Alle Artikel mit dem Schlagwort “Interview

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: LAST CHAPTER

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Zum Abschluss der Vorstellungsrunde lest ihr die Antworten von LAST CHAPTER.

Welche Reaktionen wollt ihr bei den Leuten auslösen, wenn sie eure Musik hören?
Wir wollen, dass das Publikum ebenso, wie der Hörer zu Hause oder im Auto Bock bekommt. Das beschreibt es eigentlich am besten. Dieser „Bock“ beeinflusst die aktuelle Gemütslage (positiv).
Wenn du Last Chapter live hörst, sollst Du Bock bekommen, nach vorn zu kommen und mit uns zu feiern.
Wenn Du Last Chapter beim Sport hörst, schaffst du den Marathon in Bestzeit.
Wenn Du Last Chapter beim Lernen hörst, wird es definitiv eine 1,0
Wenn ihr Last Chapter beim Sex hört, werdet Ihr danach glücklich und verklebt einschlafen.
Mehr Beispiele?

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wir wollen prinzipiell niemandem gerecht werden. Wenn wir ein Album schreiben, dann erstmal so, dass wir musikalisch- künstlerisch 100% dahinter stehen. Dass es den Leuten gefällt (oder bisher immer gefallen hat)- Jackpot!

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Als unendlich und unendlich facettenreich. Wir haben über die letzten Jahre sehr viele gute Leute aus dem den verschiedensten Bereichen der Leipziger Musikszene kennen und schätzen gelernt und es hört nicht auf.
An dem Punkt, an dem Du denkst, du müsstest jetzt eigentlich alle interessanten und coolen Musiker in Leipzig gesehen haben, geht die Tür auf und irgend ein neuer cooler Typ mit neuen Leuten und neuem Input entert die Party. So wird es, vor Allem auch musikalisch, nie langweilig.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?Die Leipziger sind sehr anspruchsvoll, du bekommst kein Publikum, wenn du scheiß Musik machst. Wenn du Dir dann aber deine Base erspielt hast, hast du bei den Heimspielen ein großartiges Publikum.
Schwierig ist es, sich nach längerer Abstinenz zurückzumelden. Das liegt aber einfach an der Fülle von Bands in unserem Sektor.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Auf jeden Fall. Leipzig ist schon immer unsere Base und wird es immer bleiben.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Den großen Preis gewinnen. Dann erst werden wir im Frühjahr 2018 unser nächstes Album aufnehmen.

Für LAST CHAPTER abstimmen könnt ihr auf der Votingseite der Moritzbastei.

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: JODY COOPER

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Als dritter in alphabetischer Reihenfolge antwortet heute JODY COOPER.

Welche Reaktionen willst du bei den Leuten auslösen, wenn sie Deine Musik hören?
Ich möchte, dass die Leute die Musik genießen können, aber auch in den Texten einen tieferen Sinn finden. Viele meiner Songthemen (z.B. Depression, Selbstmord, Abhängigkeit) sollen überraschen aber gleichzeitig für das Publikum zugänglich sein.

Hast du einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem du dich leiten lasst?
Musik sollte etwas Positives sein, eine „Leiter für die Seele“, eine Kraft für Veränderung, etwas, das wir genießen können und das uns gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Wenn ich das mit meiner Musik erreichen kann, bin ich an meinem Ziel.

Wie erlebst du die Musikstadt Leipzig?
Leipzig hat zwei (musikalische) Seiten: die klassische Seite mit ihrer langen und reichen Tradition und Geschichte. Andererseits gibt es die alternative Szene mit Rock- und Punkmusik sowie Elektronik und Jazz. Natürlich gibt es noch viele Facetten dazwischen; alles findet hier seine Nische. Diese bunte Vielfalt macht Leipzig zu einer besonders bunten und interessanten Kulturstadt.

