Alle Artikel in der Kategorie “Der Grosse Preis

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/ Autor: torstenreitler

No satisfaction

white wineLeipzigs Bands des Jahres 2016 heißen BARU, SHED BALLET und WHITE WINE. Ermittelt wurden sie von 150 Menschen, die alle ihre Rolle in der Musikszene Leipzigs spielen. Der Publikumssieger wurde im Onlinevoting ermittelt, knapp 300 Menschen für LIZZY McPRETTY IM SWINGERCLUB.

Hunderte Telefonate, Emails, Facebookposts. Anzeigen und Artikel in allen (?) wichtigen (?) Printmedien dieser Stadt. Beiträge im Radio und in den maßgeblichen Blogs.  Die Bands laden ihre Fans ein. Große City-Light-Poster in der Innenstadt. Plakatierung in den Szenevierteln.

Im Vorverkauf dann 20 Tickets, an der Abendkasse ca. 40. Eingeladen waren ca. 100 Menschen aus dem Umfeld der Bands und aus der Musikszene Leipzigs. Gekommen sind davon etwa 50.

So feierten dann etwas mehr als 100 Menschen Leipzigs Bands des Jahres. Der Abend war rund, die Moderatoren Christian Meyer und Hendryk Proste machten einen super Job. JUNE COCO und JULIUS FISCHER als special guest lieferten überzeugende Performances. Der Entertainmentfaktor stimmte. So ähnlich sah das auch die LVZ in ihrer Rezension.

Aber ist das unser Anspruch? Ein netter Abend für vier Bands und zwei Handvoll Leute?

Nein.

Das war nicht genug. We could’nt get no satisfaction.

Was ist verdammt nochmal das Problem? Will das Publikum dieser Stadt seine besten Bands und Künstler nicht feiern? Ist die Idee, Bands und Künstler zu würdigen, zu lobpreisen, zu wertschätzen, nicht von dieser Welt? Naiv, dumm, aus der Zeit gefallen? Wir sind betriebsblind. Also sagt es uns: Woran hat es gelegen?

Danke.

Christian Meyer, Hendryk Proske © K. Nauber / MoritzbasteiJune Coco © K. Nauber / MoritzbasteiJune Coco © K. Nauber / MoritzbasteiJune Coco © K. Nauber / MoritzbasteiJune Coco © K. Nauber / MoritzbasteiJune Coco © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiLizzy McPretty isc © K. Nauber / MoritzbasteiWhite Wine © K. Nauber / MoritzbasteiWhite Wine © K. Nauber / MoritzbasteiWhite Wine © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiShed Ballet © K. Nauber / MoritzbasteiJulius Fischer © K. Nauber / MoritzbasteiJulius Fischer © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / MoritzbasteiBARU © K. Nauber / Moritzbastei
/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (4/4): MAFA

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von  MAFA lest ihr heute:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Wir waren früher immer beim Bingo. Dort sind wir aber rausgeflogen, weil einer von uns nicht so ein guter Verlierer war, wie es unserer Weisheit angemessen sein sollte. Wer von uns Beiden das war, ist egal. Wir brauchten etwas anderes. Wir haben den gleichen Vater, aber drei verschiedene Mütter. Von denen spielte die eine Harfe, die andere Triangel bei einer Metal-Band und die dritte ist Rapperin. Unsere Musik ist letztendlich ein gescheiterter Versuch, es allen dreien gleichzeitig recht zu machen.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wenn wir groß sind wollen wir gemeinsam mit Tina Turner im Vorprogramm von Justin Bieber “Cose Della Vita“ singen. Und zwar mit Flirt. So schön ungezwungen wie Eros Ramazotti im Musikvideo.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Artenvielfältig.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Entgegen aller Behauptungen ist Leipzig nicht Berlin und wird dieses in den nächsten 10 Jahren bestimmt nicht als Musik-Hauptstadt ablösen. Aber die Stadt ist im Wandel. Analog zur wirtschaftlichen und deflationären Entwicklung keimen gegenwärtig neue Strukturen in Club-, Konzert- und Labellandschaften auf. Wer dieser Tage gute Musik macht und seine Fäden richtig spinnt, hat die nächsten Jahre gut was zu ernten. Das stand auf einer Toilette in unserer Stammkneipe. Wir wissen natürlich von solchen Dingen nichts.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Wenn, dann in Leipzig.  Die Menschen sind bereit für uns.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Das letzte Album ging echt gut durch die Decke. Wir wissen nicht, was wir mit der vielen Kohle machen sollen. Meistens stecken wir die Erlöse in einen Fonds für junge Millionärssöhne, die sich von ihren Eltern emanzipieren und auf eigenen Beinen stehen möchten. Umso mehr Hunger wir haben, desto besser ist die Musik. Das haben wir schon mal zu Geheimtipp Leipzig gesagt. Aber da unserer Bescheidenheit uns so vollkommen macht, zitieren wir uns gerne selbst.

