/ Autor: sara

Feel the transition

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Merklich spürbar werden die Tage immer länger und die Sonne beginnt wieder an Kraft zu gewinnen, denn so ist es wieder an der Zeit, den Frühling in all seinen bunten hellen Farben begrüssen zu dürfen. Das mag jetzt sehr romantisch klingen, aber machen wir doch mal eine kurze Zeitreise in die Welt der Kelten, denn zu jener Zeit zelebrierte man ein Fest namens Alban Eiller.

Dann, wenn Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit im Gleichgewicht sind, zierten Kräuterkränze, Holunderkreuze, und Haselzweige als Symbol der Fruchtbarkeit die Wege. Habt ihr das kleine Wörtchen Ei in Eiller schon entdeckt? Da fällt eine Assoziation zu unserem hiesigen Osterfest nicht mehr schwer.

Wie sagt man so schön, Traditionen sollte man pflegen. Natürlich hat man dies auch in der Moritzbastei berücksichtigt und pünktlich zum Beginn der Rückkehr der Zugvögel Chamber am 11. März 2008 zum Konzert gebeten, um mit ihnen gemeinsam den Frühling zu heiligen – Ver sacrum!
Das L´Orchestre de Chambre Noir schaffte es auf einfühlsame und temperamentvolle Weise die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Der sinnlich dunkle Tenor Markus Testorys und die herrlich betörenden Melodielinien der Streicher zauberten eine geheimnisvolle Atmosphäre. Romantisch und schaurig schön zugleich! Ob bei „Deeper sense“ oder Textzeilen wie „Hate falling in love“ über das Leben philosophierend oder mit „Wide Lands“ über blühende Landschaften schwebend, ich wurde für meinen Teil jedenfalls wieder unweigerlich an die ehrvollen keltischen Frühlingsbräuche erinnert.

Wie ein warmer leichter Frühlingshauch sang sich Support Barbara Cuesta in die Herzen. Allein ihre liebliche Stimme, die warmen Klänge der Akustikgitarre und ihre zarte, natürliche Ausstrahlung verwandelten die Tonne in eine weite grüne Frühlingswiese… und sie macht Musik, wo Worte einfach überflüssig werden, weil man sie einfach fühlen muss.

Wer dieses Konzert verpasst haben sollte, der darf ruhig etwas trauern, doch nicht allzu lange, denn sie kommen ja wieder,beide. Chamber werdet ihr beim WGT wieder beehren dürfen und Barbara Cuesta, so hörte ich es munkeln, wird auch bald wieder zu Gast in der Moritzbastei sein.

Nun, und ich werde jetzt das machen, was die Schotten heute noch tun, nämlich losziehen, Quellen und Brunnen festlich schmücken, um meinen ganz persönlichen Übergang in den Frühling zu fühlen. Naja, vielleicht verziere ich auch nur meine heimische Badewanne und höre dabei das neue Chamber Album „Transitions“ – Wer weiss, wofür ich mich entscheiden werde.

Vielen lieben Dank an Detlev Endruhn für die tollen Bilder!

[mygal=chamber]

1 Kommentar

  1. Thomas

    Und Weihrauch gab es anscheint auch ’ne ganze Menge.

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