/ Autor: sara

The next generation of Elektro Pop

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Der 19. Januar 2008 war ein großer Tag – für alle, die Sono am Samstag in der Veranstaltungstonne live erleben konnten.

Sie kamen, sahen und rockten. Doch auch Liquid Divine hat als Vorband richtig gute Arbeit geleistet. Die ausgesuchten visuals aus geometrischen Raumkörpern bildeten eine perfekte Ergänzung zu der durch Vocodereinsatz spacig erklingenden akustischen Ebene. In ihrer gut 35minütigen Spielzeit schafften Guido am Mikrofon und Chris am Keybord eine würdige Stimmung, und ebneten Sono den Weg in ein gut gelauntes und entspanntes Publikum.

Sonokenner wussten bereits was sie erwartet – Elektro-Pop der nächsten Generation mit perfekt aufeinander abgestimmten Arrangements, kombiniert mit einem intelligenten Rhythmus, welcher der Electronic Dance Music alle Ehre machte. Die Texte werden sowohl von Lennart A. Salomon als auch von Florian Sikorski und Martin Weiland produziert und besitzen einen tiefsinnigen Charakter. Hut ab besonders auch vor der hohen gesanglichen Leistung Lennarts, alle Songs fast ohne Variationen der Albumversion und ohne den allzu beliebten Playback auf der Bühne zu präsentieren. Eine Band, die nicht auf die Attribute egomanisch und unnahbar setzt, sondern viel lieber Wert auf Lockerheit und Natürlichkeit legt, ohne an Professionalität zu verlieren. Eine mystische Aura kann durchaus auchseinen ganz speziellen Reiz haben, jedoch ist es bei Sono gerade diese gemeinschaftliche Freude und Leidenschaft an der Musik, die ihren Charme ausmachen. Genau das ist es auch, was man auf der Bühne spürt. Es sind eben nicht nur die reinen Synthesizer, Sampler und Drumcomputer, die Musik machen, sondern die menschliche Emotionalität, die eine wichtige Rolle spielt, selbst wenn das Musikbusiness noch so hart ist – oder vielleicht gerade deshalb.

Neben den Hits „Keep Control“ und „2000 Guns“ stellten sie unter Anderem ihr neues Album „Panoramic View“ vor, auf welchem auch Balladen à la Sono nicht fehlen. „Always Something Missing“ ist eine davon und erscheint demnächst als Singleauskopplung.
Insgesamt war es ein absolut runder und stimmiger Gig mit Gänsehautgarantie.
In diesem Sinne ein Zitat: „ Danke Leipzig. Es war der Wahnsinn“, so Sänger Lennart.

PS: Martin Reiss-Zimmermann hat uns auch noch ein paar eindrucksvolle Bilder spendiert. Seht selbst!

[mygal=sono]