Was gefällt dir an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für dich?
Ich mag, dass die Musikszene relativ klein ist, so dass wir Musiker uns untereinander kennen. Es gibt hier kein so starkes Gefühl der ständigen Konkurrenz. Die größte Herausforderung für mich ist es, eine loyale Fangemeinde aufzubauen und zu erweitern.

Siehst du  eine Perspektive für deine Arbeit in Leipzig?
Auf jeden Fall! In den 4 Jahren, seit ich in Leipzig bin, habe ich mich relativ gut in die hiesige Szene eingelebt und viele Kontakte geknüpft. Besonders mit meiner Covermusik bin ich bereits ziemlich erfolgreich und habe u.a. schon in diversen etablierten Bands gespielt. Jetzt möchte ich mich vor allem auf meine eigene Musik konzentrieren und mich auch damit hier richtig etablieren.

Was sind deine nächsten Ziele?
Ich möchte mit meinem aktuellen Album und meiner eigenen Band in ganz Deutschland sowie Europa auf Tournee gehen und damit vor allem durch Festivals und Support-Slots bekannter werden. Am 01.12. veröffentliche ich außerdem mein erstes professionelles Musik-Video zu einem der Songs auf dem Album.

Für JODY COOPER könnt ihr eure Stimme auf der Votingseite der Moritzbastei abgeben.

Morgen stellen sich  LAST CHAPTER vor.

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: FLYNN

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Dem Alphabet nach folgen heute FLYNN.

Welche Reaktionen wollt ihr bei den Leuten auslösen, wenn sie eure Musik hören?
Mit unserer Musik wollen wir Leute bewegen, körperlich wie auch emotional. Wir
versuchen sie also stets mitziehend und tanzbar zu gestalten. Wenn die Zuhörer aber
einen tiefgreifenderen Blick wagen, so werden sie Texte zum Mitfühlen und -erleben
entdecken.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wir wollen uns vor nichts verschließen: was uns musikalisch gefällt, machen wir. Dabei
schauen wir nicht nur nach Inspirationen in der Popmusik, sondern bedienen uns auch
ohne Scheuklappen an anderen Musikstilen.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Leipzig ist vielfältig, offen und häufig auch musikalisch experimentierfreudig! Nahezu jeder
kann sich hier in der Kunst entfalten, Grenzen gibt es kaum. Trotz wachsender Großstadt
ist es toll, dass hier, gerade in der Musikszene, nahezu jeder jeden kennt. Das erleichtert
es uns, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft/-szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Sehr positiv fällt uns immer wieder die Genre-Vielfalt auf, die jeder Musikliebhaber in einer
der vielen Locations aus- oder erleben kann. Leider ist aber ein abnehmender Trend bei
den kleinen Szene-Clubs und den möglichen Proberäumen vernehmbar, was jungen
Bands teilweise die Grundlage für das Sammeln von Erfahrungen nehmen kann.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Leipzig wird definitiv unser Hauptarbeitsort bleiben, da wir uns nirgendwo anders so ein
hervorragendes Netzwerk an Mitmusikern und talentierten Freunden vorstellen könnten.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Aktuell stecken wir mitten in den Vorbereitungen für die Veröffentlichung unserer EP und
dem Drehen zugehöriger Musikvideos. Außerdem freuen wir uns darauf, das Material
endlich auf möglichst vielen Bühnen präsentieren zu können!

Für FLYNN abstimmen könnt ihr auf der Votingseite der Moritzbastei.

Morgen geht es weiter mit JODY COOPER.

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: FAR OR NEAR

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Dem Alphabet folgend beginnen FAR OR NEAR.

