Alle Artikel mit dem Schlagwort “Facebook

/ Autor: torstenreitler

Was soll das werden?

basteiblog

Zum ersten Mal haben wir uns nach knapp 100 Tagen gefragt: Was soll das hier? Jetzt, nach knapp 1000 Beiträgen und im berüchtigten siebenten Jahr ist wieder einmal Zeit für Nabelschau. Wozu machen wir das, was soll das werden?

Blogs gibt es ja mit den unterschiedlichsten Motivationen. Read More

/ Autor: torstenreitler

Es ist ein Medien!

Die Moritzbastei hat eine neue Internetpräsenz. Wir haben ganz schön lange daran geplant und geschraubt und denken, es hat sich gelohnt.

Die alte Seite war, von ein paar Renovierungsarbeiten und vorsichtigen Erweiterungen abgesehen, seit 2004 online. Das ist im Internetzeitalter eine verdammt lange Zeit, damals wählte man sich noch zu großen Teilen mit ISDN ein. Was für die zeitlose Funktionalität unserer Seite spricht.

Trotzdem war es Zeit, sich zu verändern… Read More

/ Autor: torstenreitler

Der Mob ist los

Wir haben heute abend die Ehre, einen „Jogginghosenflashmob“ zu beherbergen. Aufgerufen hat dazu das U.W.E. DJ-Team mit folgendem Text (Rechtschreibung wie im Original):

„In der Moritzbastei werden seit neuestem Gäste mit Jogginghosen des Eintritts verwiesen. Gründe wurden nicht genannt, nur: „Anweisung von oben, keine Disskusion“. Um diese oberflächliche, diskriminierende Einlasspolitik öffentlich zu kritisieren rufen wir zum Jogginghoseninvasion bei der kommenden Erstsemesterparty am Mi 10.10. auf. Zieht euch bequeme Sachen an in den ihr euch wohlfühlt und am liebsten feiert! Es geht hier nicht um die MB, vielmehr grundsätzlich um Aufrechterhaltung von Individualität in allen Lebensituationen. Gegen Uniformierung und künstlich aufgezwängte Bürgerlicher Erscheinungsstatuten!

Bleib was du fühlst!

For a better life: U.W.E.“

Ausgelöst wurde dieser Furor von einem Eregnis, welches sich aus Sicht des an der Tür stehenden Mitarbeiters unserer Security folgendermaßen abspielte: Junger Mann möchte in ziemlich abgewrackter Klamotte, die schwer danach aussieht, als hätte deren Träger ein paar Stunden lang Altbauten abgerissen, zu All You Can Dance. An der Tür wird er gebeten, sich zuerst zu säubern und umzuziehen, bevor er unsere Party besucht. Dafür hat der junge Mann kein Verständnis und bringt das auf eine Art und Weise zum Vortrag, die nicht dazu angetan ist, sich Freunde zu machen. Worauf unser Mitarbeiter dem jungen Mann empfiehlt, heute abend besser woanders tanzen zu gehen.
Aus unserer Sicht gibt es daran nichts zu beanstanden. Wir entscheiden, wen wir zu uns einlassen. Abgewracktes Erscheinungsbild und Unhöflichkeit sind zwei der wenigen Gründe, die dazu führen können, dass jemand an unserer Tür abgewiesen wird.

Bleibt der Satz: „Anweisung von oben, keine Diskussion“. Diese Anweisung gibt es nicht. Jogginghosen sind hässlich, aber kein Grund, nicht in die MB eingelassen zu werden. Dass unser Mitarbeiter sich zu dieser Antwort hat hinreißen lassen, war falsch. Es mag daran gelegen haben, dass er sich erhoffte, damit die wohl sehr unerfreuliche Gesprächsführung des Gastes wirkungsvoll zu beenden. Wir haben ihn darauf hingewiesen, dass er sich in diesem Punkt nicht korrekt verhalten hat. Ausschließlich in diesem. Punkt.

Ansonsten nehmen wir die Sache mit Humor. In unserem Team hat das Zitat „In bequemen Sachen in die MB gehen“ bereits das Sprichwort „Eulen nach Athen tragen“ aus dem aktiven Sprachgebrauch verdrängt. Darum gehen wir auf die politische Unterbelichtung des Aufrufes, die Infantilität der Reaktion und den fragwürdigen Individualitätsbegriff nicht weiter ein. Sonst müssten wir uns tatsächlich noch aufregen.

Feiert schön, ob in Jogginghose oder Elefantenslip. Und bitte, bitte, bitte empört euch das nächste Mal über irgend etwas relevantes.

PS: Warum wir uns erst heute dazu äußern? Darum bzw. darum.

/ Autor: torstenreitler

Sehr schade.

