Alle Artikel mit dem Schlagwort “Café

/ Autor: markus-koerner

Die Vielfältigkeit des Hauses

IMG_8010Kennt ihr das auch? Man spricht mit Freunden oder Bekannten über Clubs und Locations in Leipzig und kaum fällt der Name Moritzbastei, kommt eine recht einseitige Ansicht zu Tage. Dabei ist die Moritzbastei mehr als die Disco am Mittwoch und Samstag, ja selbst diese beiden Tage sind oft nicht so einfach zu beschreiben. Fragt man mal Menschen die dort arbeiten oder sich etwas genauer damit Beschäftigen, kommt ein ganz anderes Bild zum Vorschein.

Wie bereits angesprochen gibt es die nach Außen am meisten wahrgenommenen Partys am Mittwoch und Samstag. Einerseits ein sicherer Anlaufpunkt, da Musik querbeet geboten wird und besonders Samstag Abend die MB einfach zum Angebot der Stadt gehört. Andererseits gibt es Samstags immer wieder Highlights mit besonderen musikalischen Ausprägungen und Gästen hinter den Pulten und natürlich die Resident DJ´s.

Das zweite große Aushängeschild des Hauses sind die Konzerte. Von klassischen Klängen bis Elektropop, mit oder ohne Gesang, regelmäßig spielen große und kleine Namen aus verschiedensten Richtungen während ihrer Tourneen bei uns im Haus oder wir bieten jungen Nachwuchsmusikern aus der Region und darüber hinaus eine Bühne.

Nicht weniger erfolgreich sind diverse Formate aus dem Bereich Show, Theater, Literatur und Kleinkunst. Angefangen bei Slam´s und Quizabenden, über Improtheater, Kabarett und Lesungen kann man einen bunten Strauß an Programmpunkten auf großer und kleiner Bühne in der Moritzbastei entdecken. Zudem kommen noch Ausstellungen im Bereich des Cafés, die regelmäßig wechseln und für eine tolle Atmosphäre sorgen (Psst! Zu den Ausstellungen werden auch Vernissagen veranstaltet!).

Wo wir gerade beim Café sind. Das Café Barbakane im Unterkeller des Hauses bietet fast täglich Mittag und Abendessen, sowie Kaffee und Snacks. Dazu gesellt sich zum Abend noch unsere Cocktailbar im Fuchsbau und die Vinothek im Schwalbennest. Beide Räumlichkeiten bringen, abgesehen von dem üblichen Charme der alten Mauern, auch große Getränkekarten mit sich und laden zu einer Entdeckungsreise ein.

Was wir an dieser Stelle nicht vergessen wollen sind die vielen kleinen Dinge, die das Haus am Ende so einmalig machen und das Programm abrunden. Ob Fußball Liveübertragungen oder die im Sommer bewirtschaftete Terrasse (der man einen eigenen Artikel widmen müsste), das Moritzkino mit ausgewählten Vorführungen, Märkte oder Open Air Events…immer wieder gibt es was neues und ständig ist alles im Wandel.

/ Autor: josephine

Kirschenzeit!

Kirschkuchen

Heute mal was aus der Kategorie OM NOM NOM!!!

Die Ernte ist eingefahren! 3 Eimer Sauerkirschen hat unser Kirschbaum im Café-Innenhof (bis jetzt) geliefert – Grund genug für unsere Küchenfeen, ganz nebenbei nach dem Mittagsgeschäft noch diverse Kirschkuchen zu zaubern.
Wer schnell genug ist, kriegt sogar noch ein Stück… bevor die Mitarbeiter alles aufgemümmelt haben 😛

/ Autor: luiset

Der Zeitungsleser

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Manchmal gibt es Dinge im Leben, die sind untrennbar miteinander verbunden. So wie die Hühner und das Ei, der Tanz und die Musik oder Leipzig und das Allerlei. Und um solch einen Fall handelt es sich auch bei unserem Zeitungsleser – Er ohne die Moritzbastei, die Moritzbastei ohne ihn? Undenkbar!

Der Künstler Stefan Thomas Wagner kennt das Haus seit Jahrzehnten und war schon dabei, als die erste Tonne im Oberkeller das Licht der Welt erblickte. Wir trafen uns mit ihm zu einem persönlichen Gespräch um die Geschichte hinter dem „Leser“ herauszufinden.