Welche Reaktionen wollt ihr bei den Leuten auslösen, wenn sie eure Musik hören?
Unsere Musik ist für den neugierigen Hörer, der noch etwas entdecken will zwischen heftigem Kopfnicken, sich fallen lassen und Eintauchen.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Nach langem Experimentieren haben wir herausgefunden, dass wir zu dritt sehr gut harmonieren und uns am liebsten von uns selbst leiten lassen. Von Themen, die uns und unsere Mitmenschen betreffen, auch Gefühlswelten in allen Facetten. Dabei ist es uns wichtig, dass die Musik eben genau das transportiert und nicht irgendein „erfolgsversprechendes Produkt“ darstellt.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Wir nehmen Leipzig als ein sehr offenes und pulsierendes Pflaster wahr für jedes Musikgenre, als auch alle anderen Künste.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Wir empfinden es als sehr positiv, dass immer mehr Menschen ihr kreatives Potenzial entdecken und mutige und interessante Projekte aus dem Boden sprießen. Manchmal entsteht der Eindruck, dass diese Vielfalt es einem selbst nicht unbedingt einfach macht. Aber hey – wer will schon „einfach“?!

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Aber klar. Wir fühlen uns hier und in der Szene sehr wohl.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Nach einer intensiven Phase, in der wir unser Debutalbum „Aporia“ im April 2017 veröffentlicht haben, organisieren wir jetzt Konzerte für kommendes Jahr, wir möchten auch Festivals spielen. Außerdem sind wir auf der dringenden Suche nach professioneller Hilfe im Booking-Bereich, um weiterzukommen.

Für FAR OR NEAR abstimmen könnt ihr auf der Votingseite der Moritzbastei.

Morgen geht es weiter mit FLYNN.

/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (4/4): MAFA

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von  MAFA lest ihr heute:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Wir waren früher immer beim Bingo. Dort sind wir aber rausgeflogen, weil einer von uns nicht so ein guter Verlierer war, wie es unserer Weisheit angemessen sein sollte. Wer von uns Beiden das war, ist egal. Wir brauchten etwas anderes. Wir haben den gleichen Vater, aber drei verschiedene Mütter. Von denen spielte die eine Harfe, die andere Triangel bei einer Metal-Band und die dritte ist Rapperin. Unsere Musik ist letztendlich ein gescheiterter Versuch, es allen dreien gleichzeitig recht zu machen.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wenn wir groß sind wollen wir gemeinsam mit Tina Turner im Vorprogramm von Justin Bieber “Cose Della Vita“ singen. Und zwar mit Flirt. So schön ungezwungen wie Eros Ramazotti im Musikvideo.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Artenvielfältig.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Entgegen aller Behauptungen ist Leipzig nicht Berlin und wird dieses in den nächsten 10 Jahren bestimmt nicht als Musik-Hauptstadt ablösen. Aber die Stadt ist im Wandel. Analog zur wirtschaftlichen und deflationären Entwicklung keimen gegenwärtig neue Strukturen in Club-, Konzert- und Labellandschaften auf. Wer dieser Tage gute Musik macht und seine Fäden richtig spinnt, hat die nächsten Jahre gut was zu ernten. Das stand auf einer Toilette in unserer Stammkneipe. Wir wissen natürlich von solchen Dingen nichts.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Wenn, dann in Leipzig.  Die Menschen sind bereit für uns.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Das letzte Album ging echt gut durch die Decke. Wir wissen nicht, was wir mit der vielen Kohle machen sollen. Meistens stecken wir die Erlöse in einen Fonds für junge Millionärssöhne, die sich von ihren Eltern emanzipieren und auf eigenen Beinen stehen möchten. Umso mehr Hunger wir haben, desto besser ist die Musik. Das haben wir schon mal zu Geheimtipp Leipzig gesagt. Aber da unserer Bescheidenheit uns so vollkommen macht, zitieren wir uns gerne selbst.

Wenn Du MAFA Deine Stimme geben möchtest, dann kannst Du das hier tun: Zum Voting.

