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/ Autor: torstenreitler

Flucht aus Syrien

Ahmad AlZoubi ist aus Syrien geflüchtet. Seine Flucht hat er mit seinem Smartphone gefilmt. In Bremen bekam er die Möglichkeit, im Kulturzentrum Schlachthof seine Aufnahmen zu schneiden. Der Schlachthof ist wie die Moritzbastei Mitglied im europäischen Kulturnetzwerk Trans Europe Halles, und so erreichte uns die Anfrage aus Bremen, ob der Film nicht auch in der Moritzbastei gezeigt werden könne. Kann er! Am Samstag habt ihr die Gelegenheit, euch Ahmad AlZoubis Augenzeugenbericht in der Ratstonne der Moritzbastei anzuschauen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Samstag, 20:00, Moritzbastei: Flucht aus Syrien. Film und Gespräch. 

/ Autor: torstenreitler

Eine tolle Fortsetzungsgeschichte

Am Donnerstag ergab sich eine tolle Gelegenheit, das KLASSIK-underground-Benefizvideo mit Anne-Sophie Mutter noch einmal zu posten. Ein zweites Benefizkonzert in Leipzig steht an!
Also los.

Die Geschichte dahinter geht folgendermaßen:
Anfang der Woche erreichte uns eine Email von Anne-Sophie Mutters Büro. Wir mögen doch bitte noch einmal Verbindung zum Leipziger Verein „Integration durch Bildung“ herstellen. Besonders die Bankverbindung des Vereins war wichtig, wollte doch ein Leipziger seine Spende überweisen, mit der er beim Benefizkonzert im vergangenen Juni eine Geigenstunde, gegeben von Anne-Sophie Mutter persönlich, für seine Enkelin „ersteigert“ hatte.

Also griff ich zum Telefonhörer und rief Antje Zajonz von „Integration durch Bildung“ an, um ihr zu sagen, dass sie demnächst aus München hören würde und sie in den nächsten Tagen das Spendenkonto im Auge behalten solle. Die Reaktion war freudig – und ziemlich überrascht. Hatte doch wenige Stunden zuvor Gewandhausdirektor Andreas Schulz bei ihr durchgeklingelt. Anne-Sophie Mutter spielt vom 16.-18.3. 2017 drei lange ausverkaufte Konzerte im Gewandhaus. Das Konzert am 18.3. , so die Entscheidung, soll wieder ein Benefizkonzert sein. Alle Gagen der mitwirkenden Musiker werden zugunsten zweier Leipziger Vereine gespendet. Zum einen an den „Interaction Leipzig“ e.V. und zum anderen wieder an „Integration durch Bildung“. Die Pressemeldung dazu liest sich folgendermaßen.

Diese tolle Nachricht freut uns für die beiden Vereine, deren Arbeit diese Würdigung und den finanziellen Support auf jeden Fall verdient! Es ist auch ein grandioses Gefühl, dass unser Benefizkonzert so eine tolle Fortsetzung erfährt. Wir können den Hut vor Anne-Sophie Mutter und ihrem Engagement nicht tief genug ziehen.

Es wäre großartig, wenn in den nächsten Tagen noch die eine oder andere Meldung in den lokalen und regionalen Medien auftauchen würde. Vielleicht würde sich der eine oder die andere noch zu einer Spende oder einem ehrenamtlichen Engagement als BildungspatIn ermutigt fühlen. Aber bis zum Konzert sind es noch ein paar Tage, an denen die Leipziger Zeitungen erscheinen, die Radios senden, die TV-Stationen ausstrahlen, die Onlineportale ihre Seiten aktualisieren…

Wir machen auf jeden Fall schon mal den Anfang, und der ist ja bekanntlich der kleinste, aber schwerste Schritt.

PS: Die Vorgeschichte zum Benefizkonzert im Juni 2016 findet ihr hier: „Dann rufen wir doch mal Madonna an!“

/ Autor: torstenreitler

Integration durch Bildung


Es ist ganz einfach. Um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, um eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben, braucht man Wissen. Bildung. Wer schon in der Grundschule abgehängt wird, der wird es schwer haben, seinen Platz und seinen Weg zu finden in einer komplexen und sich ständig verändernden Gesellschaft. Der Leipziger Verein „Integration durch Bildung“ hilft mit ehrenamtlichen Bildungspaten Jugendlichen beim Spracherwerb, mit Nachhilfestunden. Von der Grundschule bis zur Hochschulreife.

