/ Autor: elisabeth

Vorstellungsgespräch, Teil 1

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Am 6. Dezember soll im Werk 2 die Band des Jahres 2013 gekürt werden. Am Finalabend werden vier Bands auf der Bühne stehen, drei davon werden von einer Fachjury gewählt. Im Online-Voting könnt ihr für vier verschiedene Kandidaten stimmen, von denen sich eine, also der Sieger, am 6. Dezember mit den von der Jury gewählten bands die Bühne teilen wird.

Da die berüchtigte Qual der Wahl es einem auch nicht leichter macht, möchten wir euch neben der Musik von  Nevertheless, Annuluk, Jesse Flame & The Burnberries und Clemens M. Müller auch noch die Künstler selbst vorstellen.Zunächst haben wir uns Clemens M. Müller beiseite genommen und ihn zum Großen Preis und seinem Musikerleben befragt und zudem noch seine künstlerische Seite abseits der Musik raus gekehrt. Also los…

Was verbindest du mit dem Grossen Preis?

Clemens: Da ich hier nicht aufgewachsen bin, sondern Leipzig erst seit einigen Jahren meine Wahlheimat ist, kann ich nicht allzu viel dazu sagen. Ich weiß nur, dass es gar nicht so einfach ist mit einer 4-Mann-Combo in Leipzig an gute Gigs zu kommen, deshalb fand ich die Ausschreibung mit einem großen Finale im Werk 2 eine reizvolle Sache. Zudem war auch der Fakt, dass es bei dem großen Preis nicht um irgendwelche leeren „Versprechungen“ wie Majorverträge, professionelle Shootings, Beratungen etc… geht, sehr sympathisch. In diesen anderen Contests entsteht immer ein riesen Druck, weil es ja scheinbar um das Ticket zum großen Erfolg geht – jedenfalls suggeriert das jeder einem. Dass das natürlich nicht so ist und auch kein ernstzunehmender Künstler durch einen Contest zum „Star“ wurde, sieht man erst viel später. Beim großen Preis hab ich das Gefühl, dass es eher darum geht, dass man mal wieder erfährt, was die hiesige Musikszene so macht und wer dazugekommen ist. Also alles nicht unter so einem „Musik-als-Leistungssport“-Gedanken.

Gibt es eine/n Leipziger Band / Künstler / Musiker, die du toll findest oder mit dem du gerne mal zusammenarbeiten würdest?
Clemens: Sehr schwierige Frage.  Ich könnte mir vorstellen, dass Bach mal ein paar Streicher-Sätze für meine neuen Songs schreibt und Schumann mich mal am Klavier begleitet. Ansonsten bin ich schon ganz zufrieden mit meiner Band und meinem Produzenten. Ich mach auch entgegen der tocotronischen Parole „mach es nicht selbst!“ gern viel selbst.

Womit kann man dich beim Bandcatering besonders glücklich machen?
Clemens: Möglichst billige und fettige Pizza kommt immer gut. Für mich Funghi oder Vegi und für den Rest der Band Salami.

Welche Musik geht im Tourbus gar nicht?
Clemens: Eigentlich hören wir selten Musik im Tourbus. Wenn wir auf Tour sind, sind die wenigen Stunden ohne Musik auch mal entspannend. Und wenn doch, geht’s oft darum den Fahrer (meistens mich) wach zu halten. Zu diesem Zwecke eignet sich ganz besonders gut Volksmusik aber auch das „Beste von Heute“ mit diesen schnellen Plastik-Beats. Wie heißt das gleich…ach ja „Dubstep“. Kurz: der Tourbus ist eigentlich eine komplett musikfreie Zone.

Was machst du im Tourbus lieber, Videospiele zocken oder lesen?
Clemens: Meint ihr mit „Zocken“ Play-Station und X-Box? Macht eh keiner von uns. Musiker, die in Ihrer Freizeit Konsole spielen, hab ich noch nie getroffen. Manchmal liest einer die Bravo laut vor. Wir haben’s auch mal mit einem Erotik-Roman von der Tankstelle versucht. Hat aber nicht gehalten, was er versprach. Aber meistens gibt’s genug zu erzählen, da wir ja noch nicht die Hälfte des Jahres gemeinsam im Bus sitzen, sondern nur 2-3 Mal im Jahr. Ist dann schon noch was besonderes!

Bei welcher Musik musst du sofort anfangen zu tanzen?
Clemens: Steffen, unser Bassist, war mal Tuniertänzer. Vielleicht fängt der bei einem Salsa-Beat spontan an zu tanzen. Hab’s noch nicht ausprobiert, aber werd ich auf jeden Fall demnächst mal machen. Ansonsten sind wir allesamt recht lausige Tänzer und versuchen dieses Kapitel auch möglichst zu umgehen. Wenn wir das ein oder andere Bier getrunken haben, bewegen wir uns schon mal exaltiert und ungelenk zu guter Musik. Dabei gibt’s eigentlich nur die Prämisse, dass wir die Musik auch so (in unserer Freizeit) hören würden. Möglichst nichts Elektronisches. Nagut: Radiohead würde noch gehen. Aber dann ist Schluss!

Welches Bild vermutest du in den Köpfen der Hörer, wenn deine Musik läuft?

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Am Freitag stellen wir euch Annuluk vor, die uns etwas über ihre Beziehung zu den Pet Shop Boys erzählen werden.