Alle Artikel mit dem Schlagwort “All You Can Dance

/ Autor: torstenreitler

Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Sogar eine Musikrichtung namens „All you can dance“.

aquaclub

 

Erklären? Bitten? Klagen? (Schon beim Tippen des „K“s haben sich meine Finger gesträubt).  Was soll man machen? „All you can eat“ schreibt ja auch jeder Pizzadienst in seinen Werbeflyer. Mein Sohn hat mich zuerst etwas verstört angeschaut und dann herzlich gelacht, als ich ihn fragte, ob er schon mal was von der Musikrichtung „All you can dance“ gehört hat.

Moritz hatte dann den rettenden Einfall: Wenn „All you can dance“ ein Musikstil ist, dann ist „Aqua Club Night“ ja wohl schon lange einer.

PS: Die wichtigste Mahlzeit am Tag ist der Clown. Schönes Wochenende!

/ Autor: torstenreitler

Papperlapopgeschichte

lostanzen

Die Mittwochsparty ist nicht nur eine Institution der Moritzbastei. Heute erzählen wir euch mal die Geschichte dieser Partyreihe, die ab heute unter wöchentlich wechselndem Namen & Programm neu startet. Ein Diavortrag über knapp 40 Jahre Diskowahnsinn in der MB. Viel Spaß!

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Der Mittwoch war schon kurz nach dem Ausgrabungsbeginn der MB als Diskotag im Gespräch, wie dieser Artikel aus der Universitätszeitung vom 11. Juli 1974 zeigt. Die heutige „Diskotonne“ war übrigens noch gar nicht vorgesehen für den Ausbau.

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Die Veranstaltungstonne, wo heute die Konzerte stattfinden, sah 1975 noch ungefähr so aus wie auf diesem Bild.

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In den Anfangsjahren war eine Liveband obligatorisch. Hier spielt die Kasseturm-Jazzband aus Weimar auf. Beards, shirts & cigarettes – original hipster back in 1980!

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Die MB-Partys waren schon immer Kontaktbörse. Allerdings nicht immer nur mit eindeutigen Absichten. Hier sucht jemand per Aushang:  „für ein BRECHT-PROGRAMM einen Pianisten, der vom Blatt spielen kann“. (1978, live spielt der Jazzgitarrist Uwe Kropinski)

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Der erste, heute legendäre Name der MB-Diskos: Papperlapop (auf der Posterwand von 1980 unten rechts). Jenachdem, ob in zwei oder sogar drei Räumen DJs auflegten, hieß es später „2-Kanal-“ oder „3-Kanal-Papperlapop“.

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Diskjockeys waren meist Tapejockeys – Platten mit aktuellen Hits gab es in der DDR praktisch nicht, das meiste wurde auf Kassette kopiert oder im Westradio aufgenommen. Kein DJ kam ohne seine Notizbücher aus, in denen die Liedreihenfolge seiner Kassettensammlung vermerkt war!

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Die Lichttechnik war in den 1980ern digital. Es gab die Optionen 1 oder 0 – an oder aus. Na gut. Rot, Blau und Grün waren auch möglich.

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Bis in die 1990er Jahre war die MB beinahe Alleinherrscher unter den Leipziger Diskotheken. Das Fassungsvermögen war mit knapp 1200 Besuchern einzigartig, und es war gefühlt immer ausverkauft. Alternativen entwickelten sich erst ab Ende der 1990er, eine echte Konkurrenz für den Mittwoch tauchte erst mit dem Nachtcafé auf. Ach, und Rettungsfolie als Partydeko haben nicht die heutigen HGB-Studenten erfunden. Das Bild zeigt eine Faschingsparty Ende der 1980er Jahre.

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Mit dem Aufblühen der Leipziger Clubszene und dem Boom von Black Music, HipHop und Techno um 2000 herum gab es den ersten „Mittwochsknick“. Darufhin wurde die MB-Disko technisch aufgerüstet und ein neuer Name wurde gesucht.

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Tatsächlich gab es eine Zeit, da liefen die Partys unter dem Namen „Discodiscount“. Aua! Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich mir den habe einfallen lassen. Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, dass auch „All You Can Dance“ auf meinem Mist gewachsen ist. Seit Februar 2002 wird unter diesem Titel Mittwochs und Samstags bei uns gefeiert.

