/ Autor: torstenreitler

D.I.Y.

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Do it yourself! Mag sein, dass diese Punkrock-Attitüde längst überholt ist. Gestern abend trieb sie aber noch einmal eine tolle Blüte: Detta Walker wählten sich nämlich höchstselbst in Person des anwesenden Bassisten aus der Montagsdemo-Show.

Wow!

Alles weitere, wenn ihr weiterlest.

Kleine Anmerkung:
Am Ende dieses Beitrags finden sich zwei Schönheiten der Demo-Kultur: Also, es lohnt das Durchhalten!
Oder das gleich runterscrollen, ihr Faulpelze.

Aber zuerst zum gestrigen Abend. Das Schwalbennest war gerammelt voll, so voll, dass ich kurz mit Angstschweiß und Lampenfieber zu kämpfen hatte vorgab. Aber Josi haute mich bravourös heraus, auch unser Gast DJ Alex blieb die Ruhe selbst.

Die Kandidaten in der Reihenfolge ihres Auftretens:

1. Long Trigger. Electronica, eigentlich ein Garant dafür, bei den Montagsdemos sofort rauszufliegen. Schafften es aber bis ins Halbfinale, trotz oder wegen des Ausflugs in die chinesische Mythologie.

2. Patty Moon. Der erste Fauxpas des Abends, als ich im Halbfinale feststellte, dass ich die Presseinfos für Patty nicht dabei hatte. Aber DJ Alex rettete die Situation, schließlich ist er gelernter Schäfer. Bei dem Bandphoto
kein Problem für ihn und Patty, sie schaffte es ins Finale!

3. Detta Walker. Ich hatte die Band am Freitag zufällig live gesehen und ihnen erzählt, dass sie am Montag dabei sein würden. Worauf tatsächlich der Bassist nebst Begleitung erschien, nichts kapierte und seine Hand hob, als alle anderen ihren Fuß hoben. Josi zählte die Hände mit, stoppte die Musik und Detta Walker waren in der ersten Runde raus.
Dafür hat sie Rick schon vorher als Support für 22 Pistepirkko am 6. April gebucht, was ein Glück…
(Waren übrigens meine Favoriten).

4. Anderson. Die Holländer hatten Josi vor allen Dingen mit ihrem Video beeindruckt. Mich eher mit ihrem Bandphoto in der Damenabteilung eines Kaufhauses. Aber es nützte wenig, Anderson schafften es nur bis ins Halbfinale.

5. Louis Lament. Was soll ich schreiben… Die erste Band, die es geschafft hat, dass drei Titel von ihr in der Show komplett (!) ausgespielt wurden. Womit sie sich ziemlich konkurrenzlos auch im Finale gegen Patty Moon durchsetzten… Meine Anmerkung, dass sie damit auch ihr komplettes kreatives Potential vorgetragen hatten, wurde mit einem milden Lächeln seitens des Publikums abgetan.

6. Nordic Walking Punks. Ein junges Ding am Tisch neben mir flippte komplett zur Musik der jungen Herren aus. Der Rest der Zurörerschaft wählte die Punks eine Sekunde nach der obligatorischen ersten Minute Anhören aus der Show.

7. Enno Bunger. Coldplay auf deutsch, warum nicht? In Norddeutschland sind die drei schon etwas größere Lichter, in Leipzig müssen sie noch etwas arbeiten. Ins Halbfinale schafften sie es nicht, wenn auch nur knapp.

Haben wir jetzt also drei Finalisten: Zu The Runners und Hesslers gesellen sich Louis Lament aus Köln.

Und jetzt zum versprochenen unterhaltsamen Teil dieses Beitrags:

Schaut euch mal bitte diese Bilder an. Überhaupt: Was für eine Webpräsenz!
Das ist eine Band aus Leipzig, sie beschreibt sich so.

Und dann hört das Lied von der „Last der Deutschen“

[audio:https://www.thefraks.de/Musik/Last_der_Deutschen.mp3]

Glaubt mir, den Namen The Fraks müsst ihr euch merken!

Und dann kam da noch das: Endlich hat jemand das Jodeln der Alpen mit dem Obertongesang der mongolischen Mönche verschmolzen! Hört „minör“.

[audio:https://www.stimmhorn.ch/content/downloads/igloo_minoer.mp3]

Zu guter Letzt zeigen diese beiden Herren, was man alles mit einem Akkordeon, einer Gitarre und verschiedenen Verkleidungen so anstellen kann.

Ahoi, sage ich da, bis zum nächsten Mal am 21. April!