Alle Artikel mit dem Schlagwort “Essen

/ Autor: christinas

23. Jazznachwuchsfestival – Die Vorgucker (1/3)

Wir freuen uns schon sehr darauf, auch in diesem Jahr wieder das Jazznachwuchsfestival auszurichten. Doch obwohl wir damit nun schon in das 23. Jahr gehen, ist es leider immer noch kein Selbstläufer. Jazz gilt ja gemeinhin eher als anstrengend und der Mut und das Interesse an neuen Ausdrucksformen und Klangexperimenten sind leider noch nicht so weit verbreitet. Dabei sind es gerade die jugendliche Neugierde und Unangepasstheit, die die teilnehmenden Projekte mitbringen, die das Jazznachwuchsfestival auch nach so vielen Jahren immer noch auszeichnen und zu einem besonderen Erlebnis machen.

Damit ihr euch im Vorfeld schon einen Eindruck der auftretenden Künstler verschaffen und euch von ihrem Mut und ihrer Neugierde anstecken lassen könnt, stellen wir euch heute, am Montag (31.03.) und am Mittwoch (02.04.) an dieser Stelle die teilnehmenden Projekte optisch und auch akustisch schon einmal vor.

Beginnen wollen wir unsere kleine Vorschau mit dem Leipziger Quartett „Trio.Diktion“, den „Bodosapiens“ aus Essen und den Weimarer „Nachtfarben“ um Martin Bosch, die das 23. Jazznachwuchsfestival am 3. April in der Moritzbastei ab 20.00Uhr eröffnen werden.

Entgegen den Vermutungen besteht das Trio.Diktion nicht aus drei, sondern aus vier Musikern: Antonia Hausmann (Posaune), Matti Oehl  (Altsaxophon), Philip Frischkorn (Piano) und Jakob Petzl  (Kontrabass). Neben der ausgefallenen Besetzung ist auch das Konzept der Band spannend und vielversprechend. Irgendwo zwischen Improvisation und neuer Klassik finden die jungen Leipziger Musiker ihre eigene Klangsprache. Auf ihrer Suche nach einer neuen Ästhetik setzen sie auch Bezugspunkte zur Romantik, ihre Lieder sind gleichzeitig ernsthaft und verträumt. Ihr Zusammenspiel ist ein lebendiges Gespräch, ein verschlungenes Miteinander. Von diesem Eindruck könnt ihr euch bei ihrem Lied „Hotel Savoy“ vorab schon einmal selbst überzeugen.

Die drei Musiker von Bodosapiens (Aaron Seitz am Piano, Yannik Tiemann an Kontrabass und E-Bass und Jo Beyer am Schlagzeug) stellen sich ihrer Gattungsbestimmung entgegen und würdigen dennoch ihre Vorfahren mit hartem Swing. Alle drei sind in ihrem Spiel kompositorisch und spielerisch gleichberechtigt. Das bedeutet auch, dass alle gleich stark, gleich verschieden und auch gleich eigenwillig sind. Trotzdem stehen das Zusammenspiel und die Komposition in ihren Werken immer im Vordergrund. Sie schaffen eine natürliche Verständigung und gehen musikalisch gegenseitig aufeinander ein. Dadurch ergänzen sie ihre Kompositionen immer wieder mit improvisatorischen Einwürfen. Ihr präzises Zusammenspiel stellen sie bei ihrem Lied „Nocturne“ unter Beweis.

