/ Autor: josephine

Ab jetzt wieder an der Nikolairche…

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Das große Finale der Moritzbastei Montagsdemos ist also Geschichte, und es war TOLL: Besucherrekord, musikalische Qualität ohne Kompromisse und das Suchspiel „Finde die Musiker der vorgestellten Band innerhalb des Publikums“ bot kurzweilige Unterhaltung für Jung und Alt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten im technischen Bereich (die aber nix mit unserer bezaubernden Technik-Königin Aiva zu tun hatten sondern allein Torstens und meiner laxer Lebenseinstellung anzulasten waren) ging der Rest der Veranstaltung ungewöhnlich glatt über die Bühne. Zwar hatte unser Gast, die gute Jane des Leipziger Veranstalters MAWI, kurzfristig absagen müssen, aber Torsten hatte ja die famose Idee „Wenn schon Demokratie, dann aber auch richtig!“ und lud im Viertelstundenrhythmus anfänglich angststarre Gäste in den Plüschsessel an seiner Seite. Ich vermute jedoch, das Freibier und die Brötchen waren am Ende ausschlaggebend für die rege Beteiligung. Hehe.

Dann ging´s Schlag auf Schlag – Mucke hörn, Video gucken, Kohle setzen – und nach gut 2 Stunden stand das Ergebnis von 6 Monaten harter Arbeit fest: Die Leipziger Band WALTER machten das Rennen, knapp gefolgt von MIUMI mit gerade mal 10 Punkten Unterschied. Platz 3 ging an DIEGO, bei denen ich den unbestimmten Verdacht hab, dass man sie irgendwann trotz verpassten Sieges auf der VT-Bühne antreffen wird, dann folgten ROBERSTON, I AM BONES, GASCOINE und weit abgeschlagen schließlich auch THE ORGANIZERS. Letzteren hat wohl das fehlende Bandvideo das Genick gebrochen. Aber diese Lücke im Plan hatte auch ein Gutes: Wir haben nämlich spontan entschieden, das DEAD BROTHERS Video anzuschauen. Großartiges Stück Bewegtbildkunst, zum Thema „Mann mit kaputtem Megaphon bewirft reglose Mitmusiker mit Laubwerk“. Ich gestehe: Mir tut´s ein bisschen leid, dass diese Band in ihrer Auflösung begriffen ist. Allein der Videos wegen. Nun ja.

Sympathisch auch das leicht verspätete Auftauchen ROBERSTONS, der sein Abstimm-Scheckheft mit Hundeblick und den Worten „I´m so sorry but I had to vote for myself… ok?“ auf den Tisch legte. Außerdem hat er die gleiche Frisur wie Torsten und DAS find ich wirklich mutig.

Schließlich schwang sich dann noch der Rick in den Plüschsessel, gab einen gehaltvollen Einblick in die finanziellen Modalitäten einer Veranstaltungsplanung und erklärte für mich endlich mal verständlich, was es mit der geheimnisvollen Ausländersteuer auf sich hat.

Am Ende tropfte dann doch noch so manches Tränchen aus dem Knopfloch:

Rick muss jetzt wieder ganz alleine die unzähligen Demos hören, Torsten wird seine ganzen Musiksozialisationsanekdoten wieder ungefiltert statt an euch an seine Kinder weitergeben und ich muss mir wieder an 4 statt an 3 Montagen im Monat eine Beschäftigung suchen um der Straße fern zu bleiben.

Wer den Schmerz erträgt kann jetzt noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen und Detlef Endruhns Bilder vom Abend anschauen. Schnüff.

[mygal=modefinale]

In Kategorie: Fotogalerien

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