/ Autor: torstenreitler

Le grande Dame & her charming men

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Entschuldigung, aber 105 zahlende Gäste für diesen Abend sind eigentlich eine Beleidigung. Andererseits sind 105 zahlende Gäste für einen Abend wie diesen der Wahnsinn – ich hätte im Traum nicht mit diesem Ansturm gerechnet. Annamateur und ihre Außensaiter sind die Entdeckung der Woche, des Monats, des Halbjahrzehnts… seht es, wie ihr es wollt!

Zuerst ein paar Bilder, vor allen Dingen von hinter der Bühne. Sieht man ja nicht so oft, dachte ich mir. Nebenbei ist unsere Digicam einfach schotter bei Veranstaltungslicht, erwartet mal nix weltbewegendes…

[mygal=annamateur]

Meine Erwartungen hielten sich in Grenzen; einerseits hatte ich die CD schon gehört und kannte die Webseite, den Cabinetpreis hat sie in diesem Jahr gewonnen und das Lob eilt ihr voraus wie Haile Gebrselassie der Marathonmeute.
Jedoch, ich bin kein Freund des chanconesken Kabaretts. Also wartete ich mal ab.

Die Meute strömte und ich hörte von der Kasse nach wenigen Sekunden die ersten Jauchzer und Lacher. Ging also gucken und –
und-

und-

– nun ja. Ich blieb. Und zwar lange. Bis zum Schluß, wenn ihr es ganz genau wissen wollt.

Hinterher stürmte ich in die Garderobe, um Künstler zu fotografieren, die Szenen sinnlosesten Glücks darbieten ob des jubelnden Publikums und überhaupt. Aber wenn Künstler so ticken würden wie ich wären sie ja keine Künstler… Die Bilder sagen ja alles.

Den Abend schloss ein längerer Gedankenaustausch über Gitarristen, psychopatische Agenten, Hartz IV und das Wäscheaufhängen an (Josi meinte schon, ich würde mich jetzt mit allen Künstlern über Kinder unterhalten, siehe Begemann). Aprospos Bernd – nicht nur in Bezug auf das Hüftgold haben die beiden einiges gemeinsam. Große Entertainer!

PS: Nur Werner Karma brauchst Du wirklich (wirklich!) nicht um Texte anhauen. Das hast Du wirklich (wirklich!!!) nicht nötig. Frag Josi!