Im Juni hat Anne-Sophie Mutter in der Moritzbastei ein Benefizkonzert für den Verein gespielt. Das Konzert im Rahmen der Reihe Klassik underground wird uns unvergesslich bleiben. Ein toller Erfolg war es außerdem, damals kamen 14.000 Euro zusammen. Diese Summe hat es möglich gemacht, dass der Verein eine Mitarbeiterin beschäftigen kann, welche die ehrenamtlichen „Lehrer“ und den riesigen Bedarf koordiniert.

Um die Arbeit des Vereins weiter und langfristig zu unterstützen, bitten wir euch noch einmal, Herz und Portemonnaie zu öffnen. Meldet euch, wenn ihr ehrenamtlich mithelfen wollt, Kindern und Jugendlichen eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe zu geben. Unterstützt das Projekt mit einer Spende.

Danke!

/ Autor: torstenreitler

Endorphin, Haltung und T-Shirts.

Das 10. Gastrophonische Neujahrssingen ist Geschichte, die Moritzbastei war als „Die Ärzte“ mit am Start und der ganze Saal so: „Arschloch!“

Am 9. Januar ging im Haus Leipzig das 10. Neujahrssingen der Leipziger Gastro- und Medienvertreter über die Bühne. Die Entscheidung, welchen Song wir in diesem Jahr singen, fiel sehr, sehr spät. Am Ende fiel die Wahl auf „Schrei nach Liebe“, obwohl auch andere sehr tolle Ideen im Raum standen. Ein bisschen unsicher waren wir schon, ob die Nummer nicht zu ausgelutscht wäre und vielleicht auch ein bisschen von der Aktualität eingeholt. Schließlich sind es ja nicht mehr unbedingt Naziskins, die Jagd auf alles machen, was sie nicht in ihr Weltbild gepresst kriegen. Was früher als „rechter Rand“ begriffen wurde, hat sich europaweit in die Mitte der Gesellschaft gefressen, und verschanzt sich hinter „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“.

Als uns dann aber der Jubel entgegentoste und der ganze Saal ein von Herzen kommendes „Arschloch!“ entgegenschmetterte, war klar: Richtige Entscheidung!

Nach dem Auftritt gab es viel Schulterklopfen und Zustimmung und auch  „Das musste einfach mal raus!“ Gern geschehen!
Das zweitmeiste Schulterklopfen gab es für das „Motörhead“-Shirt (Danke an Dirk!). Mein Lieblings-Nicki trug allerdings unser neuer Koch, auf dessen Brust und Rücken das „Loikämie“-Bandlogo prangte mit der Unterschrift: „100% Antifaschist. 100% Antirassist“. Sehr gut!

Für die Zugabe hatten wir uns eine kleine textliche Aktualisierung ausgedacht, die wir hier gerne noch einmal wiedergeben:

„Dein Aluhut ist nur ein stummer Schrei nach Liebe
Dein Legida-Transparent sehnt sich nach Zärtlichkeit
Mit dir kann man nicht auf Facebook diskutieren
Und die Lügenpresse, die hat niemals für dich Zeit – „

Und dann alle so: _ _ _

Vielen Dank an Die Ärzte für die Steilvorlage, vielen Dank an die Organisatoren, die Paratox-Band, die tollen Leipziger Gastronomen und das Publikum, das uns für diesen Abend die Hoffnung erhalten hat, dass die Mitte der Gesellschaft in Leipzig noch nicht aufgegeben hat.

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis: Die Kandidaten (4/4)

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Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, zum Abschluss beantworten ORPH unsere Fragen.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt?
Das ist ein bisschen wie die große Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest in Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ 🙂 Aber es steckt schon ein verrückter Plan dahinter, so viel sei verraten.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Der große Anspruch ist immer etwas, das wie ein Puls aus dem Herzen strömt – die Liebe zur Musik. Um vielleicht noch mal auf die erste Antwort zurückzugreifen, es gibt bei Verträgen mit der Musikindustrie oft die wundervolle Klausel „Vertragsgebiet ist die Welt und das Universum.“ Das ist doch mal ein Ziel 🙂

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig?
Ganz fantastisch, Leipzig ist herrlich bunt in der gesamten Kunst- und Kulturszene. Das war besonders spürbar, als ich vor zwei Jahren meinen Wohnsitz von Weimar nach Leipzig verlegt habe. Es ist bis heute nichts davon verloren gegangen. Weiter so!

Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Was besonders gefällt ist, dass es hier viele Künstler gibt, die ihr Schaffen wenig marktwirtschaftlich betrachten. Das ist eine sehr tolle Bewegung, die ich unbedingt liebenswert finde. Schwierigkeiten hatten wir bisher tatsächlich keine, und dabei soll es auch, wenn’s nach uns geht, bleiben.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Das kann man gar nicht so sehr auf einen bestimmten Ort oder auf Leipzig beziehen. Betrachten wir Orph wie ein Radio, die Musik soll in alle Ohren wandern, die sie hören mögen, auch wenn diese vielleicht gerade am nördlichsten Breitenkreis frieren. Und im Moment senden wir aus Leipzig.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Erstmal noch ein paar Konzerte in diesem Jahr. Da freue ich mich besonders drauf und dann im nächsten Jahr natürlich das neue Album FAO TAO und ein ganz spannendes Projekt, von dem man bald mehr erfahren wird.

Orph „Black Sunday Romance“ (Official Video) from Orph on Vimeo.

 

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis: Die Kandidaten (3/4)

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Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, heute stellt sich JUNE COCO vor.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt?
Die Musik, wie wir sie jetzt live spielen und wie sie auf dem Album ist, hat eine lange Geschichte. Nicht nur der Sound hat sich seit dem ersten mal von 3 Anläufen ins Studio zu gehen und ein Album aufzunehmen verändert. Auch die Auswahl der Songs und die Bandbesetzung. Durch die Studio-Arbeit hat sich mein Blick und meine Erfahrung mit Arrangements und Sound erst entwickelt und es ist der Beginn einer langen Reise.
Unser Sound jetzt ist die glückliche Mischung aus verschiedenen Einflüssen von tollen Leuten, die alle dezent Ihren Input gegeben haben, so dass ich mit der Band die Freiheit hatte, das davon mitzunehmen, was uns gefällt. Diese Leichtigkeit und den Mut auszuprobieren hört man. Ich stehe total auf diesen Vintage Sound, weil ich privat auch mehr die alten großen Songwriter höre… Es ist facettenreich und wird durch die tolle Band und meine Stimme zusammengehalten.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Ich habe meinen eigenen Anspruch an Sound und Qualität. Der ist glaube ich hoch. Sonst wäre das jetzt nicht das erste Album… Es muss rund und stimmig sein, dann funktioniert es auch. Aber trotz allem Anspruch an Qualität und einer Klangästhetik zählt doch immer, dass es sich richtig anfühlt. Ich versuche mich dabei immer auf mein Bauchgefühl zu verlassen. Wenn etwas erzwungen ist, klingt es auch so. Das merken auch Leute, die sich nicht viel mit Musik beschäftigen. Auch wenn ich Berufsmusikerin bin, möchte ich doch Musik machen, die mir und den Leuten Spaß macht und die mich schweben lässt und hoffentlich auch die Leute für einen Moment in eine andere Welt mitnimmt…

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig? Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Bunt. Und man nimmt diese Vielseitigkeit noch als angenehm und vor allem bewusst wahr. Man hat viel Spielraum, es ist nicht so überfüllt wie z.B. Berlin. Man kann leichter etwas Erschaffen, was es gefühlt hier noch nicht gibt. Und man wird schneller wahrgenommen. Teilweise werden den frei schaffenden Kreativen im Bereich der U-Musik zwar nicht gerade die roten Teppiche ausgelegt, aber zumindest verkauft sich Leipzig als vielseitige Musikstadt gut und vor allem die Touristen lieben die freie Szene. Irgendwann wird das vielleicht auch noch von der Stadt mehr wert geschätzt und in Form von entsprechenden Fördermitteln wie es für die „Hochkultur“ der Fall ist honoriert.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Ja. Auch wenn ich immer Fernweh habe ist und war Leipzig für mich immer wie ein Hafen. Es ist meine Basis. Hier habe ich begonnen, aus meinen Geschichten und Texten Songs zu schreiben. In Leipzig habe ich viel als Musikerin gelernt und gearbeitet – und meine tolle Band gefunden. Überhaupt gibt es super Musiker hier. Die Stadt und die Menschen inspirieren mich, das Wohlfühl-Potential hier ist und war für mich immer enorm hoch. Die Nähe zur Natur, die überschaubare Kulturlandschaft, die Lage und die lieben Menschen. Aber die Geld bringenden Jobs in der Stadt findet man eher im Gala- Hotel- Bar- Musikbereich. Ich nenne es einfach Dienstleistungsmusik. Ein Job. Dafür gibt es viele Möglichkeiten und ich konnte als Klavier spielende Sängerin immer gut davon leben.

