/ Autor: josephine

Die brennenden Backenbärte.

Gerade ist mir eine Review zum Flaming Sideburns Konzert vom Wochenende in den Posteingang geflattert. Als freundlicher Schreiberling zeichnet sich diesmal Micha verantwortlich. Mercí nochmal!!
Erstaunlicherweise habe ich, die das Konzert von der Kartenkasse durch die geschlossene Tür der Veranstaltungstonne nur mäßig „live“ miterlebte, einen gänzlich anderen Eindruck gehabt. Ich empfands als prima Mucke. Und die Jungs beim ersten Kontakt als überaus sympatische Musiker.
Damit ist der Artikel also freigegeben und die Diskussion eröffnet:

Sonntag, 1. April fühl mich gar nicht so, zumindest bis ich am späten Nachmittag die Moritzbastei betrete. Erstaunlich früh, so gegen zehn, krieg ich meinen Arsch hoch, doch offenbar zu spät für angebrannte Koteletten. Boozed hatte ich also schon verpasst und hätte ich nicht ein volles Bier in der Hand gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch nur ein halbes Lied der pausbackigen Flaumzipfel gesehen.

Ein kleines abgebrochenes Pampaalpaca und seine Rentierkumpels aus dem frostigen Norden setzen sich lustige Hüte auf und brüllen bei metronomverdächtig durchgängigen 75bpm eine gute Stunde Highway Phrasen in ihre SM 58. Furchtbar langweilig!!!. Wenn mir das handtaschen- und TurboNegroKutten tragende Publikum nicht so viel visuelle Abwechslung geliefert hätte wäre ich glatt vor langer Weile meinem Nebenmann ins Getränk gekippt.

Höhe-punk-te der Backenbärte, die alle gänzlich ohne selbige antraten: Aushilfsperson macht einen Handstand zieht danach seinen Alpacapulli aus und zeigt uns seine kuschelige Tigerkatze und seine Andenmukkis… lange nichts… kurz vor Ende: Aus einer Plastiktüte zieht Grinsebacke zwei Flaggen, eine finnische… und …natürlich die von seinem geliebte Heimatelande… das Fahne von de Argentina.

Drei Zugaben, herausgefordert von drei bezahlten Klatschern in der ersten Reihe, die wie geistesgestört auf die Bühnenbretter einprügelten, während hinter ihnen grillenzirpende Ruhe eintritt und jeder von einem Bein auf das andere tänzelnd auf den Abgang dieses illustren Quintettes hoffte. Ich hatte mich auf ein wenig ehrlichen in die Fresse Rock’n’Roll gefreut und hätte doch so gerne ne Hellacopters oder Glucifer Kopie in Kauf genommen. Die neue Platte „Keys to the Highway“ ließ eigentlich auch hoffen, doch fünf gelangweilte scheinbar völlig geistesabwesende Sideburns ließen einfach keine Freude aufkommen und machten jedes noch so einfache Riff zu einer Farce.

Antonio Banderas hätte mir nicht mehr den Abend versauen können, Ole!!!

In Kategorie: Allgemein

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