Alle Artikel in der Kategorie “Veranstaltungen

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/ Autor: torstenreitler

Dieser Baum gehört dem alten Mann

So alt ist Peter „Cäsar“ Gläser gar nicht geworden.  Vor knapp zehn Jahren starb er, neunundfünfzig Jahre hinter sich lassend, deren Höhen und Tiefen Stoff für mehr als ein Leben lieferten. Als Gitarrist von RENFT wurde er zu einer Ikone der DDR-Rockmusik, und obwohl (oder weil?) die Band auf dem Höhepunkt ihres Erfolges 1975 mit einem Auftrittsverbot belegt wurde und zerbrach, überdauerte ihre Legende auch den Untergang der Deutschen Demokratischen Republik. Peter Gläser brachte Zerbrechlichkeit, Poesie und Idealismus mit in die vor Testosteron strotzende Renft-Combo und komponierte einige ihrer zärtlichsten Lieder.

Was bleibt von so einem Leben, das für die Verwertungsmechanismen der heutigen Musikindustrie kaum taugt? Zwar spielt Thomas „Monster“ Schoppe als einziges verbliebenes Mitglied mit alten Weggefährten eine Tournee zum 50-jährigen Bühnenjubiläum von Renft (Christian „Kuno“ Kunert kann nicht mehr als Musiker auftreten und schreibt Romane). Doch langsam gehen auch die einstigen Fans des DDR-Rocks in die Geschichte ein. Bestehen „Cäsars“ Songs aus der Hochzeit des progressive rock den Test der Zeit?

Zwei von Cäsars fünf Kindern, Moritz und Robert Gläser, wollen genau das beweisen. Ihre Band heißt Apfeltraum, so wie eins der berühmtesten Lieder, das ihr Vater komponierte (die Überschrift ist dem Liedtext entnommen). Sie bringen seine Songs auf die Bühne, übermorgen zum zweiten Mal in der Moritzbastei. Es wird sicher spannend zu hören sein, wie sich Cäsars Songs einfügen in eine Zeit, in der wieder viele junge Konzertgänger zu Bands wie Wucan oder Polis pilgern, die sich sich im Auftreten und im Sound genau wie einst Renft an den großen Vorbildern von Vanilla Fudge, Deep Purple oder King Crimson abarbeiten.

Das erste Zusammentreffen zwischen Peter Gläser und der Moritzbastei fand übrigens im Jahr 1975 statt. Renft waren die Stars des Baukonzerts Nr. 5, mit dem für den Wiederaufbau der Moritzbastei als Jugend- und Studentenklub geworben werden sollte. Die Band war damals zu berühmt, als dass die Moritzbastei-Baustelle allen Fans hätte Platz bieten können. Das Konzert fand also in der benachbarten Kalinin-Mensa statt, einem alten Biersaal, der seit kurzem wieder als Veranstaltungsort dient.

Renft waren 1975 aber nicht nur berühmt, sondern auch berüchtigt, weshalb das Konzert nur mit anschließender Diskussion stattfinden konnte, in der die Musiker ihre Texte verteidigen mussten, die den DDR-Alltag und den politischen Mief der Zeit mehr oder weniger unverblümt thematisierten. Nur kurze Zeit später durfte Renft nicht mehr in der DDR auftreten, Bandmitglieder wurden verhaftet und fanden sich über kurz oder lang in der Bundesrepublik wieder. Cäsar blieb bis 1989, gründete mit Karussell eine weitere große DDR-Rockband und gastierte später immer wieder in der Moritzbastei. Die Bands trugen jetzt seinen Spitznamen im Titel, das Bild am Anfang des Artikels stammt aus den 1980er Jahren (wie die Stulpen des Rhythmusgitarristen verraten).

Veranstaltet wird das Konzert übrigens vom Anker e.V., der inoffiziellen Nachwende-Wohnstube von Renft im Leipziger Norden, die aufgrund der umfassenden Rekonstruktion nicht für Veranstaltungen genutzt werden kann.

/ Autor: torstenreitler

Das sind Leipzigs Bands des Jahres 2017

Leipzigs Bands des Jahres 2017 stehen fest. Here we go, in alphabetischer Reihenfolge.

Atlas Bird

Sie werden als shooting stars der dunklen Pop/Rock-Szene gehandelt, und zwar überregional. Am Ende war es die knappste Entscheidung – Sarah Lesch und Karl die Große konnten nur einen Hauch weniger Stimmen auf sich vereinen. Deshalb seien auch beide hier ausdrücklich genannt.

Trettmann

Ganz ehrlich – mich hat es gewundert, dass er nicht schon im vergangenen Jahr den Preis bekommen hat. In diesem Jahr geht allerdings ohne ihn gar nichts – sein Album „#DIY“ ist das erfolgreichste Release aus Leipzig seit Jahren.

White Wine

Das gab es noch nie – White Wine werden zum zweiten Mal als Band des Jahres ausgezeichnet. Ihr neues Album „Killer Brillance“ ist gerade erst erschienen. Wir hoffen, dass sie diesmal Zeit für eine live performance bei der Preisverleihung haben.

