Alle Artikel mit dem Schlagwort “Gentrifizierung

/ Autor: torstenreitler

Gentlefizierung

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Szenekultur vs. Eigenheim. Diese Spielart der Gentrifizierung kennt man in Hamburg, Berlin und auch Leipzig zur Genüge. Wenn in absehbarer Zeit hinter dem Bayerischen Bahnhof ein neues Wohngebiet entsteht, werden die Diskussionen wieder aufflammen, wie die Interessen von Wohnungseigentümern und Besuchern von IFZ und Distillery miteinander in Einklang gebracht werden können.

In Berlin gibt es jetzt ein Clubkataster, welches es der Verwaltung dabei helfen soll, bei der Stadtentwicklungsplanung auf die vor Ort ansässigen Clubs Rücksicht zu nehmen. Gentle gentrification oder echtes Verständnis für den Lärm, den Dreck, das Unkontrollierte, das zu einer lebendigen Szenekultur nun mal dazugehört?rbb-clubkataster

In Leipzig kämpft übrigens der Livekom(m)binat e.V. als Zusammenschluss Leipziger Clubs und Konzertveranstalter darum, vor Ort einen ähnlich kurzen Abstimmungsweg zwischen Stadt und Clubs einzurichten. Die Moritzbastei ist in dieser Dependance der LiveKomm aktiv vertreten, auch wir kennen das Problem zur Genüge. Wir haben zwar wenig Ärger mit lärmempfindlichen Anwohnern (es gibt schlichtweg kaum welche), dafür streiten in Leipzig seit Jahren viele zum Teil einflussreiche Bürger für eine ungestörte Nachtruhe in der Innenstadt. Wobei man der Initiative „Leben in der Innenstadt“ um den ehemaligen Thomaspfarrer Christian Wolff im Kampf gegen die Peter Degeners „Classic Open“ tatsächlich etwas mehr Erfolg gewünscht hätte, nicht wahr.

/ Autor: torstenreitler

Was erleben? Nichts verpassen!

Vorausbemerkung: Der Artikel ist versehentlich* unter dem Titel „Romy aus der LVZ und die Musiknutzung“ am 30.4. 2015 hier erschienen.

Leipzig ist seit gut einem Jahr nicht mehr Hypezig. Die Hoffnung auf eine Renaissance der Stadt nach deprimierenden zwanzig Jahren Nachwendezeit hat sich erfüllt. Blühende Kulturlandschaften, wohin das Auge blickt. Die Wiedergeburt hat nun eine neu Hoffnung geboren. Nämlich die, daraus Kapital zu schlagen. Wegen dieses Phänomens hat unsere Gesellschaft ihren Namen, also wozu darüber Worte verlieren?

Vor knapp zwei Jahren hatten ich hier in einem Beitrag gemutmaßt Read More