/ Autor: torstenreitler

Ein Gedicht von einem Gedicht.

Leider werden die Editorials im MB-Programmheft ja ohne Autorenangabe gedruckt. Jetzt weiß man also beim Durchblättern alter Jahrgänge nicht mehr so recht, von wem da was stammt, denn in den ersten Jahren hat sich der Rick mit meiner Wenigkeit durchaus abgewechselt beim Eingangstexten.

Das schöne Aprilgedicht, welches ich letztens schonmal erwähnte, hab ich jetzt mal für euch hier eingetippert. Ihr müßt jetzt raten, ob es der Rick a) gedichtet hat oder b) von irgend jemandem abgeschrieben. Meine Urheberschaft möchte ich beinahe ausschließen. Jedenfalls solange, bis der Rick behauptet, das wäre von mir.

Helft!

April, April.
Wer weiß schon, was der will?
Zieht es ihn ins Jazzkonzert,
hätt´ er lieber Blues gehört?
Würd er lieber lesen,
söff´ er gern am Tresen?
April, April.
Wer weiß schon, was der will.
Muss er viel studieren?
Gar examinieren?
Schlampt er bei der Hausarbeit,
schielt der Assistenz ins Kleid?
April, April.
Wer weiß schon, was der will.
Könnt´ der Herr sich mal entscheiden
Zwischen den vier Jahreszeiten?
Weit gefehlt! Er lässt sich feiern!
Jedes Jahr die selbe Leier.
April, April.
Am besten, wir sind still.

PS: Wisst ihr, was er uns mal könnte?
Und zwar kräftig, bis zur Rente!

2 Kommentare

  1. Da ich aus diesem Stück Lyrik eindeutige Wetterhetze herauslese, die meiner Ansicht nach scharf gegen unterbrochenen Frühling und/oder unterbundenes Aufkeimen der Sommerlichkeit im Allgemeinen und april-speziellen zielt, kommt ihr definitiv BEIDE als Autoren in Frage.

    Jedenfalls schließe ich das aus dem Gewinsel, was wie jedes Jahr pünktlich zum Herbsteinbruch aus Richtung eures Büro dumpft.

    Nicht traurig sein: Es wird doch nochmal Sommer 🙁

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