/ Autor: josephine

Die Sendung mit dem Shirt.

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Die heutigen Morgen- bis frühen Nachmittagsstunden habe ich in der Produktion unseres famosen Shirt-Dealers verbracht. Man muss sich ja mal ansehen, ob das alles auch wirklich koscher ist, was wir euch da so anbieten.

Und da ich schon immer mal 6 Uhr morgens den Sonnenaufgang über dem Gewerbegebiet in Taucha mit eigenen Augen sehen wollte, hab ich sogar 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen können…

Ein bisschen war´s auf jeden Fall, wie bei der Sendung mit der Maus:

Zuerst werden die Motive je nach Druckart aus verschiedenfarbigen Druckfolien geplottet. Jede Farbe eine neue Folie.

Dann geht´s zum Entgittern – d.h. alles, was nicht „Motiv“ ist, wird mit unter Einsatz von Nadel und Fingerspitzen entfernt. Dabei ist mir ein Motiv untergekommen, dass ich spontan unserem guten Looza zugeschrieben habe (ich hab mich ja schon ein bisschen gefreut, als ich das gesehen hab…). Nach soeben getätigter Internetrecherche stellte sich dann aber heraus, dass es doch von der Konkurrenz war… schade eigentlich.

Nächster Schritt: T-Shirts vorkontrollieren. Hier wird alles, was nach Fussel, Nahtfehler oder Fleck aussieht, strengstens untersucht und aussortiert. Man kann da schon ein wenig irre werden, wenn man ausgerechnet den Stapel mit den pinkfarbenen Spaghetti-Tops erwischt…

Anschließend werden die Bestellungen den Shirts zusortiert (bzw. eher umgekehrt). Da wird jedes Motiv bzw. jede Farbebene der einzelnen Motive dem entsprechenden Shirt zugeordnet. Zwischendurch wird immer wieder geprüft, ob das Motiv korrekt entgittert wurde und das Shirt auch ja das richtige ist und die Farbe und Größe stimmt undundund…

Dann alles hübsch zusammengeklappt und HUI – in die Press-Abteilung.

Dort heißt es dann: Motive positionieren (natürlich wieder Farbebene für Farbebene) und ausrichten und dann für 15 Sekunden in die Presse. Es ist wirklich nicht einfach, einen Schriftzug waagerecht auf einer Kapuzenjacke zu positionieren.

Wofür ich knapp 10 Minuten gebraucht hab, hat mein Anleiter Ali (der zusammen mit Erklärbär Thomas heute enorme Geduld bei ALLEM bewiesen hatte) mit einem einzigen Handgriff geschafft. Ich war wirklich schwer beeindruckt.

Anschließend gibt´s dann ne zweite Qualitätskontrolle. Die ist sogar noch genauer, als die erste. Wenn die Shirts dann auch noch die Fusselbürste passiert haben, werden sie hübsch gefaltet (auch das ist im Grunde eine Kunst für sich… wie zum Henker kriegt man ein XL Hoody in 3 Bewegungen auf A4-Größe?!), verpackt und frankiert.

Das alles passiert in Taucha im Idealfall binnen 10 Minuten pro Shirt. Ich hab keine Ahnung, wie die das schaffen – vermute aber, diese Zeitangabe resultiert aus einem unausgesprochenen internen Wettstreit… unglaublich.
Auf jeden Fall eine höchst interessante Erfahrung – und eine einorm tolle Belegschaft. Offensichtlich sind 80% der Leute dort erklärte Katz & Gold-Fans. Man kriegt aber auch verdammt gute Laune, wenn man diese Motive bearbeitet…

So. Jetzt wisst ihr also auch Bescheid. Und ich kann beruhigt weiter am Shop basteln. Läuft alles sauber, da.

Auf Youtube gibt´s übrigens noch ein feines Video zum Thema.

In Kategorie: Allgemein

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