/ Autor: torstenreitler

Kudi vs. me, 1:1 n.V.

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Ähem.

Da habe ich ja wirklich nicht schlecht gestaunt, als ich am Samstag die LVZ aufgeschlagen habe… Da spielte mein Name eine nicht unwesentliche Rolle in der Kudernatsch-Rezension „Knatsch um die Kautsch“ (siehe oben). Und obwohl in der Überschrift behauptet wurde, Kudi würde „wegen Daniel Kübelböck„aus der MB fliehen, klang es im Beitrag eher so, als wäre ich daran schuld. Und zwar deswegen
Mir sind genau drei Dinge an dieser Sache ziemlich peinlich, und zwar der Reihenfolge nach diese:

Erstens mag ich es nicht, auf diese Art der Öffentlichkeit zu landen. Mein Gott, ich habe über zehn Jahre in diversen Bands gespielt, natürlich mit dem Ziel, berühmter als Paul McCartney zu werden und spektakulärer abzutreten als John Lennon. Und jetzt bekomme ich in einem Artikel über Daniel Kübelböck mehr Aufmerksamkeit als in all dieser an Entbehrungen reichen, völlig zu unrecht in Vergessenheit geratenen Zeit. Die Welt ist ungerecht!

Zweitens die Sache mit Adolf Hitler. Der Scherz war schlecht und ist über das halbe Jahr nicht besser geworden. Zumal die quarkige Debatte über den Film „Mein Führer“, auf den sich die Sache im Januar bezog, heute niemand mehr bewusst ist. Womit sich das alles noch schräger liest, aber ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass aus dem Kübelböck-Kudernatsch noch einmal so eine Wurst wird. Aber da habe ich Kudi unterschätzt, war ja abzusehen, irgendwie. 🙂

Und drittens die Sache mit der Schaubühne Lindenfels. Sorry, das wollte ich nicht, dass Kudernatsch seine Kautsch nun zu euch schleppt. Ehrlich!

Kudis Abgang am vergangenen Donnerstag war nämlich nicht nur der Befreiungsschlag einer zutiefst verwundeten Künstlerseele. Es gab vorher langwährende Diskussionen im Kreis der MB-Macher, im übrigen unter Einbeziehung von Kudernatsch himself. Allerdings liefen die Gespräche eher in Richtung „kreative Pause“, da die Show über die Jahre doch etwas, naja, sagen wir mal, ausrechenbar geworden war. Lars Radau, der ja auch den Skandalartikel vom Samstag verfaßt hat (sorry, ich hatte am Freitag Urlaub, musste das Kinderzimmer meines Sohnes streichen, war nicht auf dem Balkan abgetaucht), hatte das Problem schon im April diesen Jahres erkannt:

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Meines Wissens waren alle Beteiligten einigermaßen einverstanden – aber Kudernatsch konnte noch nie einer Pointe widerstehen, und diese hier hat er wirklich perfekt gesetzt. Respekt, Vorlage erkannt und volley verwandelt. Meine ich ganz ehrlich und ironiefrei.

Tja, und jetzt fühle ich mich ein klein wenig merkwürdig und hoffe, nachher beim Einkaufen im REWE-Markt nicht in die Kiste mit den Tomaten geschubst zu werden von empörten, ihrem Idol Gerechtigkeit angedeihen lassen wollenden Kudernatschisten.

Vielleicht habe ich sogar eine Strafe verdient. Zum Beispiel ein kudernatscheskes Hämegedicht. Oder ich muss auf der nächsten Kautsch im Lindenfels den Gästen Limo servieren. Oder Kudi streicht mich aus seinem Newsletterverteiler. André, du darfst Dir was aussuchen. *demütig lächel*