/ Autor: torstenreitler

Tag der Wahrheit

Die Tour de France hat in diesem Jahr nicht unbedingt Freunde gewonnen. Wir bleiben jedoch treu und zeigen auch die heutige „Königsetappe nach L´Alpe d´Huez auf unserer Leinwand in der Ratstonne ab 13.00 Uhr. Ausserdem werden wir live ermitteln, ob der heutige Sieger gedopt hat!

Ein sehr empfehlenswerte Seite für Freunde des Radsports ist www.cycling4fans.de. Dort findet sich neben Informationen zu Fahrern und Rennen auch das umfangreichste deutschsprachige Dopingarchiv des Profiradsports. Wer sich die Zeit nimmt und dort ein wenig stöbert, dem klingeln bei den Ausflüchten der Rennfahrer in der aktuellen Fuentes-Affäre nur die Ohren…

Wir werden mit Hilfe eines kleinen Vergleichs während der Übertragung heute mal schauen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass der heutige Sieger „sauber“ unterwegs ist.
Die Zeit des EPO-Dopings begann mit den 90er-Jahren. Schauen wir uns mal ein paar Zeiten an:

Time Year Rider
36’50 1995 Marco Pantani
36′ 55″ 1997 Marco Pantani
37′ 15“ 1994 Marco Pantani
37′ 36“ 2004 Lance Armstrong
37′ 40“ 1997 Jan Ullrich
38′ 05“ 2001 Lance Armstrong
38′ 10“ 1995 Miguel Indurain
38′ 10“ 1995 Alex Zulle
38′ 15“ 1995 Bjarne Riis
38′ 20“ 1997 Richard Virenque
39′ 6″ 2003 Iban Mayo
41′ 52″ 1999 Guiseppe Guerini

Da muss man noch ca. 1 Minute draufhauen, da diese Zeiten angeblich in der Kurve unmittelbar vor dem 10%-Anstieg genommen wurden. Der „offizielle“ Beginn der Steigung (noch recht flach dort) ist etwa 700m früher, kurz nach der Brücke/Anzweigung.

noch was aus alten Zeiten:
41’50 – Laurent Fignon, 1989
48’00 – Bernard Hinault et Greg Lemond, 1986
Von Rooks/Theunisse (1988) sind ca. 42’00 überliefert.

Quelle: das Cycling4fans-Forum, Danke blaireau!

Wenn der heutige Sieger also deutlich unter 40 Minuten bleiben sollte, darf ruhig mit den Augenbrauen gerollt werden…

Seid also dabei, es ist kühl bei uns in der Ratstonne und spannend wird es auf jeden Fall!

1 Kommentar

  1. Nicht schlecht, Herr Specht! Fast so spannend wie 2003 heute… Und es haben sogar ein paar Leutchen mitgefiebert, die Tour ist also nicht ganz tot. Auch wenn sie ganz schön komisch riecht… 😉

    Und jetzt die Auflösung unserer Dopingforschung: Frank Schleck war… nicht… oder vielleicht doch… gedopt? Wir haben jedenfalls für ihn eine Zeit von ca. 40 Minuten für den Schlussanstieg gestoppt, was durchaus im Rahmen des unverbleit machbaren liegt. Klöden und Landis waren ca. 1,5 Minuten schneller – eine seeeehr gute Zeit…
    Wir bleiben dran, was ihr davon haltet, bleibt bis zum Beweis des Gegenteils euch überlassen. 😉

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