/ Autor: torstenreitler

Semieuphorisch. Wenn es das gibt.

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Der „Grosse Preis 2013“ ist Geschichte. Wir hatten versprochen, dass wir hinterher schlauer sein würden. Und jetzt ist hinterher. Also, los.

Zuerst die Fakten. Einhunderachtzig verkaufte Tickets sind weniger, als wir erhofft hatten. Dazu kamen ca. 75 Gäste, hauptsächlich Jurymitglieder und Partner, die uns bei der Austragung unterstützt hatten. Die Halle D war mit diesen gut 250 Gästen angenehm gefüllt. Kein Drängeln und Schubsen, aber auch zu keiner Minute das Gefühl peinlicher Leere.

Nach etwas mehr als zwei Stunden verabschiedeten sich alle Beteiligten der Gala mit einem Konfettifeuerwerk von der Bühne. Der Abspann lief, dazu klang Musik von den leider verhinderten Preisträgern Webermichelson aus den Boxen. Nun passierte etwas bemerkenswertes: die meisten Leute blieben einfach in der Halle. Holten sich noch ein Getränk, unterhielten sich an den Stehtischen. Letztlich musste die Security kurz vor zwölf die letzten Gäste freundlich, aber bestimmt bitten, Platz für die Aufräumarbeiten zu machen.

Was haben wir gelernt? Die Bands haben sich wohl gefühlt. Die Abwesenheit von Wettbewerb auf der Bühne lies alle auftretenden Künstler entspannte Sets spielen, wobei die Aufregung und die Ehre, hier an diesem Abend als Leipziger „Band des Jahres“ auftreten zu dürfen, immer prästent war. Das Publikum honorierte alle Bands mit ordentlichem Applaus. Die Saalflucht nach dem zweiten Lied einer Band, in den Vorjahren nicht zu verhinderdes Publikumsritual, blieb komplett aus. Ich selbst wollte mich immer mal wieder Richtung Bar oder in die Raucherdiaspora begeben, allein ich blieb, weil ich ja nichts verpassen wollte.

Sehr angenehm, dass die Umbaupausen unsichtbar hinter dem Vorhang vonstatten gingen. Wenn er sich dann auftat und den Blick auf die in ihre jeweils eigene Lichtfarbe getauchten Preisträger freigab, schuf das immer wieder aufs Neue einen geradezu erhabenen Moment, der alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Das Publikum war damit in einen Bann gezogen, den die Bands mit ihren Songs „nur“ noch aufrecht zu erhalten brauchten. Was sie auch taten.

Auf die Qualitäten von Julius und Tim als Moderatorenduo zu vertrauen, erwies sich als goldrichtig. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass ihnen in dieser Stadt in Sachen Unterhaltung und professionellem „durch den Abend peitschen“ niemand das Wasser reichen kann. Auch, wenn nicht alle vorbereiteten Szenen griffen, wie gewünscht – gefühlt gab es keine Lücken zwischen den Bandauftritten, sondern sogar ein paar zusätzliche Höhepunkte.

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© D. Endruhn

Am Ende eines sehr anstrengenden Tages durften Moritz und ich in glückliche, zufriedene Musikergesichter schauen. Wie oben beschrieben, schien auch das Publikum den Abend genossen zu haben. Die Rückmeldungen der „Musikpolizei“ waren ebenso durchweg positiv.

Unsere Generalüberholung beim „Grossen Preis“ hat also, was die Abläufe im Vorfeld und während der Gala angeht, wunderbar gegriffen. Bleibt der Umstand, dass wir mehr Menschen für die vermeintlich beste Livemusik dieser Stadt begeistern woll(t)en. Es gibt also trotz alledem viel zu tun, und dies ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis des vergangenen Freitags: Wir wollen und werden es (wieder) tun. Unterstützung jeder Art ist willkommen!

Detlev Endruhn hat die schönsten Momente eingefangen, schaut mal!

 

2 Kommentare

  1. d.müller

    hallo ich fand den abend zu dem im jahr vorher auch ganz ok. habe allerdings ein paar infos zu dem ganzen vermisst zb. das es gar keinen sieger des abends gibt u.s.w. dann fand ich die moderation von herrn thoelke, ich sage es mal nett ziemlich daneben. wie kann man denn sagen das das publikum gefälligst ruig zu sein hat und wer sich unterhalten will bitte doch vor die tür gehen sollte, zum glück haben das die wenigsten leute mit bekommen.also mein tip nächstes mal lieber herrn julius fischer alleine modererieren lassen oder jemanden fähigen da zu zu holen. also bin auf das nächste mal gespannt.

    m.f.G.

  2. Jörchhhh

    Lieber D. Müller, ich stand oben,ja oben auf der Bühne. Die Akustik ist immer anders dort oben über dem Publikum. Es war tatsächlich extrem laut im Publikum und daher mehr als verständlich,das Herr Thoelke etwas sagt. Zudem denke ich,das dies etwas mit Respekt zutun hat. Ich fand es ja bemerkenswert,das bei Long Voyage,in der ich mitgespielt habe,der Raum ruhig war,als wir den akustischen Song gespielt haben. Also nichts für ungut und Frohe Weihnachten.

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