Was sind Eure nächsten Ziele als Band?
Unsere Album-Release Tour! Am 1.10. geht’s endlich los – quer durch Deutschland. Die Besetzung so wie sie jetzt ist fetzt total. Ich bin dankbar, dass ich so eine tolle Band gefunden habe und dass wir jetzt endlich auf Tour gehen können. Ich freue mich riesig auf die Konzerte und darauf die Songs mit den Jungs unters Volk zu bringen ! Es sind sogar schon ein paar neue Songs dabei, auch wenn das Album für die meisten das erste Lebenszeichen von June Cocó ist… Mal sehen was alles auf der Tour passiert. Bestimmt entstehen noch weitere Songs. Langfristig möchte ich einfach so viele Leute wie ich kann mit meiner Musik erreichen, ohne mich dafür zu verbiegen.

 

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis: Die Kandidaten (2/4)

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Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, heute stellen sich EMILY’S GIANT unseren Fragen.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt? Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Das liegt an der Besetzung. Zwei Menschen. Mit ganz unterschiedlicher musikalischer Sozialisation und mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen und einer ungewohnten Instrumentierung ohne Schnickschnack. Jedoch beides Autodidakten ohne Anspruch auf Korrektheit (im musikalischen Sinne) und bei weitem keine Perfektionisten. Dafür authentisch. Spielfreude und Wanderlust sind denke ich unsere Maxime. Immer unterwegs sein. Menschen treffen, erfreuen, erfreut werden, zusammensein. Leben. Vor einem Rentner_innenpublikum auf einem Folklorefestival genauso abhotten wie in runtergerockten Punkrockschuppen.

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig? Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Ich wurde sehr nett empfangen, bin über kleine Akkustikshows, Song Slam und Supportshows in der MB, dem Werk 2 und ins Täubchenthal gekommen, habe direkt Label und Verlag gefunden und konnte meinen Leben sehr stark nach der Musik ausrichten. Aus dieser Perspektive eigentlich wenig Schwierigkeiten 😉

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Absolut. s.o.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Ich bin schlecht im Planen.  Alles passiert seit 2 Jahren einfach. Ich lasse passieren. Ich bin auf lange Sicht interessiert daran, vielleicht mal von einer Bookingagentur vertreten zu werden. Da stehen für mich aber nur wenige zur Auswahl.  Ob die vielleicht schon interessiert sind, weiß ich nicht. Ist auch egal. Wir würden gerne mehr Festivals spielen. Nächstes Jahr soll eine neue EP kommen. Diesmal etwas mehr ausproduziert (das letzte Album war ein reines Live Album). Weitermachen einfach.

 

/ Autor: torstenreitler

Der Grosse (Publikums)Preis 2015: Die Kandidaten (1/4)

2ERSITZ

Es ist wieder soweit: Eure Stimme zählt! Wen wollt ihr am 15. Januar  2016 auf der Bühne im Werk2 sehen, wenn Leipzigs Bands des Jahres 2015 gekürt werden?

Bis zum 15. Oktober könnt ihr mitentscheiden unter www.moritzbastei.de/bandvoting

Wir stellen euch hier die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor, den Anfang machen 2ERSITZ.

Warum klingt eure Musik so, wie sie klingt? Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Unsere Musik klingt so, weil wir sie bis aufs Derbste zelebrieren und in verschieden Besetzungen als Kollektiv großen Wert darauf legen viel live zu spielen. Wir lassen uns in erster Linie von unserer Freundschaft leiten und nennen uns inzwischen auch Familie. Da treffen verschiedene Ansätze und Vorstellungen aufeinander, was für Reibung sorgt. Diese sorgt wiederum für Spannung und Spannung sorgt für ausgefallene Kreativität.