Wenn Du MAFA Deine Stimme geben möchtest, dann kannst Du das hier tun: Zum Voting.

/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (3/4): Lizzy McPretty im Swingerclub

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von Lizzy McPretty im Swingerclub lesen sich so:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Wir alle drei haben im Laufe der Zeit schon mit vielen unterschiedlichen Menschen Musik gemacht. Wir hatten und haben verschiedene Bands, die unterschiedliche Musik produzieren. Mit unserer Band Lizzy McPretty machen wir die Musik, die sich in dieser Besetzung und mit dieser Kombination von Musikern natürlich anfühlt. Unser Plan war nicht eine Band zu gestalten, die dann einen bestimmten Musikstil bedient. Unsere Musik passiert einfach und wird von vielen Sachen beeinflusst. Z.B. was für eine Art von Musik man privat gerade viel hört (wir haben zur Zeit eine ausgeprägte Country-Phase) oder auch was für Musik früher einmal eine große Rolle gespielt hat, darum tauchen z.B auch jazzige oder Indie-Elemente in unseren Songs auf. Wir alle drei spielen auch zusammen in einer Ska-Band, das beeinflusst unsere Musik mit Lizzy natürlich auch. Alles ist veränderlich, vor Allem die Musik, die man macht – keine Schubladen – das ist das Beste daran.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Unser Anspruch an uns selbst ist auf jeden Fall authentisch zu sein und uns selbst treu zu bleiben in dem was wir machen. Niemand braucht die nächste gekünstelte Band, die bedient was die breite Masse fordert. Wir machen das was sich gut anfühlt und was wir gut finden. Wenn’s den Hörern auch gefällt – umso besser! Unser Ziel ist es von unserer Musik leben zu können. Für uns bedeutet das allerdings nicht in den Medien gefeiert zu werden und den 5. Porsche vor der Tür zu parken – der wahre Luxus ist für uns die Freiheit zu haben seine Zeit in die Musik stecken zu können, weil die Miete bezahlt und der Kühlschrank voll ist. Living the dream!

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Leipzig ist großartig. Leipzig pulsiert. Wir alle drei sind keine ursprünglichen Leipziger und genießen das Leben in unserer neuen Heimat sehr. In Leipzig leben tolle Menschen, die unfassbar großartige Dinge auf die Beine stellen. Es gibt immer etwas neu zu entdecken: kulturell, musikalisch, cineastisch, theatralisch, soziokulturell, integrativ, individuell. Wenn man erst mal angefangen hat in die verschiedenen Szenen und Subkulturen abzutauchen kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. So viel kreative Energie – wir fühlen uns pudelwohl hier!

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
An der Leipziger Musikszene gefällt uns, dass ständig neue Sachen passieren. Neue Veranstaltungsorte entstehen, neue ungewöhnliche Konzertreihen werden etabliert, man bekommt außergewöhnliche Kollaborationen zu sehen, z.B einen Fahrradladen, in dem auch tättowiert wird und Abends Konzerte stattfinden. Großartig! Leipzig ist ein El Dorado für Künstler, aber eben diese Schnelllebigkeit kann auch manchmal anstrengend sein und man darf diesem ganzen Hypezig-Quatsch auch nicht völlig unkritisch gegenüber stehen. Manchmal wird über das Ziel hinaus geschossen, aber das gehört eben auch dazu. Schwierig in der Leipziger Musikszene ist, wie in jeder größeren Stadt, das Live-Gig-Verhalten. Es gibt viele Bands, die tolle Musik machen und spielen wollen und es gibt immer weniger Veranstalter, die vernünftige Gagen zahlen wollen oder können. Für die meisten Veranstalter ergibt diese Kombination traumhafte Live-Gig-Konditionen: die Band kriegt was im Hut landet – kein finanzielles Risiko für den Club, aber leider auch für die Band oftmals nicht genug um die (Proberaum)Miete zu zahlen.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Auf jeden Fall! Wir haben viel von unserer Musik in Leipzig geschrieben, hier zu arbeiten ist sehr angenehm, weil es viel Input gibt. Wir sehen da noch lange nicht das Ende der Fahnenstange und freuen uns auf die nächsten kreativen Schübe in und um Leipzig.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Vor drei Jahren haben wir unser Debutalbum rausgebracht, im Frühjahr 2017 ist es daher für uns an der Zeit mal wieder unseren Output zu erhöhen. Geplant ist eine EP mit 4-5 Songs aufzunehmen, gerade sind wir beim Feinschliff der Songs und wollen im Winter ins Studio. Ein Album Ende nächsten Jahres ist auch denkbar – mal sehen, wir gehen mit dem Flow und gucken wohin er uns treibt. Alles kann, Nichts muss!

