrallye. Immerhin schon im XXVII. Jahr, die Lady!

Die Leipziger Internetzeitung kündigt unsere Ausstellungseröffnung am Donnerstag an, die sich dem 100. Geburtstag der Insel-Bücherei widmet.

Eher unter die Rubrik „Bedenkliches“ fällt die Aufnahme unserer Backstage in diesen Blog. Wir weisen aber trotzdem darauf hin, dass wir wenn nicht schon die längsten, wohl aber die meisten haben. 😉

LVZ-online berichtet noch einmal vom Einsendeschluss zum „Großen Preis 2012 – Leipzig sucht die Band des Jahres„. In der letzten Woche hat sich die Zahl der Einsendungen fast verdreifacht. Auch wenn nicht alle der insgesamt 81 Einsendungen in die Wertung gehen können, weil Hamburg, Dresden und Oebersfelde-Werflingen nun mal nie und nimmer Leipzig sind.

Und wer wissen will, wer sich warum am 11. März 1861 im Direktorenzimmer der 1. Bürgerschule auf der Moritzbastei getroffen hat, der kann das auf den Seiten der Stadt Leipzig nachlesen. Die dazugehörige Ausstellung der Geographischen Gesellschaft kann noch bis zum 31. Juli in der Volkshochschule in der Löhrstraße besucht werden.

Zum Abschluss ein Video vom letzten „Durstigen Pegasus„, der immerhin schon seit 1974 durch die Gewölbe der Moritzbastei schwebt (nicht vergessen – in zwei Jahren wird unser literarisches Flugpferd 40!). Es liest Jens-Paul Wollenberg.