Thomas Stefan Wagner studierte bildende Kunst und wurde nach Ende des Studiums mit 15 weiteren Kollegen von der damaligen Klubleitung der Moritzbastei gebeten, neue Kunstwerke für den Studentenclub zu schaffen. Einige von Ihnen sind noch heute erhalten, andere wiederum haben die exzessiven Zeiten von Partys, Sanierungen und Umbauten nicht überlebt. Der Zeitungsleser steht jedoch seit 1983 im Café Barbakane – wenn auch sein Standort und seine Zeitung sich im Laufe der Jahrzehnte wandelten (siehe Bildergalerie). Ein staatlicher Mann mittleren Alters, mit der Zeitung „Neues Deutschland“ in der Hand, welche mehrere Löcher aufweist. Man sieht sein Gesicht erst einmal nur von der Seite – starr und in sich ruhend. Läuft man jedoch an ihm vorbei „spaltet“ sich sein Gesicht und öffnet sich zu einem Schrei.

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Diese Art der Darstellung hat eine tiefe Bedeutung. „Die Zensur in der DDR ermöglichte es Künstler nicht, geradlinige Kritik zu äußern. Also musste eine subtilere, abstraktere Art und Weise der Darstellung her. Die Löcher symbolisieren die Fehler im System, die Inhalte der DDR-Politik wurden in Frage gestellt“, so Wagner.

Nachdem die Figur öffentlich ausgestellt wurden war, gab es viele Anfragen von Seiten der Medien, was genau es mit dem Leser auf sich hatte. Wagner, bekannt für seine systemkritischen Figuren, bestritt die Anspielung auf das DDR-Regime und wurde hierbei von der Leitung der Moritzbastei unterstützt. Zwei Jahre später, 1985 zerstörten Unbekannte sein Atelier: „Das war natürlich nicht nur die Konsequenz aufgrund des Zeitungslesers, sondern auch aufgrund anderer systemkritischer Arbeiten“.

Heute kommt er noch regelmäßig in die Moritzbastei, wo sich neben dem Zeitungsleser noch zwei weitere Arbeiten von ihm befinden. So gestaltete er das Deckengemälde im Schwalbennest mit, und im Oberkeller kann in einer der Tonnengewölbe seine Plastik „Mauernbrecher“ besichtigt werden – ein nackter Korpus, der im Laufschritt mit dem Kopf durch die Wand zu gehen schein.

Hin und wieder muss Wagner auch vorbeischauen , um Restaurationsarbeiten an seiner Plastik vorzunehmen. Kurz nachdem er seinen aktuellen Standort bezog – auf der Säule, auf der zwischen 1982 und 2012 die Lessingbüste ihren Platz hatte – wurde der Zeitungsleser von einem angetrunkenen Diskogast schwer beschädigt. Im Zuge der Reparaturarbeitern hat der Zeitungsleser wieder eine Ausgabe des „Neuen Deutschlands“ aus dem Jahr 1989 in der Hand, „als Erinnerung an die damalige Zeit.  Damit wir diese nie vergessen und uns bewusst machen, wie es ist in einem freien Land ohne Zensur zu leben.“

/ Autor: torstenreitler

Beknackte Typen

Der Zeitungsleser hat dreißig Jahre relativ unbeschadet seine Aufgabe in unserem Café Barbakane verlebt. Seine Zeitung hat hin und wieder gelitten, manchmal war sie sogar verschollen. Im vergangenen Jahr wurde er von seinem Schöpfer generalüberholt. Am Donnerstag nahm er dann seinen neuen Platz auf dem Säulensockel ein, nachdem seine langjährige Cafébekanntschaft Lessing uns in Richtung Augustineum verlassen hatte. Read More

/ Autor: torstenreitler

Studentische Mitarbeiter gesucht

Du bist Student? Du suchst einen Job? Gastronomie in der MB würde Dich reizen? Dann melde Dich bei uns!
Telefonisch unter (0341) 7025912 (10-16Uhr und ab 18.30 Uhr) oder direkt am Cafétresen der Moritzbastei.