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/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (2/4): DIN Martin

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von  DIN Martin lest ihr heute:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Bevor wir das erste Mal zusammen in den Proberaum gingen, trafen wir uns und sprachen über Musik. Wir verfassten einen Plan darüber, wie unsere Musik aufgebaut sein sollte und welche Arbeitsweisen wir verfolgen könnten. Einen Einfluss hat sicherlich auch der musikalische Background und die individuellen Fähigkeiten von jedem von uns.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wir versuchen neben der Akustik auch die Struktur und Intention unserer Musik in Räumen hör- und fühlbar zu machen. Wir wollen Komplexität und Spannung. Wir möchten Popmusik machen und das alles miteinander vereinen. Das sind unsere Ansprüche. Das Ziel ist natürlich der Weg, aber auch die Herzen der Menschen.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Aus unterschiedlichen Perspektiven. In der Außendarstellung der “Musikstadt Leipzig“ ist der Blick fast ausschließlich auf Klassik und Jazz fokussiert. In unserer Wahrnehmung sehen und hören wir Musik in Leipzig mit hoher Qualität und enormem Potential in fast jedem Bereich.

DIN Martin – Before You Faint from Wanderlust Films on Vimeo.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Vor allem gefällt uns die Musik die in Leipzig entsteht, Projekte die an der Grenze ihrer Wirtschaftlichkeit, abseits von Förderung realisiert werden und die Menschen die dafür arbeiten und einstehen. Mit den Schwierigkeiten die es gibt, müssen hier alle leben.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Ich glaube, wir alle fühlen uns in Leipzig sehr wohl. Hier leben und lieben wir. Hier gibt es Freiräume, die wirklich interessante Projekte auf vielen Ebenen ermöglichen. Diese Freiräume können Kreativität freisetzen. Und diese Kreativität brauchen wir auch für unsere Arbeit. Aber natürlich ist Musik auch frei und nicht unbedingt an Orte gebunden.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Wir möchten 2017 unser nächstes Album veröffentlichen und es an vielen Orten live vorstellen.

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/ Autor: torstenreitler

Du hast die Wahl (1/4): C.U.B.E.

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In dieser Woche stellen sich im Basteiblog vier Bands vor, von denen einer den „Grossen Preis“ als „Leipzigs Band des Jahres 2016“ einheimsen wird.  Warum? Weil Du (genau Du!) das so entscheiden wirst. Genauer: Mitentscheiden, bei der Wahl des Publikumssiegers, der traditionell in einem Onlinevoting ermittelt wird.

Wir haben allen vier Kandidaten einen kurzen Fragebogen geschickt, die Antworten von C.U.B.E. lesen sich so:

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht (und keine andere)?
Das ist selbstverständlich das Ergebnis einiger Ringkämpfe und ein Zwischenstatus in unserer musikalischen Entwicklung. Anfänglich war das von rockigem Rock getrieben, gerne bisschen härter, aber immer melodiös. Irgendwann ist uns immer klarer geworden, dass da noch mehr ist. Und da unsere musikalischen Hintergründe durchaus recht unterschiedlich sind, war ab diesem Punkt, in dem das Korsett „Rockmusik“ gesprengt war, alles möglich. So ist C.U.B.E. zu dem Sound gekommen, den wir jetzt haben.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Das Ziel ist völlig klar: Kopf frei haben, um Musik zu schaffen, zu entwickeln, zu publizieren und schließlich auch zum Musizieren. Unser Anspruch: „Sind wir hier schon fertig? Oder kann der Song noch mehr?“ Für Maximen ist da vielleicht gar kein Platz, weil sie die Möglichkeiten der Entwicklung eingrenzen.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Leipzig ist Musik. Ob man das mag oder nicht. Leipzig hat (als urbanes Gefüge) einen eigenen Sound, den Halle, Berlin oder Dresden nicht haben. Als Stadt für Musikliebhaber ist Leipzig ein verdammtes Schlaraffenland. Hier gibt es nichts, was es nicht irgendwie spätestens übermorgen gibt. Und zwar live und auf hohem Niveau.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Genau das übergroße Angebot an qualitativ hochwertiger Liveperformance macht es uns als Gruppe nicht leicht, an gute Locations mit millionenfachem Publikum ranzukommen. Aber seien wir ehrlich: Welche Band ist zuerst in ihrer direkten Nachbarschaft wirklich groß geworden? Als Musizierender ist Leipzig also ambivalent. Einerseits das Überangebot an Konzerten. Andererseits haben sich einige Szenen etabliert, die auch interagieren. Ein Jam mit Leuten, kurzfristiger Musiker-Ersatz und ganz plötzliche neue Eingebungen sind hier ein Telefonat entfernt.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Die Proberaumsituation hat sich für uns erstmal entspannt. Unsere sozialen Peergroups sind zum guten Teil hier. Leipzig liegt doch recht zentral in Europa und ist als Startpunkt für ausgewählte Reisen ziemlich ideal. Und: Hierher nach Hause zurückkommen ist immer noch und immer wieder schön!

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Zunächst: Konzerte spielen. Danach: Konzerte spielen. Im Sommer ein paar Festivals spielen. Visuals in die Bühnenshow integrieren. Label finden und im Laufe des Jahres 2018 das zweite Album nachlegen. Und dann immer immer weiter spielen und spielen und spielen. Musik ist schön, wenn sie schön ist, aber die Party ist besser, wenn die Musik gehört wird!

Hier kannst Du für C.U.B.E. bis zum 18. September abstimmen:  http://bit.ly/publikumspreis2016 

 

/ Autor: torstenreitler

Jetzt seid ihr dran.

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Es ist wieder soweit – „Leipzigs Bands des Jahres“ werden gesucht.

Wie in jedem Jahr befragen wir dazu jede Menge kompetente Menschen aus der Leipziger Musikszene. Und euch!

Denn neben den drei Preisträgern, die durch die Fachjury bestimmt wird, könnt ihr entscheiden, wer als Publikumspreisträger am 2. Dezember live auf der Bühne im Werk2 stehen wird.

Eure Stimme könnt ihr online abgeben auf der Moritzbastei-Homepage bis zum Sonntag, den 18. September.

In der kommenden Woche stellen sich die Kandidaten hier selbst vor. Wir sind sehr gespannt, wer eure Herzen erobern wird!

 

/ Autor: torstenreitler

Freiheit, Wirklichkeit, Musik aus Leipzig

„Freiheit, Freiheit, Wirklichkeit“ ist der Titel eines Dokumentarfilmes über MusikerInnen und Macher des Leipziger Labels Analogsoul. Der Film ist ein schöner Anlass für einige Zeilen Leipziger Popmusikszene im Hier und Heute. Als Vorausblick auf den „Grossen Preis“, der im Dezember im Namen der Moritzbastei und des Werk2 an die Leipziger „Bands des Jahres 2016“ vergeben werden soll.

Zuerst: Seht euch den Film „Freiheit, Freiheit, Wirklichkeit“ an. Es lohnt sich! In knapp vierzig Minuten Read More

/ Autor: torstenreitler

Der Preis ist wieder heiß

grande finale
Foto: ©
 K. Nauber

Leipzig hat seine Bands des Jahres 2015 gewählt und gefeiert. War es ein guter Jahrgang? Wie geht es weiter mit Leipzigs ältestem Bandaward? Ein paar Gedanken und Anmerkungen.

Wir hatten uns etwas vorgenommen im Dezember 2014 – den GROSSEN PREIS nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken zu lassen. Dort war er schon. So gut wie. Am 15. Januar 2016 war die Halle D ausverkauft, als die PreisträgerInnen des Jahres 2015 in ihrer Gala geehrt wurden. Die Reaktionen der Künstler, des Publikums und der Presse reichten von beeindruckt bis begeistert.

