Alle Artikel mit dem Schlagwort “Karl die Grosse

/ Autor: torstenreitler

Kirschen für einen langen Sommer

„ich wünsch dir alle tage das dein licht hell brennt
und einen der dich auffängt wenn du fällst
im sommer einen baum der voller kirschen hängt
und einen den du liebst in dieser welt“
Nils Koppruch, „Kirschen“

Der Sommer ist schon lange da und er bleibt wohl noch eine Weile. Nils Koppruch weilt schon viel zu lange nicht mehr unter uns, seine Lieder halten seinen Platz auf dieser Welt aber zuverlässig besetzt.

Zu seinem 5. Todestag am 10. Oktober 2017 trafen sich Ralph Schüller mit seiner Band und als singende Gäste Wencke Wollny (Karl die Große), Daniel Dexter (Der elegante Rest, Schrödingers Katze), Friedrich Pohl (Las Mañanitas) und Torsten Reitler (Reitler), um einen Abend lang mit Liedern von Nils Koppruch und eigenen Stücken das Werk dieses großen Songschreibers gebührend zu würdigen.

Wer dabei war, hatte hinterher feuchte und glänzende Augen, egal ob auf oder vor der Bühne. Das Konzert wurde mitgeschnitten, und beim Durchsehen stellte sich heraus, dass das Material fürs Archiv viel zu schade ist. Die Bearbeitung hat ein wenig Zeit gebraucht, aber jetzt wollen wir die Songs und Videos mit euch teilen.  Wir hoffen, sie helfen euch durch die Sommerhitze und bringen euch die Lieder von Nils und der am 10. Oktober in der Moritzbastei singenden Künstler neu ans Herz. Und vielleicht ist ja auch die eine oder andere Entdeckung für euch dabei.

Die youtube-Playlist mit allen Videos des Abends findet ihr an dieser Stelle.

/ Autor: torstenreitler

Fixing a hole

Nils Koppruch, Ralph Schüller Band, Joe Kucera, Karl die Große, Reitler, Daniel Dexter, Las MananitasFoto (M): K. Schomburg / Susann Jehnichen

Rückblick:  am 10. Oktober 2017 erinnerten Leipziger und Berliner Musiker an den vor fünf Jahren überraschend verstorbenen Nils Koppruch mit einem Konzert. Die Anregung zu diesem Konzert hatte Benjamin Heine an die Moritzbastei herangetragen, und gemeinsam organisierten wir einen Abend, der die Songs des Hamburger Sängers und Songschreibers unter dem Titel „Loch in der Welt“ feiern sollte. Mit dabei waren Ralph Schüller mit seiner Band (die auch alle anderen Sänger begleitete), Karl die Große, Torsten Reitler, Las-Mananitas-Sänger Friedrich Pohl und Daniel Dexter, der den kurzfristig ausgefallenen Jörg Wolschina von Der Elegante Rest vertrat. Benjamin hat für das Basteiblog einen Text über das Konzert geschrieben,  die Bilder hat Susann Jehnichen aufgenommen.
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/ Autor: torstenreitler

Aufgabe: Der Grosse Preis

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Ambivalente Überschrift? Dann halten wir die Spannung noch eine Zeile lang hoch… 😉

Gestern haben wir uns im Orga-Team zusammengesetzt um zu entscheiden, ob wir den Grossen Preis auch im Jahr 2015 veranstalten wollen. Die erste Meinung war: Nein.

Zur Gala am 5. Dezember waren ca. 120 Menschen in der Halle D, davon hatten knapp fünfzig ihr Ticket bezahlt. Das war eine Ohrfeige für uns und alle, die übers Jahr viel Energie aufgebracht hatten, um diesen Dinosaurier der Leipziger Bandszene am Leben zu erhalten. Mit absoluter Sicherheit hatten Karl die Grosse, A Forest und Lot mehr Publikum verdient, wie auch der Abend insgesamt, der zwei Stunden lang tolle Musik und launiges Entertainment bot. Es sah ganz so aus, als wären wir mit unserer Idee, den Leipziger Bandwettbewerb in ein neues Gewand zu kleiden, gescheitert.

Ich konnte schwer meine Enttäuschung verbergen, als ich am vergangenen Freitag kurz vor 21 Uhr in die Halle D kam und die paar verlorenen Seelen im Zuschauerraum sah. Hatten wir wirklich den „Grossen Preis“ in die Bedeutungslosigkeit geführt, also das vollendet, wofür wir die IG Pop immer kritisiert hatten, die als Veranstalter bis 2007 für Leipzigs Bandwettbewerb verantwortlich waren? Zum Glück blieb dies der absolute Tiefpunkt des Abends, denn sowohl Musiker als auch Moderatoren, Mitwirkende und das doch noch eintreffende Publikum sorgten dafür, dass die Stimmung stetig anstieg und beim Auftritt von A Forest ihren Höhepunkt erreichte. Nach der Gala gab es allerorten Dankesworte und die Versicherung, dass dieses Projekt weitergeführt werden muss. Bestärkung und Trost, die dringend nötig waren…

Diese Bestärkung und das Gefühl, dass der Abend für alle Anwesenden durchaus ein schöner und wichtiger war, brachte uns letztlich vom ersten „Nein“ ab. Wir wollen es noch einmal wissen. Damit die Musiker dieser Stadt, die wunderbare Songs und Tracks schreiben, produzieren und aufführen, Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren. Das Medienecho, das der Preis und die Bands erfahren, sind immer noch erheblich. Unser Job ist es jetzt, den Dreh zu finden, der die Leute bewegt, sich die Bands des Jahres live anzuschauen.