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Ende 2013 kam dann der Schuhfetisch in unser Partyprogramm. Zum Jubiläumsjahr 2014 starteten wir eine große Plakatkampagne mit der Aufforderung „put on your dancing shoes“. Die fotografierten Treter gehören übrigens alle Leute aus dem MB-Team. 🙂

In den vergangenen zwei Jahren gab es dann die nächste tektonische Verschiebung im Leipziger Nachtleben. Neue Clubs öffneten, lose Partycrews laden zu informellen Raves in WG-Küchen, Parks und unter Autobahnbrücken. Plagwitz, Lindenau und der Leipziger Osten ziehen das Publikum aus den gewohnten Ausgehvierteln. Wenn es hypezig irgendwo da draußen geben sollte, dann jedenfalls nicht in der Innentstadt! Dazu kommt, dass der wichtigste Effekt der Bologna-Reform wohl der ist, dass Studenten wochentags abends kaum noch aus dem Haus gehen. Jedenfalls nicht, um bis in die Morgenstunden zu tanzen. Bis Donnerstag nachmittag wird studiert und gebüffelt, beim Blick auf den Partykalender der Stadt kann man es deutlich sehen: der Mittwoch fühlt sich nicht mehr sehr sexy an…

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Da wollen wir ein bisschen helfen. Nach genau 12 Jahren (!) unter dem Namen „All you can dance“ starten wir ab Februar unter wechselnden Namen und mit neuen Formaten durch. Unter dem Titel „los!tanzen!“ wird es eher „klassische“ MB-Studentenpartys geben, nächste Woche wird es dann unter dem Titel „Masse und Beschleunigung“ eher in Richtung Indietronics und Electronic gehen. Zwei weitere Formate haben wir noch in der Hinterhand, die dann Akzente in Richtung Indie und Alternative setzen werden

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Unseren Schuhfimmel treiben wir noch ein wenig weiter. Wir haben eine kleine Fotostation eingerichten, unter dem hashtag #lostanzen könnt ihr mit euren Schuhselfies aus der MB die sozialen Netzwerke verstopfen.

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Ab heute nacht gilt es. Wir hoffen, ihr habt so viel Spaß beim Feiern wie wir beim Vorbereiten. Wir freuen uns auf euch!

/ Autor: torstenreitler

Schön, aber nur halb so schön

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Vergangenen Samstag hat uns Roger Osterbrink aus Osnabrück besucht, um 360-Grad-Aufnahmen von der Moritzbastei zu machen. Schöne Bilder, auf denen die MB an einem ganz normalen Samstag gegen 22 Uhr zu sehen ist. In der Tonne tobt gerade das Konzert mit dem Dubioza Kolektiv, ansonsten herrscht die Ruhe vor dem All-You-Can-Dance-Sturm. Kaum zu glauben, dass zwei Stunden später über 1100 Leute unsere Gewölbe füllen werden…

Schöne Aufnahmen, vielen Dank an den Fotografen, der sie als Referenz für seine Angebote nutzen möchte. Aber sie sind natürlich nur halb so schön, wie ein leibhaftiger Besuch bei uns. Schon allein der Hintergrundmusik wegen, die beim Betrachten der Panoramen erklingt. Der MB-Sound ist immer noch ein ganz anderer…

Hier noch der Link zu den Bildern, oder ihr klickt einfach auf das Bild oben.

/ Autor: torstenreitler

Der Mob ist los

Wir haben heute abend die Ehre, einen „Jogginghosenflashmob“ zu beherbergen. Aufgerufen hat dazu das U.W.E. DJ-Team mit folgendem Text (Rechtschreibung wie im Original):

„In der Moritzbastei werden seit neuestem Gäste mit Jogginghosen des Eintritts verwiesen. Gründe wurden nicht genannt, nur: „Anweisung von oben, keine Disskusion“. Um diese oberflächliche, diskriminierende Einlasspolitik öffentlich zu kritisieren rufen wir zum Jogginghoseninvasion bei der kommenden Erstsemesterparty am Mi 10.10. auf. Zieht euch bequeme Sachen an in den ihr euch wohlfühlt und am liebsten feiert! Es geht hier nicht um die MB, vielmehr grundsätzlich um Aufrechterhaltung von Individualität in allen Lebensituationen. Gegen Uniformierung und künstlich aufgezwängte Bürgerlicher Erscheinungsstatuten!