Wie erfahrt ihr die Musikstadt Leipzig? Was gefällt euch, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Wir wohnen, musizieren und feiern in Leipzig. Diese Stadt hat uns zusammengeführt und ist unser Hafen. Hier ist Kunst noch sehr charmant und persönlich, wenn man sich auskennt. So kennen wir zum Beispiel die Gewinner vom letzten Großen Preises Leipzigs, Karl die Große,  durch gemeinsame Konzerte. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Vernetzung der Künstler oder an Konzertmöglichkeiten, sondern vielmehr im Aufgebot von Kooperationen mit Filmteams, Verlägen und Labels die Namen haben und wirklich was reißen wollen. Durch die für eine Stadt doch sehr hohe Dichte an Musikern kommt immer wieder Tratsch auf und das ist doch motivierend, oder?

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Wir haben bereits für eine von Kindern erbaute Stadt in der Stadt gespielt, für die Schließung der NPD-Zentrale Sachsens, Viva con Aqua, der Straßenzeitung KiPPE einen Song für ihrer Jubiläums-CD geschenkt, in Kindertagesstätten Kinder zum Tanzen und Lachen gebracht, sowie auf Straßen und Kanälen freie Konzerte gegeben. Zudem verschiedene Stadtteilfeste und Hausprojekte unterstützt. Wir werden das genau so weiterführen, denn mit dieser Musik kann man Menschen helfen. Ja, wir sehen 2ERSITZ als festen Auftrag, den wir erfüllen und definitiv eine Perspektive für uns und unsere Arbeit in Leipzig.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Wir arbeiten gerade mit einem wunderbaren Produzenten aus dem Proton Studio an neuen Songs für unser zweites Album. Mit den ersten Songs als Demo wollen wir dann die richtigen Unterstützer erreichen um weiter aufnehmen zu können (Veröffnetlichung: wenn es fett genug ist um zu flashen). Einen Namen haben wir schon: ZWEI VON MILLIONEN Des weiteren arbeiten wir gerade an Aktionen, die auf Leipzigs Flüchtlinge aufmerksam machen und Gegenaktivisten die Schnürsenkel zubinden.

/ Autor: torstenreitler

Die Nacht, als die D-Mark kam

Was für griechische Ohren heute wie eine Drohung klingen mag, galt vor 25 Jahre hierzulande als die Verheißung blühender Landschaften. „Kommt die D-Mark, bleiben wir! Kommt sie nicht, gehn wir zu ihr!“ So krakeelte es auf den letzten verbliebenen Montagsdemos. Der Beitrag, den MDR-Reporter Jens Hölzig in der Moritzbastei gedreht hat, erinnert an die Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1990, als bis Mitternacht in Mark der DDR gezahlt wurde und ab 0 Uhr in D-Mark. Jens hat damals hinterm Tresen im Oberkeller gestanden und literweise Pfeffi ausgeschenkt. Was sonst noch passierte, schaut ihr euch am besten selber an.

DMarkMDR

 

Zum Thema D-Mark und wie die Geschichte weiter ging sendet der MDR ab heute Nacht einen weitaus spannenderen Dreiteiler. Die Titelfrage „Wem gehört der Osten?“, die sich der Privatisierung und der ökonomischen Neuordnung nach dem Ende der DDR widmet, kann man heute gerne noch allgemeiner fassen: Was ist Gemeingut und sollte es bleiben? Sind Trinkwasser, Ackerland, Stadtviertel am Ende nichts als Renditeobjekte für Großanleger? In Griechenland und auf den Gipfeltreffen der Granden von EU, EZW und IWF wird diese Frage in diesen Tagen beantwortet. Vorläufig.

/ Autor: torstenreitler

Klassik wie im Rausch. En.

Youtuben ist eine Kunst für sich. Wir üben noch.

Am 30. Juni starten wir eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Klassik under ground“. Was es damit auf sich haben wird, erklären Tahlia Petrosian und meine Wenigkeit in diesem Video. Wenn die Konzerte so viel Spaß machen, wie uns der Dreh bereitet hat, dann sind wir mehr als zufrieden. Nur der Ton muss (!) natürlich deutlich besser werden. Bei den Konzerten garantieren wir das. Für die nächsten youtubials versprechen wir’s.