/ Autor: jennyh

Das erste Mal…

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war es vergangenen Donnerstag für so einige. Josephine Marks erste öffentliche Austellung eines kleinen Ausschnitts ihres umfangreichen Werkes, d.h.- Philippes erste feierliche Rede und meiner Wenigkeiten erste Vernissage von Gastwegen, dabei gleich erstmal zu spät gekommen, weil, war es nicht schick, alles zu verspäten im bildenden Kunstmilieu?

Nein, es ging pünktlich los, sacht einem aber auch keiner nichts.
Philippens Rede live habe ich dadurch leider verpasst, aber sie liegt mir hier vor und ich bin mehr als berührt. Sie kündet von tiefer Freundschaft und Verständnis und ergießt sich nicht in schamlosen Lobhudeleien wie Reden gerne mal gegockelt werden. Stattdessen durfte das Publikum an einer intimen Freundschaftserklärung teilhaben und wurde so auf sehr eindringliche Weise an die Person und das Werk der Josephine Mark herangeführt. Die Vielschichtigkeit ihres bisherigen Schaffens wird aber auch dem Betrachter der Ausstellung sehr deutlich, was mir besonders gut gefiel. So dachte ich im Vorfeld doch, wie viele andere auch, dass uns ein illustres Konglomerat der Discoplakatcartoons erwartet und zwar weg vom schwarzweißen Urzustand, und somit in bunt. Das an sich wäre, keine Frage, schon großartig gewesen, aber ich befürchtete im stillen, dass auf diese Weise der breiten Öffentlichkeit entgeht, was die Künstlerin außerdem in petto hat. Sehr zu meiner Freude gibt es stattdessen einen kleinen, aber sehr guten Eindruck verschaffenden Abriss von dem was ihr Werk wirklich ausmacht: Die feine Linie wie sie das leidige Leben lachend und weinend zeichnet. Immer mit diesem über die Jahre hinweg deutlicher werdenen Ductus, den Philipp folgendermaßen beschreibt: „Ihre Liebe zum Strich, zum Essentiellen und zu comicverwandten Stilen wurde immer inniger.“ Und: „Josie bildet stets das Wesentliche ab, blendet das Hinlängliche und das Überflüssige aus; ihre Bilder sind so konkret und reduziert, dass man sich als Betrachter fortwährend bewundernd fragt, wie sie mit wenigen Strichen an den richtigen Stellen soviel sagen kann.“

Somit befinden sich Arbeiten aus der Zeit des „Mann der barfuß Funken schlug“, als auch „Medusaflöße zu Pflugscharen“-Verstörendes sowie natürlich die Unmöglichkeiten des Menschseins, plastisch und begreifbar gemacht durch das possierlichste Getier.

Bis zum 31. Juli ist sich nun noch in die mb zu begeben, um selbst einen Eindruck zu haben. Besser is, denn dann kann man später einmal sagen, dass man das Werk der Frau Mark von „kleinauf“ kennt.

Und die Buttons hier dürften wohl all jene erfreuen, die schon seit ganz anfangs Fans der Discoplakatcartoons sind. Vielleicht hat man sogar Glück und kann der Künstlerin persönlich welche abschwatzen, wenn man sie im Haus auf einer ihrer Huschetouren erwischt.

Auf folgendem Blog findet ihr weitere Arbeiten von Josi: https://puvoproductions.wordpress.com/

Die Fotos wurden zur Verfügung gestellt von Jenny, Detlev Endruhn und Jürgen Schröter.

[mygal=josi_ausstellung]

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