/ Autor: torstenreitler

1000 Jahre Popmusik

Heute abend werden wir es also erfahren. Was ist Popmusik und welche Lieder sind die „Größten Hits aller Zeiten“? (Vermutlich werden die Scouts von Hitradio Südwestvorpommern, getarnt in Trainingsjacke und mit Dirk-von-Lotzow-Gedächtnisfrisur, heimlich mitschreiben.) Jedenfalls wird es sehr interessant, den Machern der SZ-Diskothek zuzuhören und Bernd Begemann dazwischen singen und hinterher auflegen zu hören.

Und weil wir euch auch schon immer mal sagen wollten, was für uns die besten Lieder aller Universen sind, könnt ihr das hier erfahren. Wenn ihr weiterlest.

Zuerst Josis Top 5:

1981 The Stranglers – Golden Brown
Ein Lied aus meinem Geburtsjahr, dass ich erst gestern daheim auf meiner Festplatte entdeckt hab. Das hat mir wohl ein guter Mensch ohne mein Wissen mal da drauf gespielt. Großartiges Stück jedenfalls. In meiner auditiven Erinnerung bricht es leider ziemlich abrupt ab. Ich vermute das liegt daran, dass meine Schwester und ich es irgendwann vor unendlich langer Zeit, als es noch Kassetten gab und man immer ein Aufnahmeband im Radiorecorder hatte um spontan die guten Lieder mitzuschneiden, aufgenommen haben und dann war das Band zu Ende. (Kennt man heute überhaupt noch Kassetten? Ich wurde kürzlich ziemlich entsetzt angeschaut als ich äußerte, ich würde noch Kassetten aufnehmen und auch noch auf Diskette speichern…)

1984 Talk Talk – Such a Shame
Dieses Lied hab ich leider nie auf Kassette erwischt. Aber das Video hab ich geliebt. Da singt ein Typ mit einer total coolen Wollmütze Typ „Hafenarbeiter“ auf dem Kopf und fingerlosen Handschuhen. Das hat mich tief beeindruckt. In der Folge wollte ich dann so eine Mütze und solche Handschuhe haben. Kriegte ich irgendwann auch. Sah aber nie so cool aus wie dieser Typ aus dem Video. Schade.

1994 Soundgarden – Black Hole Sun
Dieses Lied hat dazu geführt, meine erste Second-Hand-CD zu erwerben. Vom großen Bruder einer Schulkameradin für schlappe 5 DM damals. Ebenfalls ein großartiges Musikvideo. Da wird zum Beispiel eine Barbie gegrillt.

1994 Jeff Buckley – Grace
Das gleichnamige Album war mein erster Schatzfund in ner CD-Kramkiste in einem winzigen Plattenladen in meiner Heimatstadt. Den Laden gibts mittlerweile nicht mehr, da war später ein schickes Café drin wo den ganzen Tag, 6 Tage die Woche Nora Jones (brrrrr) lief. Das Café gibts mittlerweile auch nicht mehr.
Viel später war ich dann mal auf nem Bush-Konzert in Leipzig, wo die damals noch recht unbekannten MUSE Vorband waren. Ich kannte die da auch noch nicht, fand aber, der Sänger klingt verdammt nach Jeff Buckley und alles in allem war das mal wieder ein Konzert, wo die Vorband so herausragendes vorgelegt hat, dass der Hauptact völlig nebensächlich wurde. Eine Freundin, die auch mit auf dem Konzert war, sah das eher anders herum, weil sie in der ersten Reihe stand und GAVIN ROSSDALE am Bein berühren konnte. Das hat sie uns dann den ganzen Abend in farbenfrohen Mustern berichtet. Schön wars. Jeff Buckley war übrigens wirklich eines der kreativen Vorbilder von MUSE, wie ich später herausfand (nicht ohne ein bisschen stolz zu sein auf meinen musikalischen Feinsinn). Bedauerlicherweise zog er es dann vor, im Jahre 1997 angetrunken nachts im Mississippi zu ertrinken. Naja.

2002 Lambchop – Is a woman
Jaja, Lambchop – waren ja kürzlich erst hier. Vorher ungehört, aber was soll ich sagen… das Konzert war unglaublich schön…sentimentale Momente auf 2 Stunden komprimiert und dann noch… ach ach ach…
Video
ohne Worte. Man wartet irgendwie drauf dass der kleine Maulwurf jeden Augenblick aus dem Schnee hoppst.

So. Jennys und meine Favoriten kommen heute nachmittag. Oder heute nacht. Mal sehen…