/ Autor: aivay

Maddi @ Moritzbastei vom 12.-24.03.

 Ist zwar schon ein Weilchen her, aber letztendlich gibt es hier doch einen Bericht von:

Martin "Maddi" Lorenz aus dem WUK in Wien

Dies ist eine ausdrücklich kurze und keineswegs vollständige Zusammenfassung meiner privaten und beruflichen Tätigkeiten in Leipzig. Die Worte in Schrift, hier leserlich niedergeschrieben, beanspruchen weder literarische noch grammatikalische Richtigkeit/Innen. 

 Einleitung:  

Ich war im März für zwei Wochen im Rahmen von Changing Rooms in der Moritzbastei in Leipzig. Diese Zeit diente dem Gedanken-, Informations-, und Arbeitsweisenaustausch zwischen Mitarbeitern von Kultureinrichtungen. Ich, als Abgesandter der WUK-Technik, fand meine sehr sympathische Ansprechperson in Aiva, Technikerin in der Moritzbastei. Nach nötigem organisatorischem email-Verkehr war klar: Ich komme als Techniker zu Aiva in die Moritzbastei um dort in der Technik mitzuhelfen und die dortigen Sitten und Gebräuche kennenzulernen. Schlafplatz für diesen Zeitraum bekam ich in Aivas Wohnung, da dort ein Zimmer leer stand. 

Hauptteil:  

Zu Beginn möchte ich gleich Eines erwähnen: Ich wurde von Anfang an sehr herzlich und als Teil des gesamten Teams behandelt. Ich wurde sozusagen in die Familie integriert. 

Um eine möglichst chronologische Darstellung meiner Erfahrungen wiederzugeben sollte ich bei einer Hausführung in der Moritzbastei anfangen. Dies tue ich aber nicht, da ich eine genaue zeitliche Abfolge meiner Tätigkeiten sowieso nicht mehr weiß. 

Als dann bekam ich von Aiva eine Einschulung in die dortigen Gerätschaften. Ich bekam deren Video-, Licht-, und Tonequipment und auch deren Wohnstätten nähergebracht. Außerdem wurden mir sämtliche Lagerplätze für diverses Bühnenmaterial und Mobiliar gezeigt. Eine wahre Fülle an Eindrücken und Plätzen – und das in der Moritzbastei, die am Anfang aufgrund ihrer Architektur sowieso sehr verwinkelt und somit verwirrend ist. 

Verlaufen habe ich mich allerdings nur einmal. Blöderweise mit zwei schweren Boxen in den Händen. Dass mein eigentliches Ziel dann nach 10 minütigem Suchen eigentlich nur ein paar Meter meines ursprünglichen Ausgangspunktes lag, trug viel zur allgemeinen Erheiterung bei. 

Das Eis, das nie wirklich anwesend war, war gebrochen. 

So begann  ich langsam, aber doch, immer mehr mitzuhelfen. Am Anfang unter Anleitung und im Laufe der Zeit dann immer selbstständiger. Mitunter waren das folgende Tätigkeiten: 

Videoaufbau für eine Band, Problemlösung bei Moving Heads, Tische- und Sesselrücken, Tonbetreuung eines Raumes bei der langen Leipziger Lesenacht, Tische- und Sesselrücken, Einleuchtassistenz bei diversen Veranstaltungen, Bühnenauf- und Umbauten, Tische- und Sesselrücken, Abbau der Outdoor-Raucher-Truss-Konstruktion. 

Ich habe mich in dieser Zeit sehr wohl gefühlt und war auch sehr froh aktiv am Geschehen teilhaben zu können und zu dürfen. Das Technikerteam in der Moritzbastei ist nicht nur technisch sondern auch zwischenmenschlich sehr lobend zu erwähnen. 

Nach Absprache mit Aiva hatte ich auch die Möglichkeit mir privat Einiges in Leipzig anzuschauen. Eigentlich habe ich wirklich sehr großzügig „frei“ bekommen und auch Aiva hat sich Zeit nehmen können, sodass wir gemeinsam um die Häuser zogen. 

Teil dieses Programms war: Grassi Museum für Völkerkunde Leipzig, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Museum in der „Runden Ecke“ (Stasi Museum), Leipziger Zoo und Galerie für Zeitgenössische Kunst. Was mich persönlich auch sehr gefreut hat war, dass ich einmal klettern war und dass ich einmal Wiener Schnitzel für Aiva kochen durfte! 

Schluss: 

Mein Resümee dieser „Dienstreise“ ist, dass es sich zu mehr als 100% gelohnt hat diesen Austausch mitzumachen. Ich habe gesehen wie ein anderer Kulturbetrieb arbeitet und auch ein bisschen in die tieferen, strukturellen und finanziellen Ebenen Einblick gewonnen. Dieser Informationsgewinn lässt mich meinen eigenen Arbeitsplatz mit neuen Augen sehen. 

Ich hoffe, dass uns Aiva auch einmal im WUK besuchen kommt! Das Team hat mich als vollwertigen Techniker anerkannt und quasi von Anfang an, soweit möglich, ins Team integriert. Die organisatorische Abwicklung vor Ort in der Moritzbastei hat super funktioniert. Ich bekam direkt vor Ort Verpflegung und zusätzlich Taschengeld. Das bekomme ich nicht einmal im WUK.

3 Kommentare

  1. Haha, sehr feine Erinnerungsauffrischung!
    Wann kommste eigentlich mal wieder?!

    Schöne Grüße nach Wien,
    Josi

  2. Hi Josi, fein dich zu lesen!
    Eigentlich wollt ich ja mal kommen wenns ein bisserl grüner ist, die Stadt, aber nachdem ichs diesen „Sommer“ nicht geschafft hab wirds wohl wieder ein entgrüntes Leipzig werden. Wann genau kann ich allerdings nicht wirklich sagen… Und du? Und ihr? Wann darf ich euch mal meine Wohlfühloase vorstellen? 🙂
    Dickes Bussal euch allen aus Wien
    Hoi and Joy
    Maddi

  3. Also an mir soll´s nich liegen!
    =)

    Die andern beiden Homies haben garantiert auch Lust mal auf große Fahrt zu gehen… sollte man mal als kleines Projekt für die erste Hälfte 2011 angehen, finde ich. Vorher ist leider extrem unrealistisch :/

    Liebe Grüße in den Süden,
    J.

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