Vergangene Woche trat die Musikalische Komödie an uns heran mit der Bitte, ein Sneak Preview für ihre Premiere des Grafen von Monte Christo zu ermöglichen. Die MuKo möchte gern junges Publikum erreichen; um das in die Tat umzusetzen ist die Moritzbastei am Mittwoch nicht der schlechteste Ort. Was als gute Idee begann und darum von uns auch gerne unterstützt wurde, endete heute um 15 Uhr mit der Absage der Veranstaltung. Einer der Hauptdarsteller sei erkältet, die Premiere am Samstag in der MuKo dürfe nicht gefährdet werden.

Gute Besserung an den Sänger. Viel Erfolg für die Premiere, von Herzen. Wenn wir trotzdem vorsichtig einen Hinweis geben dürfen, wie man junges, aufgeschlossenes Publikum vor den Kopf stößt: Genau so.

Keine Ahnung, warum der MuKo die Idee für einen Sneak Preview eine Woche vor der Premiere zufliegt. Ideen sind frei, kann schon mal passieren, dass sie so kurzfristig auftauchen. Schön, dass es so flexible und aufgeschlossene Veranstalter wie uns gibt, die dann bei der Umsetzung helfen. Schön, wenn die Werbung rund läuft, Newsletter verschickt werden, die sozialen Netzwerke netzwerken, das Uni-Radio Mephisto97.6 und kreuzer-online Tagestipps veröffentlichen und also Hoffnung besteht, dass die junge, urbane Zielgruppe wunschgemäß erreicht werden könnte.

Absolut gar nicht geht allerdings, die Veranstaltung dann ein paar Stunden abzusagen. Absagen kann man schon, aber doch nur telefonisch in der Moritzbastei! Keine Information auf der Website der Oper? Kein Erklärung im niegelnagelneuen Opern-Blog? Keine Info auf der facebook-Präsenz der Oper, die Muko bittet um 16:30 Uhr auf facebook noch daran, den Termin heute abend nicht zu vergessen! Selbstverständlich schweigt auch die twitter-Präsenz der Oper (die wurde am 9. Dezember letztmalig genutzt) und die MuKo twittert die Absage – wie überraschend – nicht.

Was erwartet also die jungen, urbanen, interessierten Leute, die nicht wissen, dass ihr Schnupperbesuch in der Welt der Musical heute abend nicht stattfindet? Die sich durch 10 Grad minus in die Moritzbastei kämpfen? Richtig. Genau NICHTS.

Keine Darsteller des Musicals, die vielleicht einen Ersatz bieten. Spontan, ohne Kostüm den Reiz ihrer Arbeit vermitteln und zeigen, dass Operette/Musical von Menschen gemacht werden, die auch im 21. Jahrhundert leben – wie ihre Gäste. Keine Verantwortlichen der MuKo, die um Verständnis bitten und erklären, die vielleicht sogar eine kleine Entschädigung für den geplatzen Abend bieten. Ein Freigetränk in der MB, eine ermäßigte oder gar Freikarte für eine reguläre Vorstellung des Grafen von Monte Christo. Eine Hörprobe als CD oder MP3. Das ist nur, was mir beim Schreiben dieser Zeilen einfällt.
Ganz zu schweigen, mit uns von der Moritzbastei darüber zu reden, wie wir die MuKo beim Gästetrösten vertreten könnten.

Kurz und gut: Hätte ich heute abend vorgehabt, mir den Sneak Preview anzusehen, hätte einen Babysitter besorgt, wäre auf Glatteis durch die Leipziger Arktis geschlittert, um dann in der Moritzbastei vor verschlossener Tür zu stehen, ich wäre mir erstklassig verarscht vorgekommen.

Womit der Frust von der Seele geschrieben ist. Bleibt zu hoffen, dass diese Aktion ein Unfall ist und kein Beispiel dafür, wie Oper und MuKo mit den Erwartungen ihres Publikums umgehen. Da wir aber selbst im Ärger freundlich bleiben, schließen wir mit einem Angebot. Beim nächsten Mal helfen wir gerne dabei, es besser zu machen.

/ Autor: torstenreitler

Perfect days

Es wird Zeit für einen Rückblick auf das TEH70 Meeting in der Moritzbastei. Perfekte Tage gibt es natürlich nicht. Wenn man darüber nachdenkt, warum ein Tag nahe dran ist, dann kommt man schnell zu den Dingen, die einem selbst wichtig sind. Sei es in der Arbeit oder in der Art, wie man sich die Dinge wünscht, die einen täglich beschäftigen. Dieser Rückblick ist eine Sammlung von Momenten, Erlebnissen und Gedanken rund um das Meeting von 120 Menschen aus ganz Europa. Zum Nachempfinden, bestenfalls.

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/ Autor: torstenreitler

Wir haben Netz!

Bitte. Lasst uns nicht streiten. Die Moritzbastei hat sich ein facebook-Profil angelegt.
Datenschutz ist in diesem Falle egal, wir wollen ja gerade, dass nichts von dem geheim bleibt, was wir hier so treiben. Naja, fast nichts.

Wer möchte, kann hier Fän werden: Moritzbastei@Facebook

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