Bleib was du fühlst!

For a better life: U.W.E.“

Ausgelöst wurde dieser Furor von einem Eregnis, welches sich aus Sicht des an der Tür stehenden Mitarbeiters unserer Security folgendermaßen abspielte: Junger Mann möchte in ziemlich abgewrackter Klamotte, die schwer danach aussieht, als hätte deren Träger ein paar Stunden lang Altbauten abgerissen, zu All You Can Dance. An der Tür wird er gebeten, sich zuerst zu säubern und umzuziehen, bevor er unsere Party besucht. Dafür hat der junge Mann kein Verständnis und bringt das auf eine Art und Weise zum Vortrag, die nicht dazu angetan ist, sich Freunde zu machen. Worauf unser Mitarbeiter dem jungen Mann empfiehlt, heute abend besser woanders tanzen zu gehen.
Aus unserer Sicht gibt es daran nichts zu beanstanden. Wir entscheiden, wen wir zu uns einlassen. Abgewracktes Erscheinungsbild und Unhöflichkeit sind zwei der wenigen Gründe, die dazu führen können, dass jemand an unserer Tür abgewiesen wird.

Bleibt der Satz: „Anweisung von oben, keine Diskussion“. Diese Anweisung gibt es nicht. Jogginghosen sind hässlich, aber kein Grund, nicht in die MB eingelassen zu werden. Dass unser Mitarbeiter sich zu dieser Antwort hat hinreißen lassen, war falsch. Es mag daran gelegen haben, dass er sich erhoffte, damit die wohl sehr unerfreuliche Gesprächsführung des Gastes wirkungsvoll zu beenden. Wir haben ihn darauf hingewiesen, dass er sich in diesem Punkt nicht korrekt verhalten hat. Ausschließlich in diesem. Punkt.

Ansonsten nehmen wir die Sache mit Humor. In unserem Team hat das Zitat „In bequemen Sachen in die MB gehen“ bereits das Sprichwort „Eulen nach Athen tragen“ aus dem aktiven Sprachgebrauch verdrängt. Darum gehen wir auf die politische Unterbelichtung des Aufrufes, die Infantilität der Reaktion und den fragwürdigen Individualitätsbegriff nicht weiter ein. Sonst müssten wir uns tatsächlich noch aufregen.

Feiert schön, ob in Jogginghose oder Elefantenslip. Und bitte, bitte, bitte empört euch das nächste Mal über irgend etwas relevantes.

PS: Warum wir uns erst heute dazu äußern? Darum bzw. darum.

/ Autor: josephine

Montagspresseschau: Bilder & Videos satt…

Ich hab ein wenig gesammelt, daher gibt´s heute endlich mal wieder eine Presseschau – und noch dazu eine, die einen kleinen Bilder-Overkill verspricht…
Ich sortier´s mal chronologisch nach Veranstaltungen…

20.09.2011 Annie B. Sweet / Fallulah
Eine Bildergalerie zur Veranstaltung gibt´s auf urbanite.de.
Zur Galerie

29.09.2011 Die Drei ???

Einen zweiteiligen Mitschnitt des Mitmachhörspiels „Die geheimen Steine“ findet ihr auf youtube:

1.10.2011 Emma 6

Auf urbanite.de gibt´s ein kurzes Review und jede Menge Bilder vom Konzert…
zum Artikel

Auf youtube hab ich außerdem etliche Konzertmitschnitte gefunden – hier mal exemplarisch
„Wunderbare Jahre“

5.10.2011 All You Can Dance

Eine Bildergalerie zum Disko findet ihr auf klub-kultur.de.
Zur Galerie

MB-Geschichte
Und zu guter Letzt noch eine hübsche Bildergalerie zum Thema „Studentenleben in den 1980er Jahren in der Moritzbastei“ auf mdr.de:
zur Galerie

/ Autor: josephine

Montagspresseschau: Cristin Claas, Waltari, Etta Scollo & Partybilder

Diese Woche kann ich euch eine musikalisch wirklich hübsch durchmischte Presseschau präsentieren:

Zunächst eine etwas späte Nachsorge des Konzerts von Cristin Claas am 22.1.2011:
Konzertausschnitt auf youtube
Bildergalerie auf www.moritzbastei.de