Was bleibt? Viel Arbeit. Die ersten Vorbereitungstreffen hatten wir im Januar 2015, dann wurde mit Freunden und Unterstützern nochmal am Konzept gefeilt. Wir verpflichteten uns zum Erfolg. Kein Plan B. Wenn die Szene, das Publikum und die Öffentlichkeit diesen Preis nicht mehr brauchen sollten, dann würden wir ihn zum letzten Mal ausrichten. Die Ausschreibungsphase für den Publikumspreis, die Abstimmung mit der Jury. Danach das Booking für den Abend. Verhandlungen mit dem Kulturamt, weil die Gala nicht im Förderzeitraum 2015 stattfinden konnte. Die Vorproduktion für die Show. Werbung, Werbung, Werbung.

 

Was haben wir erfahren? Bands und die Leipziger Musikszene wollen überzeugt werden, dass der GROSSE PREIS eine Bedeutung. Das haben wir hoffentlich zeigen können, die PreisträgerInnen haben den Abend und die Ehre genossen und die Resonanz in den Leipziger Medien war so groß, dass alle involvierten Bands und KünstlerInnen diese Aufmerksamkeit gespürt haben.

emily's giantZur Bildergalerie auf das Foto klicken, bitte!  © K. Nauber

 

Auch das Kulturamt wollte Fakten sehen. Wozu 5000 Euro ausreichen, wenn das Ergebnis so ernüchternd ausfällt wie 2014?  Der 15. Januar hat auch dort Vertrauen wieder hergestellt. Wir haben die Fördermittel für 2016 wie beantragt zugesichert bekommen. Auch das motiviert!

Ganz klar hat sich wieder gezeigt, dass wir ohne die Unterstützung von so vielen Machern aus Leipzig keine Chance haben, dem GROSSEN PREIS Relevanz zu verleihen. Danke noch einmal an alle, die mitgedacht, mitgetan, mitgehofft und mitgefiebert haben. Wenn da draußen jemand sein sollte, der mit ins Boot möchte, dann möge er oder sie sich herzlich eingeladen fühlen!

Der Abend in der Halle D zeigte auch: das Publikum will gewonnen werden. Die meisten verbinden mit dem Gala- bzw. Showformat, wie wir es zelebrieren, keine Erinnerung mehr. Die großen Moderatoren, der Samstag-Abend vor dem TV, die MTV-Ära, das alles ist für alle unter 30 weit weg. Keine Sentimentalität, keine Emotion, die als Projektionsfläche taugen könnten und mit denen wir ironisch spielen wollten. Moderator Raschid D. Sigdi schmiss nach der ersten halben Stunde sein Konzept in die Kulissen und improvisierte sich durch die Gala. Das kann er, zum Glück.
Ganz ehrlich, auch mir ging ganz kräftig die Düse. Entsprechend groß war der Stein, der mir vom Herzen fiel, als wir sahen: Das Publikum bleibt am Ball! Es amüsiert sich! Es freut sich auf den nächsten Einspieler! Es tanzt, applaudiert, geht auf die Moderation ein!
Nach drei Stunden, die dann doch wie im Fluge vergingen (kaum jemand verließ während der Show die Halle, das beeindruckte mich am meisten!), ist da das Gefühl: Es hat funktioniert! Die Leute haben es verstanden! Der Zuspruch und das Schulterklopfen von allen Seiten tun ihr übriges

Das Endorphin ist verflogen. Jetzt sind wieder die MusikerInnen, Juroren, Veranstalter am Zuge. Die nächsten Preisträger werden im Dezember 2016 geehrt werden (der Januartermin ist aus förderrechtlichen Gründen leider nicht wiederholbar). Wir hoffen auf einen ebenso aufregenden Jahrgang wie 2015.

 

 

/ Autor: torstenreitler

Das sind Leipzigs Bands des Jahres 2015

Siegerbild

In alphabetischer Reihenfolge: Emily’s Giant, Lot, Micronaut, Tafka Tamura. Tusch!

Wir gratulieren und freuen uns auf die Gala DER GROSSE PREIS – Leipzigs Bands des Jahres am 15. Januar 2016 in der Halle D des WERK 2. Live werden Emily’s Giant, Lot, Tafka Tamura und als special guest SAFI auftreten. Dazu erwarten wir noch einen Überraschungsgast. Ein sehr, sehr guter Jahrgang!

Moderieren wird die Gala Raschid D. Sigdi , der euch von Schwarzkaffee und der TheaterTurbine bekannt sein dürfte.

Es gehen nur 150 Tickets in den freien Verkauf, also sichert euch eine Karte für diesen einmaligen Abend! Der Vorverkauf läuft über WERK2, Moritzbastei und tixforgigs.com.