/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (3/4): Lizzy McPretty im Swingerclub

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von Lizzy McPretty im Swingerclub lesen sich so:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Wir alle drei haben im Laufe der Zeit schon mit vielen unterschiedlichen Menschen Musik gemacht. Wir hatten und haben verschiedene Bands, die unterschiedliche Musik produzieren. Mit unserer Band Lizzy McPretty machen wir die Musik, die sich in dieser Besetzung und mit dieser Kombination von Musikern natürlich anfühlt. Unser Plan war nicht eine Band zu gestalten, die dann einen bestimmten Musikstil bedient. Unsere Musik passiert einfach und wird von vielen Sachen beeinflusst. Z.B. was für eine Art von Musik man privat gerade viel hört (wir haben zur Zeit eine ausgeprägte Country-Phase) oder auch was für Musik früher einmal eine große Rolle gespielt hat, darum tauchen z.B auch jazzige oder Indie-Elemente in unseren Songs auf. Wir alle drei spielen auch zusammen in einer Ska-Band, das beeinflusst unsere Musik mit Lizzy natürlich auch. Alles ist veränderlich, vor Allem die Musik, die man macht – keine Schubladen – das ist das Beste daran.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Unser Anspruch an uns selbst ist auf jeden Fall authentisch zu sein und uns selbst treu zu bleiben in dem was wir machen. Niemand braucht die nächste gekünstelte Band, die bedient was die breite Masse fordert. Wir machen das was sich gut anfühlt und was wir gut finden. Wenn’s den Hörern auch gefällt – umso besser! Unser Ziel ist es von unserer Musik leben zu können. Für uns bedeutet das allerdings nicht in den Medien gefeiert zu werden und den 5. Porsche vor der Tür zu parken – der wahre Luxus ist für uns die Freiheit zu haben seine Zeit in die Musik stecken zu können, weil die Miete bezahlt und der Kühlschrank voll ist. Living the dream!

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Leipzig ist großartig. Leipzig pulsiert. Wir alle drei sind keine ursprünglichen Leipziger und genießen das Leben in unserer neuen Heimat sehr. In Leipzig leben tolle Menschen, die unfassbar großartige Dinge auf die Beine stellen. Es gibt immer etwas neu zu entdecken: kulturell, musikalisch, cineastisch, theatralisch, soziokulturell, integrativ, individuell. Wenn man erst mal angefangen hat in die verschiedenen Szenen und Subkulturen abzutauchen kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. So viel kreative Energie – wir fühlen uns pudelwohl hier!

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
An der Leipziger Musikszene gefällt uns, dass ständig neue Sachen passieren. Neue Veranstaltungsorte entstehen, neue ungewöhnliche Konzertreihen werden etabliert, man bekommt außergewöhnliche Kollaborationen zu sehen, z.B einen Fahrradladen, in dem auch tättowiert wird und Abends Konzerte stattfinden. Großartig! Leipzig ist ein El Dorado für Künstler, aber eben diese Schnelllebigkeit kann auch manchmal anstrengend sein und man darf diesem ganzen Hypezig-Quatsch auch nicht völlig unkritisch gegenüber stehen. Manchmal wird über das Ziel hinaus geschossen, aber das gehört eben auch dazu. Schwierig in der Leipziger Musikszene ist, wie in jeder größeren Stadt, das Live-Gig-Verhalten. Es gibt viele Bands, die tolle Musik machen und spielen wollen und es gibt immer weniger Veranstalter, die vernünftige Gagen zahlen wollen oder können. Für die meisten Veranstalter ergibt diese Kombination traumhafte Live-Gig-Konditionen: die Band kriegt was im Hut landet – kein finanzielles Risiko für den Club, aber leider auch für die Band oftmals nicht genug um die (Proberaum)Miete zu zahlen.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Auf jeden Fall! Wir haben viel von unserer Musik in Leipzig geschrieben, hier zu arbeiten ist sehr angenehm, weil es viel Input gibt. Wir sehen da noch lange nicht das Ende der Fahnenstange und freuen uns auf die nächsten kreativen Schübe in und um Leipzig.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Vor drei Jahren haben wir unser Debutalbum rausgebracht, im Frühjahr 2017 ist es daher für uns an der Zeit mal wieder unseren Output zu erhöhen. Geplant ist eine EP mit 4-5 Songs aufzunehmen, gerade sind wir beim Feinschliff der Songs und wollen im Winter ins Studio. Ein Album Ende nächsten Jahres ist auch denkbar – mal sehen, wir gehen mit dem Flow und gucken wohin er uns treibt. Alles kann, Nichts muss!

