Alle Artikel mit dem Schlagwort “Fotografie

/ Autor: markus-koerner

Wie war das noch gleich mit dem Wiederaufbau?

Ist es nicht schön wenn sich alles so gut ineinander fügt? Ja das ist es. Auf der Suche nach Aufnahmen und Anekdoten aus der jüngeren Vergangenheit der Moritzbastei kam zufällig ein Mann auf uns zu und lieferte beides, Fotografien und die Geschichten dahinter. Die Rede ist von Hans-Wolfgang Wenzel, einem Sohn der Stadt Leipzig, gelernter und studierter Maschinenbauer und Ingenieur sowie seit 1974 Hobbyfotograf. Letzterem haben wir wunderbare Aufnahmen u.a. aus den Jahren 1978 und 79 zu verdanken.

Im Jahr 1974, am 30. März um genau zu sein, wurde der Grundstein für das „Studentenprojekt Moritzbastei“ gelegt. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits eine aufregende Zeit hinter den Mauern des heutigen Kulturzentrums im Innenstadtring und eine ebenso aufregende neue begann. Die gesamte Geschichte der Moritzbastei kann man hier nachlesen.

Hans-Wolfgang Wenzel und seine Frau kehrten nach ihrem 1977 beendeten Studium aus Magdeburg zurück nach Leipzig und leisteten Anfang 1978 aus persönlichem Interesse Aufbaustunden in der Moritzbastei. „Da ich nie oder selten ohne Kamera unterwegs bin, machte ich natürlich einige Fotos vom Wiederaufbau der MB.„, so Herr Wenzel in einem kurzen Interview zu den Fotografien. Es ist unser Glück, dass er sein Hobby immer im Blick hatte und so schöne Fotografien vom Wiederaufbau entstanden. Dadurch entstand auch ein guter Kontakt zu Peter Kunz, dem damaligen Direktor bzw. Klubleiter der Moritzbastei. Dieser bat Hans-Wolfgang Wenzel in Folge seiner Mitarbeiter gelegentlich um Aufnahmen von Veranstaltungen in den bereits fertiggestellten Räumen.

John Stave – Lesung in der großen Tonne (April 1978)
Karnevalseröffnung in der großen Tonne (November 1978)
Barbara Thalheim in der großen Tonne (Mai 1979)

Parallel zu den ersten Lesungen, Feiern und Konzerten in der großen Tonne (die heutige Veranstaltungstonne) wurden die Arbeiten am Oberkeller und den restlichen Räumen vorangetrieben. Ein besonderer Meilenstein war die 100.000. Aufbaustunde, wohlgemerkt alles freiwillige Arbeitsstunden, am 08. Februar 1979.

Gruppe von freiwilligen Arbeitern zusammen mit Peter Kunz zur Begehung der 100.000 Aufbaustunde vor dem Basteieingang (Februar 1979)
Bauarbeiten im Unterkeller (Januar 1979)
Bauarbeiten im Oberkeller (Januar 1979)

Am 01. Dezember 1979 wurde der Oberkeller feierlich eröffnet und erstrahlte in einem Glanz, den er bis heute bewahren konnte. Abgesehen von den Polsterbezügen auf der ein oder anderen Sitzgelegenheit wurde das bewährte Aussehen und die Einrichtung beibehalten und dient somit seit fast vier Jahrzehnten als Anlaufpunkt für Veranstaltungen verschiedenster Art.

Oberkeller zur Eröffnung (Dezember 1979)
Oberkeller zur Eröffnung (Dezember 1979)
Oberkeller zur Eröffnung (Dezember 1979)

Zum Abschluss sei noch ein großes Dankeschön an Herrn Hans-Wolfgang Wenzel gerichtet, der uns mit seinen Fotografien und den dazugehörigen Informationen ein Stück weit mitnehmen konnte, in eine prägende Zeit der Moritzbastei, auf die wir gern zurück blicken. Hans-Wolfgang Wenzel lebt heute in Klinga bei Grimma und ist weiterhin künstlerisch aktiv.

Selbstportrait Hans-Wolfgang Wenzel (Dezember 1979)

/ Autor: torstenreitler

Die Moritzbastei im Zeitraffer

Im Februar 2014 haben wir begonnen, an vier Stellen Bilder davon aufzunehmen, wie sich die Moritzbastei im Laufe eines Jahres verändert. Das klingt auf den ersten Moment ein wenig merkwürdig, schließlich ist die Bastei eine jahrhundertalte Festungsanlage, die Tag für Tag gleich auszusehen scheint.

