/ Autor: moritz

Le coq est mort vive le roi

DER GROSSE PREIS,  die Urgrossmutter aller sächsischen Bandwettbewerbe, hat sich tapfer und etwas eingerostet bis in unsere Zeiten fortgeschleppt. Ab 2013 wird einiges anders, was hier erklärt werden soll.

Im Gegensatz zu den früheren Austragungen des GROSSEN PREISES ist es heute für Bands so viel einfacher, an die Öffentlichkeit zu treten. Früher™ musste man sich schlicht und ergreifend den Arsch abspielen, um beachtet zu werden. Heute geht man zum Kochduell, in den Dschungel oder man teilt sich mit einer Freundin eine Tasse für was auch immer.

Bis vor einigen Jahren war die Teilnahme an Bandwettbewerben deshalb, abgesehen von den Preisen, die man abstauben konnte, vor allem in der Hinsicht wichtig, dass man sich einem großen Publikum präsentieren konnte. Heute ist das Publikum online.

Der Bandwettbewerb in dieser bis jetzt praktizierten Form ist obsolet. Auf jeden Fall für eine Stadt in „unserer“ Größe und „unseres“ künstlerischen und kreativen Auswurfs – wenn man den Anspruch hat, damit auch – und jetzt müssen wir vorsichtig sein – einen größeren Teil der Bandlandschaft darzustellen. Es haftet solchen Bandwettbewerben immer etwas Kleinstädtisches oder Ländliches an und in einem solchen Umfeld sind sie immer noch ein wahnsinnig wichtiges Präsentationsmittel für Bands. Kleinstädtisch wollen wir hier bitte nicht negativ verstanden wissen. Was ohnehin albern wäre in einem Land, in dem von knapp über 2000 Ortschaften, die sich stadtrechtlich kommunal selbst verwalten, nur knapp 40 über 200.000 Einwohner haben.

Schon in den letzten Jahren haben wir am Konzept rumgedoktort  und waren vielleicht nicht mutig genug für den nächsten Schritt. Die Pläne sind nichts Neues, sondern liegen schon länger in den hinteren Schubladen unserer Hirne. Die Jungfernkur heisst Wandel im Konzept.

Und so haben wir beschlossen, von dem Konzept des Nachwuchswettbewerbs, was er eigentlich nie sein sollte – Bandförderung ja, Nachwuchsförderung auch, aber ausschließlich Nachwuchswettbewerb eigentlich nein – weg zu kommen und die „Leipziger Werkschau“ zu werden, die wir bei Übernahme des Wettbewerbs eigentlich sein wollten. Wir hoffen sehr, dass wir mit diesem Konzept nicht nur Bands und Publikum ansprechen können, sondern auch die Veranstalter, Booker, Labelmacher … der Stadt, um mit allen zusammen zu kommen und Spass zu haben. Denn um das geht es doch eigentlich.

Für alle, die auf Fakten, Fakten, Fakten stehen, gibt es hier den Verweis auf die offizielle Seite von DER GROSSE PREIS – Leipzig wählt die Band des Jahres 2013.