Wenn Du Lizzy McPretty im Swingerclub Deine Stimme geben möchtest, dann kannst Du das hier tun: Zum Voting.

/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (2/4): DIN Martin

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von  DIN Martin lest ihr heute:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Bevor wir das erste Mal zusammen in den Proberaum gingen, trafen wir uns und sprachen über Musik. Wir verfassten einen Plan darüber, wie unsere Musik aufgebaut sein sollte und welche Arbeitsweisen wir verfolgen könnten. Einen Einfluss hat sicherlich auch der musikalische Background und die individuellen Fähigkeiten von jedem von uns.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wir versuchen neben der Akustik auch die Struktur und Intention unserer Musik in Räumen hör- und fühlbar zu machen. Wir wollen Komplexität und Spannung. Wir möchten Popmusik machen und das alles miteinander vereinen. Das sind unsere Ansprüche. Das Ziel ist natürlich der Weg, aber auch die Herzen der Menschen.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Aus unterschiedlichen Perspektiven. In der Außendarstellung der “Musikstadt Leipzig“ ist der Blick fast ausschließlich auf Klassik und Jazz fokussiert. In unserer Wahrnehmung sehen und hören wir Musik in Leipzig mit hoher Qualität und enormem Potential in fast jedem Bereich.

DIN Martin – Before You Faint from Wanderlust Films on Vimeo.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Vor allem gefällt uns die Musik die in Leipzig entsteht, Projekte die an der Grenze ihrer Wirtschaftlichkeit, abseits von Förderung realisiert werden und die Menschen die dafür arbeiten und einstehen. Mit den Schwierigkeiten die es gibt, müssen hier alle leben.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Ich glaube, wir alle fühlen uns in Leipzig sehr wohl. Hier leben und lieben wir. Hier gibt es Freiräume, die wirklich interessante Projekte auf vielen Ebenen ermöglichen. Diese Freiräume können Kreativität freisetzen. Und diese Kreativität brauchen wir auch für unsere Arbeit. Aber natürlich ist Musik auch frei und nicht unbedingt an Orte gebunden.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Wir möchten 2017 unser nächstes Album veröffentlichen und es an vielen Orten live vorstellen.

Wenn Du DIN Martin Deine Stimme geben möchtest, kannst Du es hier tun: Zum Voting.

/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (1/4): C.U.B.E.

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von C.U.B.E. lesen sich so:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Das ist selbstverständlich das Ergebnis einiger Ringkämpfe und ein Zwischenstatus in unserer musikalischen Entwicklung. Anfänglich war das von rockigem Rock getrieben, gerne bisschen härter, aber immer melodiös. Irgendwann ist uns immer klarer geworden, dass da noch mehr ist. Und da unsere musikalischen Hintergründe durchaus recht unterschiedlich sind, war ab diesem Punkt, in dem das Korsett „Rockmusik“ gesprengt war, alles möglich. So ist C.U.B.E. zu dem Sound gekommen, den wir jetzt haben.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Das Ziel ist völlig klar: Kopf frei haben, um Musik zu schaffen, zu entwickeln, zu publizieren und schließlich auch zum Musizieren. Unser Anspruch: „Sind wir hier schon fertig? Oder kann der Song noch mehr?“ Für Maximen ist da vielleicht gar kein Platz, weil sie die Möglichkeiten der Entwicklung eingrenzen.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Leipzig ist Musik. Ob man das mag oder nicht. Leipzig hat (als urbanes Gefüge) einen eigenen Sound, den Halle, Berlin oder Dresden nicht haben. Als Stadt für Musikliebhaber ist Leipzig ein verdammtes Schlaraffenland. Hier gibt es nichts, was es nicht irgendwie spätestens übermorgen gibt. Und zwar live und auf hohem Niveau.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Genau das übergroße Angebot an qualitativ hochwertiger Liveperformance macht es uns als Gruppe nicht leicht, an gute Locations mit millionenfachem Publikum ranzukommen. Aber seien wir ehrlich: Welche Band ist zuerst in ihrer direkten Nachbarschaft wirklich groß geworden? Als Musizierender ist Leipzig also ambivalent. Einerseits das Überangebot an Konzerten. Andererseits haben sich einige Szenen etabliert, die auch interagieren. Ein Jam mit Leuten, kurzfristiger Musiker-Ersatz und ganz plötzliche neue Eingebungen sind hier ein Telefonat entfernt.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Die Proberaumsituation hat sich für uns erstmal entspannt. Unsere sozialen Peergroups sind zum guten Teil hier. Leipzig liegt doch recht zentral in Europa und ist als Startpunkt für ausgewählte Reisen ziemlich ideal. Und: Hierher nach Hause zurückkommen ist immer noch und immer wieder schön!