Das ist also die Aufgabe aus der Überschrift. Wir brauchen mehr Unterstützung aus der Leipziger Musik- und Kreativszene, darum haben wir uns bisher zu wenig bemüht. Die Veröffentlichung der Preisträger im Oktober war zu früh, um die Spannung aufrecht zu erhalten und zu spät, um alle Bands für die Gala buchen zu können. Es gibt zu wenige Bewerbungen für das Publikumsvoting, die Bands dieser Stadt wissen entweder nicht um ihre Chance oder sie sind nicht überzeugt von dem, was der Grosse Preis bietet. Nicht zuletzt gibt es noch mehr Möglichkeiten, die Trommel für dieses Projekt zu rühren und Fans und Musikliebhaber bei der Stange zu halten.

Jetzt kommt hier ein dicker Haken an den Jahrgang 2014. Im Januar werden wir wissen, ob wir die beantragten Fördermittel erhalten, ohne die wir den Grossen Preis nicht stemmen könnten. Dann werden wir uns mit allen zusammensetzen, die Lust & Energie auf Leipzigs Bands des Jahres 2015 haben.

Medienecho gibt es unter anderem hier:

Podcast auf heldenstadt.de

Bericht & Bilder auf lvz-online.de

Bildergalerie bei Persona Non Grata

 

/ Autor: torstenreitler

Das sind Leipzigs Bands des Jahres 2014

Es ist soweit – Leipzigs Bands des Jahres 2014 stehen fest! Damit wird der Grosse Preis, Leipzigs traditionsreicher Award für Bands und Musiker, übergeben in die Hände von vier Preisträgern, die nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Und das sind die Gewinner in alphabetischer Reihenfolge, Der Grosse Preis 2014 geht an:

A FOREST

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Die Band veröffentlichte gerade ihr neues Album „Grace“, auf dem sie wieder traumwandlerisch zwischen Indietronics, Kammerpop, Soul und Minimal Techno wandelt. Aber auch durch ihre Aktion „Become a leaf“, durch welche sie die starren Vermarktungsmechanismen des Musikmarkets aufbrechen will, fand bundesweit Beachtung. Was versteht man heute noch unter einer „Band“? Welche Verbindungen gibt es zwischen Musikern und Fans? Und kann man davon leben? A Forest stellen spannende Fragen und spielen aufregende Musik dazu.
https://iamaforest.com/

MALKY

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Leipzig ist anziehend. Malky haben sich vor zwei Jahren entschieden, in diese Stadt zu ziehen, um an ihrem Debütalbum zu arbeiten. Das erschien im Sommer und schlug hohe Wellen. Mit souligem Pop und einer Stimme, die sofort ins Mark geht, eroberten sie Radiostationen und Fanherzen im Sturm. Lange nicht mehr konnte sich ein Projekt aus dieser Stadt so an internationalen Maßstäben messen. Auch wenn ihre Wurzeln in Bulgarien und Ungarn liegen und die Popakademie in Mannheim ihren Weg vorbereitete – Malky sind eine von Leipzigs Bands des Jahres 2014.
https://www.eightydays.de/malky-0

WARM GRAVES

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Treibende Rhytmik, sphärische Sounds und amöbe Songstrukturen sind Markenzeichen von Warm Graves. Im Oktober wollen sie ihr Album „Ships will come“ veröffentlichen, welches sie als Konzeptalbum angelegt haben. Der als Chor aus dem Hintergrund schallende Gesang verleiht dem surrealen Soundkosmos einen hohen Wiedererkennungswert. Von dieser Band wird noch zu hören sein, darüber sind sich nicht nur Kritiker einig.

www.facebook.com/warmgraves

KARL DIE GROSSE (Publikumspreis)

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Diese Band verwirrt nicht nur durch ihren Namen. Auch ihr Mix aus Pop, Jazz und Chanson ist alles andere als gewöhnlich. Diese Unverwechselbarkeit hat ihnen zum bei der Online-Abstimmung verholfen, bei der mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen für Karl die Grosse gezählt wurden. Sie selbst haben kein Problem damit, ihre Musik als kopflastig zu bezeichnen. Im Gegenteil, sie legen wert auf intelligente Texte, die ihre Musik noch mitreißender macht.

www.karldiegrosse.de

Die Preisträger wurden durch eine Jury ermittelt, die aus Machern der hiesigen Musikszene besteht. Knapp 150 Musiker, Labelbetreiber, Konzertveranstalter, Journalisten und Szenkennern wurden um ihre Meinung gefragt, welche Musiker und Projekte sie in den vergangenen zwölf Monaten am meisten beeindruckt haben.

Die Gala zum Grossen Preis wird am 5. Dezember im Werk 2 stattfinden.