Den jahreszeitlichen Wandel sieht man natürlich am deutlichsten an den Pflanzen, die sich um die Moritzbastei ranken. So ergreift das Weinlaub, das sich an den Wänden unseres Café-Innenhofes hinaufrankt, jedes Jahr auf’s Neue Besitz vom eisernen Moritzbastei-Signum.

Drei Fotografen haben mit zwei unterschiedlichen Kameras fotografiert, normalerweise an den Wochentagen, wenn unser Infobüro geöffnet hat. Dadurch gab es zum Teil größere Abweichungen in den Aufnahmen, die wir ziemlich mühevoll wieder in Photoshop herausrechnen mussten. Uns ging es aber gar nicht so sehr um die fotografische Perfektion, sondern um die Überraschung.

In den kommenden Tagen und Wochen (so lange wird es wohl dauern, es ist eine ziemliche Fummelei…) zeigen wir euch noch die Zeitraffer aus unserem Innenhof mit unserem Kirschbaum, das Moritzwappen an der Parkseite und eine Gesamtsicht, die wir vom Balkon der Zentralmensa aufgenommen haben.

Wir hoffen, ihr habt soviel Freude an den Videos, wie wir. Film ab!

 

/ Autor: torstenreitler

Dem Gras beim Wachsen zusehen.

Zeitraffervideos sind der heiße Scheiß. Wir haben das schon vor einem Jahr gewusst 😉 und an vier verschiedenen Stellen jeden Tag ein Foto von der Moritzbastei aufgenommen. Nicht mit einer Smartphone-App, wie das Video im Titel dieses Beitrags. So richtig mit Spiegelreflex und Stativ, bei Wind, Wetter und auch Windwetter.

Da drei Fotografen mit zwei unterschiedlichen Kameras gearbeitet haben, nimmt die Nachbearbeitung noch ein wenig Zeit in Anspruch. Aber spätestens Anfang nächster Woche zeigen wir euch die ersten Videos.

Bis dahin bleibt bitte schön vorfreudig.

/ Autor: christinas

365 Tage, 365 Bilder

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Vor allem regelmäßige Mensa-Gäste und auch die Mitarbeiter der Mensa werden mich so langsam kennen. Ich bin die, die täglich mit Kamera und Stativ bewaffnet durch die Mensa huscht und auf dem Balkon Stellung bezieht. Manche Gesichter kommen auch mir schon bekannt vor, da wir uns oft in etwa zur selben Zeit begegnen. Mit einigen habe ich schon über das Projekt gesprochen, andere beäugen mich aber auch etwas kritisch, doch heute gebe ich Entwarnung: Ihr müsst keine Angst haben, ich will euch nicht beim Essen ablichten!

Wie ihr oben sehen könnt, fotografiere ich nicht die Mensa oder deren Besucher, sondern den Hof und das Dach der Moritzbastei. Zusätzlich fotografiere ich auch noch den Innenhof der mb, den Schriftzug und das Wappen. Und das alles jeden Tag. 365 Tage lang.

Ihr fragt euch was das soll? Mit den Fotos dokumentieren wir die Veränderungen rund um und an der Moritzbastei im Jahresverlauf. Wie öffnen sich die Knospen des Kirschbaums im Innenhof und wie sieht es aus, wenn es Herbst wird und die Blätter ihre Farbe wechseln? Wie sieht der Innenhof aus, wenn das Sommertheater aufgebaut wird? Wie erobert sich der Wein den Schriftzug? All das und noch viel mehr könnt ihr ungefähr im kommenden Jahr um diese Zeit sehen, wenn unsere Aktion beendet ist. Dann werden wir das Zeitraffervideo veröffentlichen, in dem alle Veränderungen zu sehen sein werden.

Oben bekommt ihr schon einen kleinen Eindruck, wie das Ganze am Ende aussehen kann, dann aber noch viel länger und mit mehr Entwicklungen als nur die Stellung der Wolken 😉 Also bleibt gespannt!

Wann das Ganze veröffentlicht wird, erfahrt ihr natürlich hier in unserem Blog, auf unserem Facebookprofil und unserer Internetseite!

 

/ Autor: torstenreitler

Das Gleiche ist nicht dasselbe

Die Surftipps zum Wochenende (13)

Zwischen diesen beiden Bildern liegen 36 Jahre. Nicholas Nixon hat seit 1975 die vier Brown-Schwestern aufgenommen, jedes Jahr ein Foto. Zu sehen sind die Bilder im MoMA in New York und in der fraenkelgallery (via fuckyouverymuch & boredpanda).