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Zunächst: Konzerte spielen. Danach: Konzerte spielen. Im Sommer ein paar Festivals spielen. Visuals in die Bühnenshow integrieren. Label finden und im Laufe des Jahres 2018 das zweite Album nachlegen. Und dann immer immer weiter spielen und spielen und spielen. Musik ist schön, wenn sie schön ist, aber die Party ist besser, wenn die Musik gehört wird!

Hier kannst Du für C.U.B.E. bis zum 18. September abstimmen:  https://bit.ly/publikumspreis2016 

 

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis: Die Kandidaten (4/4)

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Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, zum Abschluss beantworten ORPH unsere Fragen.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt?
Das ist ein bisschen wie die große Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest in Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ 🙂 Aber es steckt schon ein verrückter Plan dahinter, so viel sei verraten.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Der große Anspruch ist immer etwas, das wie ein Puls aus dem Herzen strömt – die Liebe zur Musik. Um vielleicht noch mal auf die erste Antwort zurückzugreifen, es gibt bei Verträgen mit der Musikindustrie oft die wundervolle Klausel „Vertragsgebiet ist die Welt und das Universum.“ Das ist doch mal ein Ziel 🙂

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig?
Ganz fantastisch, Leipzig ist herrlich bunt in der gesamten Kunst- und Kulturszene. Das war besonders spürbar, als ich vor zwei Jahren meinen Wohnsitz von Weimar nach Leipzig verlegt habe. Es ist bis heute nichts davon verloren gegangen. Weiter so!

Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Was besonders gefällt ist, dass es hier viele Künstler gibt, die ihr Schaffen wenig marktwirtschaftlich betrachten. Das ist eine sehr tolle Bewegung, die ich unbedingt liebenswert finde. Schwierigkeiten hatten wir bisher tatsächlich keine, und dabei soll es auch, wenn’s nach uns geht, bleiben.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Das kann man gar nicht so sehr auf einen bestimmten Ort oder auf Leipzig beziehen. Betrachten wir Orph wie ein Radio, die Musik soll in alle Ohren wandern, die sie hören mögen, auch wenn diese vielleicht gerade am nördlichsten Breitenkreis frieren. Und im Moment senden wir aus Leipzig.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Erstmal noch ein paar Konzerte in diesem Jahr. Da freue ich mich besonders drauf und dann im nächsten Jahr natürlich das neue Album FAO TAO und ein ganz spannendes Projekt, von dem man bald mehr erfahren wird.

Orph „Black Sunday Romance“ (Official Video) from Orph on Vimeo.

