Alle Artikel mit dem Schlagwort “Kultur

/ Autor: torstenreitler

Kultur mit Bestimmung. Und zum Frühbucherpreis.

kulturstandortbestimmung

Die Stadt Leipzig bereitet ihren neuen Kulturentwicklungsplan vor. Diesmal soll die Freie Szene bei der Formulierung mit einbezogen werden, und die größte Gelegenheit dazu bieten vom 23.-25. September der Kongress (und das zugehörige Festival) „Kultur.Standort.Bestimmung„. In Diskussionen und Workshops sollen mit Kulturmachern, Politikern und Experten der aktuelle Zustand freier Kulturarbeit umrissen, Potentiale und Risiken aufgezeigt werden. Die Ergebnisse des Kongresses fließen direkt in die Kulturentwicklungsplanung der Stadt Leipzig ein. Das ist eine wunderbare Chance, die sich kein interessierter entgehen lassen sollte. Bis zum 31.8.2015 gilt noch der Frühbucherpreis von 50 Euro, danach wird der Teilnehmerbetrag 70 Euro betragen.

Hier die wichtigen Links:
Anmeldeformular
(Bitte ausgefüllt und unterschrieben per Email an anmeldung@kultur-standort-bestimmung.de senden)

Download Programmheft (PDF)

Download Anmeldeinformationen (PDF)

Auf der Facebook-Seite des Kongresses gibt es laufende Infos. Dort gibt es auch Informationen zum parallel stattfindenden Kulturfestival gleichen Namens.

/ Autor: torstenreitler

Es ist Kultur, aber. (Pt.1)

„Die Moritzbastei Betriebs GmbH  schafft durch solides Wirtschaften die Voraussetzung, den Stiftungszweck der Stiftung Moritzbastei zu erfüllen. Zweck der Stiftung ist die Erhaltung der Moritzbastei als historisches Bauwerk und als Forum kultureller Begegnung im studentischen und akademischen Leben von Leipzig.“

Das ist in zwei Sätzen unsere Daseinsberechtigung und unser Unternehmenszweck. Wir machen Geld zu Kultur.

Deshalb gilt allem unser Interesse, was im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Kunst und Kultur passiert. In loser Folge geben wir euch hier Gedankenfutter und unseren Senf dazu. Heute:  Mitarbeitereigentum, Metalurlaub, Konsumterror.

Die New York Times berichtet, dass die Angestellten der Firma Moog zu 49% Mitinhaber des Unternehmen sind. Interessant deshalb, weil Moog zu den Synthesizern gehört, die seit den 1960 den Sound aller Spielarten elektronischer Musik mitbestimmen. Und weil es interessant zu beobachten sein wird, was so ein Umstand mit Angestellten macht. Taugt Moog als Beispiel für eine soziale Utopie? Sind Angestellte am Ende die besseren Kapitalisten? Oder ist das alles ziemlich unspektakulär, wie der SPIEGEL demonstriert?

Heavy-Metal-Fans mögen (für manche) furchterregend aussehen. In Wirklichkeit sind es aber zahme Kätzchen, denen nichts ferner liegt, als Bürger zu erschrecken. Bürger sind sie schließlich selbst, und die müssen sich auch mal erholen. Zum Beispiel auf Kreuzfahrt. Oder im Skiresort.
Die Süddeutsche zitiert Wacken-Chefverkäufer Charly Hübner, man mache „ein Angebot wie jeder andere Dienstleister auch. Und jeder kann sich dafür oder dagegen entscheiden, ganz einfach.“
Die Zukunft des Rock’n’Roll ist ein Seniorenresort.

Zuletzt ein Video aus Leipzig, bei dem schon der Ort des Geschehens wie die Faust auf’s kulturkritische Auge passt: HIT-Markt. Man darf darüber diskutieren, ob und unter welchen Umständen die Teilenteignung eines Konsumtempels ein revolutionärer Akt sein kann und warum so etwas nie nach einem Straight-Edge-Konzert passiert, sondern immer nach einem HOLI-Festival mit Alkohol, Drogen und sexuellen Missverständnissen. Die Idioten sind übrigens immer die anderen.

 

/ Autor: josephine

Schillernder Gast.

Publikum zum Sommerkabarett in der Moritzbastei

Dass unser Gemäuer hin und wieder von eher ungewöhnlichen Gästen heimgesucht wird, haben wir hier im Blog ja schon öfters thematisiert.
Gestern Abend konnte ich jedoch Beweisfotos knipsen, dass nicht nur unsere Hausamsel (wo ist die eigentlich dieses Jahr?!) kulturell interessiert ist, sondern sich auch hin und wieder noch schillerndere Gäste zum Sommerkabarett in unseren Innenhof verirren.
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/ Autor: torstenreitler

Post. Theater. Musik.

Berthold Seliger ist als Konzertagent eine Ausnahme. Nicht nur der Künstler wegen, die er vertritt.
Der Mann hat nicht nur einen eigenen Geschmack, sondern auch eine eigene Meinung. Die er gerne auch vertritt, zum Beispiel in seinem monatlichen Newsletter. Darin kündigt er zum einen die aktuellen Tourneen seiner Künstler an. Zum anderen schreibt er, in die Kulturwüste D rufend, sich von der Leber, was darauf so herumdrückt.

Eine Passage aus seinem Mainewsletter sei hier zitiert, weil sie irgendwie auch etwas mit Leipzig zu tun hat:

„Viele Kultureinrichtungen werden vom Land Berlin hoch subventioniert. An der Spitze der staatlichen Subventionen Read More

/ Autor: torstenreitler

Statt Theater

Unter diesem Motto fand gestern eine Diskussionsrunde im Rahmen von Leipzig PopUp! im Absturz statt. Es ging um das Konzertprogramm im Centraltheater, das in den letzten Monaten unter den Leipziger Konzertveranstaltungen für einige Irritationen gesorgt hatte. Neben dem Musikkurator des Centraltheaters, Christoph Gurk, Roland Bergner (Booker Werk II), Michael Kölsch (Grüne, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Leipzig) und Thomas Irmer (Theaterjournalist für 3sat u.a.) durfte ich als Vertreter der Initiative Leipzig plus Kultur meinen Senf abliefern.

Was ging, erfahrt ihr auf der nächsten Seite. Read More