Im Internet sind ja Tierbilder der Bringer. Hier demonstrieren ein paar wirklich derbe Doggen, dass kein Morgen wie der andere ist: 28 dogs that know exactly how you feel this morning.

Der Morgen danach ist auch beim Sex nicht unwichtig. Vergangene Woche brachten wir Links zu Liebe und Treue, heute empfehlen wir einen Artikel der Zeit zu dem Thema, bei dem alle vermeinen, mitreden zu können. Und die meisten doch verdammt unsicher sind. „Vom Himmel auf Erden“

Die Hölle auf Erden kann es sein, wenn man an Aufschieberitis leidet. Angeblich gibt es an deutschen Unis bereits Prokrastinations-Ambulanzen… Das klingt gefährlich, aber angeblich kann geholfen werden (via Spiegel online)

Und zum Schluss noch ein Video von einem Phänomen, dass sich jeden Winter nördlich des Polarkreises wiederholt. Und doch jedesmal einmalig schön ist.

POLAR SPIRITS from Ole C. Salomonsen on Vimeo.

Schönes Wochenende!

/ Autor: torstenreitler

Fotografiepraktikum in der Moritzbastei

Jeder Mensch hat sein eigenes Bild von der Welt. Also gibt es auch ungezählte Sichten auf unser Haus und was darin passiert. Diese Bilder von der MB wollen wir sichtbar machen, dabei jungen Fotograf_innen Platz bieten, sich auszuprobieren. Darum bieten wir ab sofort ein Fotografiepraktikum an. Wir haben uns folgende Eckdaten vorgestellt:

Das Angebot richtet sich an Menschen, die sich fotografisch ausprobieren und weiterentwickeln möchten. Bewerbungen von Studierenden werden im Rahmen unseres Stiftungsauftrages vorrangig behandelt.

Das Praktikum soll eine Dauer von mindestens sechs und höchstens 12 Wochen haben und wird durch einen erfahrenen Fotografen betreut. Schwerpunkte des Praktikums sind Veranstaltungsfotografie und Reportagefotografie.

Zielsetzung des Praktikums ist es, aktuelle Bilder für die Publikationen und das Fotoarchiv der Moritzbastei zu erstellen. Wir sind interessiert an unterschiedlichen fotografischen Sichtweisen auf unser Haus, auf neue Blickwinkel und Bildsprachen.

Vorraussetzung für das Praktikum sind solide fotografische Grundkenntnisse und eine entsprechende fotografische Ausrüstung. Im Rahmen des Praktikums soll ein Portfolio von 30-50 Bildern entstehen, welche dauerhaft ins Archiv der Moritzbastei aufgenommen werden.

Bewerbungen und Fragen zum Praktikum erwarten wir ab sofort freudig und gespannt per Email.

Nachtrag: Offensichtlich stößt der Terminus „Praktikum“ auf sehr viele Vorurteile und Missverständnisse. Ziel des Angebots ist es nicht, kostenlos an die Dienstleistung von Profifotografen zu gelangen. Wir bieten jungen (jung an Erfahrung) Fotografen die Möglichkeit, sich in der Moritzbastei fotografisch auszuprobieren und zu entwickeln. Die Bildrechte verbleiben bei den Fotografen. Die Moritzbastei wird die Bilder nicht kommerziell nutzen. Nach Absprache mit den Praktikanten wird eine Auswahl der entstandenen Bilder auf der Homepage der Moritzbastei gezeigt. Das Endprodukt – wir haben es Portfolio genannt – soll zielgerichtetes Arbeiten ermöglichen. Es bleibt natürlich Eigentum des Fotografen.

Eine Kopie des Endprodukts soll ins Archiv der Moritzbastei aufgenommen werden, um bei Bedarf und nach Absprache mit den Fotografen Bilder nachnutzen zu können. Erfahrungsgemäß wird eine Nachnutzung der Ausnahmefall sein. Es kommt tatsächlich hin und wieder vor, dass wir Bilder aus unserem Archiv zur kommerziellen Nutzung weitervermitteln. Das Honorar dafür erhält selbstredend der Bildautor.

Das Angebot richtet sich nicht an Anfänger. Eine „entsprechende fotografische Ausrüstung“ setzen wir voraus, weil das von den fotografischen Herangehensweisen und Vorstellungen des Bewerbers abhängt. Ein Smartphone kann genauso „entsprechend“ sein wie eine analoge Mittelformatkamera. Eine Ausrüstung zu stellen würde aus unserer Sicht eher hinderlich sein – da hat schließlich auch jeder seine Vorlieben und Abneigungen.

Für Fragen stehen wir auch weiterhin zur Verfügung.