 

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis: Die Kandidaten (3/4)

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Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, heute stellt sich JUNE COCO vor.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt?
Die Musik, wie wir sie jetzt live spielen und wie sie auf dem Album ist, hat eine lange Geschichte. Nicht nur der Sound hat sich seit dem ersten mal von 3 Anläufen ins Studio zu gehen und ein Album aufzunehmen verändert. Auch die Auswahl der Songs und die Bandbesetzung. Durch die Studio-Arbeit hat sich mein Blick und meine Erfahrung mit Arrangements und Sound erst entwickelt und es ist der Beginn einer langen Reise.
Unser Sound jetzt ist die glückliche Mischung aus verschiedenen Einflüssen von tollen Leuten, die alle dezent Ihren Input gegeben haben, so dass ich mit der Band die Freiheit hatte, das davon mitzunehmen, was uns gefällt. Diese Leichtigkeit und den Mut auszuprobieren hört man. Ich stehe total auf diesen Vintage Sound, weil ich privat auch mehr die alten großen Songwriter höre… Es ist facettenreich und wird durch die tolle Band und meine Stimme zusammengehalten.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Ich habe meinen eigenen Anspruch an Sound und Qualität. Der ist glaube ich hoch. Sonst wäre das jetzt nicht das erste Album… Es muss rund und stimmig sein, dann funktioniert es auch. Aber trotz allem Anspruch an Qualität und einer Klangästhetik zählt doch immer, dass es sich richtig anfühlt. Ich versuche mich dabei immer auf mein Bauchgefühl zu verlassen. Wenn etwas erzwungen ist, klingt es auch so. Das merken auch Leute, die sich nicht viel mit Musik beschäftigen. Auch wenn ich Berufsmusikerin bin, möchte ich doch Musik machen, die mir und den Leuten Spaß macht und die mich schweben lässt und hoffentlich auch die Leute für einen Moment in eine andere Welt mitnimmt…

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig? Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Bunt. Und man nimmt diese Vielseitigkeit noch als angenehm und vor allem bewusst wahr. Man hat viel Spielraum, es ist nicht so überfüllt wie z.B. Berlin. Man kann leichter etwas Erschaffen, was es gefühlt hier noch nicht gibt. Und man wird schneller wahrgenommen. Teilweise werden den frei schaffenden Kreativen im Bereich der U-Musik zwar nicht gerade die roten Teppiche ausgelegt, aber zumindest verkauft sich Leipzig als vielseitige Musikstadt gut und vor allem die Touristen lieben die freie Szene. Irgendwann wird das vielleicht auch noch von der Stadt mehr wert geschätzt und in Form von entsprechenden Fördermitteln wie es für die „Hochkultur“ der Fall ist honoriert.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Ja. Auch wenn ich immer Fernweh habe ist und war Leipzig für mich immer wie ein Hafen. Es ist meine Basis. Hier habe ich begonnen, aus meinen Geschichten und Texten Songs zu schreiben. In Leipzig habe ich viel als Musikerin gelernt und gearbeitet – und meine tolle Band gefunden. Überhaupt gibt es super Musiker hier. Die Stadt und die Menschen inspirieren mich, das Wohlfühl-Potential hier ist und war für mich immer enorm hoch. Die Nähe zur Natur, die überschaubare Kulturlandschaft, die Lage und die lieben Menschen. Aber die Geld bringenden Jobs in der Stadt findet man eher im Gala- Hotel- Bar- Musikbereich. Ich nenne es einfach Dienstleistungsmusik. Ein Job. Dafür gibt es viele Möglichkeiten und ich konnte als Klavier spielende Sängerin immer gut davon leben.

Was sind Eure nächsten Ziele als Band?
Unsere Album-Release Tour! Am 1.10. geht’s endlich los – quer durch Deutschland. Die Besetzung so wie sie jetzt ist fetzt total. Ich bin dankbar, dass ich so eine tolle Band gefunden habe und dass wir jetzt endlich auf Tour gehen können. Ich freue mich riesig auf die Konzerte und darauf die Songs mit den Jungs unters Volk zu bringen ! Es sind sogar schon ein paar neue Songs dabei, auch wenn das Album für die meisten das erste Lebenszeichen von June Cocó ist… Mal sehen was alles auf der Tour passiert. Bestimmt entstehen noch weitere Songs. Langfristig möchte ich einfach so viele Leute wie ich kann mit meiner Musik erreichen, ohne mich dafür zu verbiegen.