Nachtfarben leuchten dann, wenn die Dinge, die uns unsere Sinne als Realität vorstellen, für einen Moment ihr ehrliches Wesen enthüllen.  Die Nachtfarben um Martin Bosch, das sind Sabeth Pérez – Gesang, Tom Schneider – Piano, Michael Büschelmann – Gitarre, Wieland Jubelt – Schlagzeug und Martin Bosch – Bass. Diese fünf Nachtfarben entwickeln erst im Zusammenspiel ihre tatsächliche Strahlkraft. Sie suchen nach immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten und lassen sich dabei von zeitgenössischen Ausprägungen des skandinavischen Jazz inspirieren. Dabei entstehen gleichberechtigte musikalische Gebilde, die nicht die Fähigkeiten eines einzelnen in den Vordergrund rücken. Die Stimme von Sabeth Pérez bildet zwar ein besonderes Element, aber trotzdem integriert sie ihren Gesang gleichberechtigt in das Geflecht der einzelnen Nachtfarben. Auf ihrer Seite bei bandcamp stellen sie ihr Album vor.

Wir hoffen, wir konnten mit diesem kleinen Vorgeschmack bei euch dieselbe Vorfreude wecken, die sich auch bei uns schon verbreitet. Aber bleibt weiter neugierig, am Montag und am Mittwoch stellen wir an dieser Stelle auch noch die anderen teilnehmenden Projekte vor.

/ Autor: torstenreitler

Sex ist der Jugend Essen

Die Surftipps zum Wochenende (11)

Diese Woche geben wir einfach mal alles, um uns Klicks zu sichern. Schließlich sind wir aus den inoffiziellen Leipzig-Blogcharts gerutscht! (via heldenstadt).

Wir widmen uns heute nämlich zuerst aus gegebenen Anlässen dem Thema Essen. Das soll schließlich der Sex des Alters sein; womit ihr jetzt hoffentlich unsere Überschrift versteht. Beginnen wollen wir mit einem Beitrag des MDR, in dem Tobi, Grune und Max aus unserem Gastroteam transportable Grills testen. Unter vollstem Einsatz werden am Markleeberger See Roster gegrillt, Grune macht sich sogar nacksch dafür (womit wir wieder beim Thema Sex wären…)!

Riecht ihr es schon? Der Bärlauch katapultiert sich aus dem Boden, aus jeder Leipziger Gastronomie, die etwas auf sich hält, duftet es nach Bärlauch. Bevor ihr jetzt den Auwald stürmt, um euch euer wochenendliches Mittagbrot zu zupfen, lest das. Die Stadt Leipzig hat nämlich verordnet, dass Bärlauch nur für den persönlichen Bedarf und nicht in Naturschutzgebieten geerntet werden darf.

Passend zum Thema haben die KollegInnen von Schönes Leipzig ein paar Tipps und Rezepte rund um den Bärlauch gesammelt.

Gleich nach dem Bärlauch steckt der Spargel seine Köpfe aus der Krume. Obwohl die klassische Saison erst in ein paar Wochen startet, gibt es jetzt schon überall das leckere Stangengemüse, welches die Lulu so komisch duften macht. Worauf man beim Spargelkauf achten sollte – auch, was die Umweltbilanz angeht – verrät die Süddeutsche.

Das Essen gleich wieder hochwürgen möchte so mancher, wenn er an den Wohnungsmarkt denkt. Gentrifizierung ist auch in Leipzig ein Begriff, der aufhorchen lässt. Während in der Zeitung stand, dass es sowas gar nicht gibt, demonstrierten vergangene Woche spontan einige dagegen. Gegen einen der Demonstranten wird jetzt ermittelt, weil bei ihm ein Schal und eine Mütze gefunden wurden, die zur Vermummung hätten dienen können. Was lernen wir daraus? Nur im Sommer demonstrieren.

Dem kann man eigentlich nur noch mit Galgenhumor gegenübertreten. Stefan Sichermann macht das sehr erfolgreich mit seinem Blog „Der Postillion“. Hut ab!

Ein paar Vorschläge für alle, die am Wochenende nicht das Haus verlassen wollen, haben wir auch noch gefunden: 17 tolle Dinge, die du mit einem alten Anroid-Smartphone noch machen kannst (via cashy)

Und dann noch das hier: Grüße aus Berlin, dem schlechteren Leipzig!

Schönes Wochenende!