/ Autor: torstenreitler

Schall. Und Rauch?

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Die heutige taz widmet dem Thema gleich zwei Seiten: Noch im Oktober soll der Kampf zwischen Nichtraucher- und Raucherlobby im Bundestag gesetzlich entschieden werden. Zu Gunsten der Nichtraucher. Das jedenfalls will eine parlamentarische Initiative, die einen entsprechenden Antrag gestellt hat.
Unsere Haltung zum Thema ist dabei sehr eindeutig: wir aktzeptieren jede Entscheidung. Solange sie nur eindeutig und konsequent ist.

Nein, es ist nicht so, dass wir der Entscheidung völlig emotionslos entgegensehen. Sammeln wir mal das Für und Wider:
Rauchen ist in der Moritzbastei erlaubt und viele unserer Gäste sind Raucher. Das ist kein Argument gegen ein Rauchverbot bei uns, wir denken schon, dass die meisten Leute zu uns wegen unseres Programms oder der gastlichen Atmosphäre kommen. Vielleicht kommen einige rauchende Besucher weniger, dafür aber viele nichtrauchende mehr oder öfter?
Einer unserer wichtigsten Sponsoren ist f6 bzw. Phillip Morris. Das Geld könnte futsch sein – ein Werbeverbot für Tabakartikel ist in nicht weiter Ferne, das Rauchverbot würde es wohl für einen Tabakkonzern vollends fragwürdig machen, sich bei uns zu engagieren. Ehrlich gesagt, das ist ganz schöner Mist.

Tja, und da verließen sie uns schon. Wir verdienen kein Geld am Verkauf von Tabak, von den paar Zigarillos und den Mieteinnahmen für Tabakautomaten mal abgesehen. Wir würden – von dem ausfallenden Sponsorgeld mal abgesehen – nicht in den Ruin getrieben werden, dürften unsere Gäste ab 2007 nicht mehr bei uns rauchen. Also, warum nicht?

Ein Punkt wäre allerdings wichtig: Die im Moment durch die Medien geisternde Trennung von „gastronomischen Einrichtungen“ in Gaststätten, Restaurants, Clubs, Diskotheken etc. pp. und die Forderung, für alle Untergruppen spezielle Abstufungen des Verbots einzuführen, darf bitte sofort eingestellt werden. Es möchte wenn schon, denn schon überall nicht geraucht werden dürfen. Also nichts mit „mindestens 3 Nichtrauchertischen ab Gastraumgrößen von…“ und so. Sonst hätten wir am Samstag 3 Diskotheken, 2 Bars, 1 Café/Restaurant und 3 Freisitze im Haus und überall dürfte unterschiedlich viel gequalmt werden… Die Nichtraucher würden uns ebenso zu Recht verklagen wie die Raucher, und darauf haben wir exakt null Bock.

Wir freuen uns also auf die Entscheidung des Bundestages. Wenn uns jetzt noch bitte jemand einen nichtrauchenden Sponsor als Ersatz für Phillip Morris anbieten würde…

2 Kommentare

  1. Kettenraucherin

    nüscht mehr mit rock`n´roll und teer in der lunge, alkohol am besten gleich mitverbieten, dann gibts nur noch ringelpietz mit anfassen zur disse. früher war alles besser.

  2. Pingback: basteiblog | Das Weblog der Moritzbastei Leipzig » Habemus papyros!

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