Ein Review zum Konzert inklusive Fotos von Waltari am 21.4.2011 könnt ihr bei Rockzoom.de sehen: Zum Artikel

Ebenfalls einen Konzertbericht plus Bildergalerie zum Auftritt von Etta Scollo am 5.5.2011 findet ihr auf den Seiten der Leipziger Internetzeitung: zum Artikel

Und es gibt auch wieder Partybilder – und das gleich im Doppelpack!
Fotos von der Depeche Mode Party am 6.5.2011 liefert das Leipzig Fernsehen: zur Galerie
Bilder vom All You Can Dance am 30.4.2011 gibt´s bei Lokalisten.at: zur Galerie

/ Autor: josephine

Montagspresseschau: Grausame Töchter, Partybilder & Killerpilze

Nachdem ich gestern dagegen angekämpft hab, eine Ostermontagspresseschau zu erstellen (so sehr Streber bin ich dann nun doch nicht), gibt´s heute ein paar sehr hübsche Artikel über unser kulturelles Angebot der vergangenen 10 Tage:

Partybilder vom All You Can Dance am 16.4.2011 gibt´s wie immer bei lokalisten.at zu sehen: zur Galerie

Ein Interview mit Grausamer Tochter Aranea Peel, die am 29.4.2011 im Rahmen von „Schwarzes Leipzig Tanzt“ bei uns zu Gast ist, könnt ihr auf lizzy online lesen: zum Artikel

Und zu guter Letzt noch ein euphorisierter Bericht aus dem Tourtagebuch der Killerpilze zu ihrem Konzert am 18.4.2011 – nach eigenen Angaben eine der „besten 5 killerpilze-shows of all time“. Na das freut uns doch!
zum Bericht

/ Autor: josephine

Montags… – äh – Mittwochspresseschau

Mit 2 Tage Verspätung (ich hatte einfach gehofft, dass sich da draußen im Netz noch ein bisschen was tut) gibt´s heute…

…den Tourtagebucheintrag der Monsters of Liedermaching zu ihrem Auftritt bei uns am 8.4.2011 – für alle, die immer schon wissen wollten, wie unsere Tonne im ausverkauften Zustand aus Sicht der Künstler aussieht… ansehen!

….Partybilder vom All You Can Dance am Samstag, den 16.4.2011 bei Leipzig Fernsehen.
Zur Galerie

/ Autor: josephine

Montagspresseschau: Suppe, Bücher & Bilder.

Wie Torsten es ja heute schon erwähnte: Wir läuten ab dieser Woche den Buchmesse-Advent ein und laden jeden Mittag ins Schwalbennest. Der Leipziger Internetzeitung ist das einen Beitrag wert: zum Artikel
Außerdem bin ich in diesem Zusammenhang nochmal auf die Rezensionen der 2010er-Lesungen von Burkhard Jung und Michael Faber gestoßen. Die Artikel findet ihr hier:
Das Wüten der ganzen Welt: OBM Burkhard Jung
Buchmesse schmeckt: Michael Faber liest

Wieder jede Menge Partyfotos gibt´s auf lokalisten.at

Und die LVZ veröffentlichte eine (möglicherweise unvollständige und nicht sortierte) Liste der 100 Guten Gründe, warum Leipzig lebens- und liebenswert ist. Und wer hätte das gedacht: Wir sind dabei 🙂
Zur Liste

/ Autor: torstenreitler

Feuer, Wasser, Sturm

Womit anfangen? Vielleicht mit Danksagungen. Danke, liebes Schicksal, dass keine gravierenden, nicht wieder gut zu machenden Schäden durch das nächtliche Feuer an der Moritzbastei verursacht wurden. Danke an das MB-Team, welches nicht nur die nächtliche All-You-Can-Dance-Party umsichtig evakuierte, die Gäste beruhigte und Panik verhinderte. Danke auch für die erste Hilfe im Oberkeller, für´s Arbeiten im Rauch und im Gestank und dafür, in einer Katastrophensituation einen klaren Kopf behalten zu haben.

Unser Müllplatz brannte heute nacht ab, die Polizei geht davon aus, dass nachgeholfen wurde. Bilder und eine ganz gute Zusammenfassung des Geschehens gibt es bei LVZ-online. Was bedeutet das für uns? Read More