Noch ein bisschen Statistik zur Expertenjury: Angeschrieben wurden 162 Musiker, Journalisten, Labelbetreiber, Verlage, Booker, DJs und bekannte Aktive der Leipziger Szene. Nominiert wurden insgesamt 65 Leipziger Bands und Projekte, die symbolische 5-Prozent-Hürde (mindestens 3 Nennungen) haben 13 Nominierungen geschafft.

Der Publikumspreis wurde wieder per Onlinevoting verliehen. Nominiert waren Far or Near, Flynn, Jody Cooper und Last Chapter. Es wurden 760 Stimmen abgegeben, und der knappe Sieger mit 33 Prozent der Stimmen (vor Far or near, die 31 Prozent der Stimmen bekamen), heißt:

Last Chapter

Die Preise werden am 19. Januar 2018 in der Halle D überreicht im Rahmen der Gala „Der Grosse Preis – Leipzigs Bands des Jahres 2017“. Dann werden nicht nur, aber hoffentlich viele der Preisträger live zu sehen sein. Wir bleiben gespannt!

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: LAST CHAPTER

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Zum Abschluss der Vorstellungsrunde lest ihr die Antworten von LAST CHAPTER.

Welche Reaktionen wollt ihr bei den Leuten auslösen, wenn sie eure Musik hören?
Wir wollen, dass das Publikum ebenso, wie der Hörer zu Hause oder im Auto Bock bekommt. Das beschreibt es eigentlich am besten. Dieser „Bock“ beeinflusst die aktuelle Gemütslage (positiv).
Wenn du Last Chapter live hörst, sollst Du Bock bekommen, nach vorn zu kommen und mit uns zu feiern.
Wenn Du Last Chapter beim Sport hörst, schaffst du den Marathon in Bestzeit.
Wenn Du Last Chapter beim Lernen hörst, wird es definitiv eine 1,0
Wenn ihr Last Chapter beim Sex hört, werdet Ihr danach glücklich und verklebt einschlafen.
Mehr Beispiele?

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wir wollen prinzipiell niemandem gerecht werden. Wenn wir ein Album schreiben, dann erstmal so, dass wir musikalisch- künstlerisch 100% dahinter stehen. Dass es den Leuten gefällt (oder bisher immer gefallen hat)- Jackpot!

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Als unendlich und unendlich facettenreich. Wir haben über die letzten Jahre sehr viele gute Leute aus dem den verschiedensten Bereichen der Leipziger Musikszene kennen und schätzen gelernt und es hört nicht auf.
An dem Punkt, an dem Du denkst, du müsstest jetzt eigentlich alle interessanten und coolen Musiker in Leipzig gesehen haben, geht die Tür auf und irgend ein neuer cooler Typ mit neuen Leuten und neuem Input entert die Party. So wird es, vor Allem auch musikalisch, nie langweilig.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?Die Leipziger sind sehr anspruchsvoll, du bekommst kein Publikum, wenn du scheiß Musik machst. Wenn du Dir dann aber deine Base erspielt hast, hast du bei den Heimspielen ein großartiges Publikum.
Schwierig ist es, sich nach längerer Abstinenz zurückzumelden. Das liegt aber einfach an der Fülle von Bands in unserem Sektor.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Auf jeden Fall. Leipzig ist schon immer unsere Base und wird es immer bleiben.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Den großen Preis gewinnen. Dann erst werden wir im Frühjahr 2018 unser nächstes Album aufnehmen.

Für LAST CHAPTER abstimmen könnt ihr auf der Votingseite der Moritzbastei.

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: JODY COOPER

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Als dritter in alphabetischer Reihenfolge antwortet heute JODY COOPER.

Welche Reaktionen willst du bei den Leuten auslösen, wenn sie Deine Musik hören?
Ich möchte, dass die Leute die Musik genießen können, aber auch in den Texten einen tieferen Sinn finden. Viele meiner Songthemen (z.B. Depression, Selbstmord, Abhängigkeit) sollen überraschen aber gleichzeitig für das Publikum zugänglich sein.

Hast du einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem du dich leiten lasst?
Musik sollte etwas Positives sein, eine „Leiter für die Seele“, eine Kraft für Veränderung, etwas, das wir genießen können und das uns gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Wenn ich das mit meiner Musik erreichen kann, bin ich an meinem Ziel.

Wie erlebst du die Musikstadt Leipzig?
Leipzig hat zwei (musikalische) Seiten: die klassische Seite mit ihrer langen und reichen Tradition und Geschichte. Andererseits gibt es die alternative Szene mit Rock- und Punkmusik sowie Elektronik und Jazz. Natürlich gibt es noch viele Facetten dazwischen; alles findet hier seine Nische. Diese bunte Vielfalt macht Leipzig zu einer besonders bunten und interessanten Kulturstadt.

Was gefällt dir an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für dich?
Ich mag, dass die Musikszene relativ klein ist, so dass wir Musiker uns untereinander kennen. Es gibt hier kein so starkes Gefühl der ständigen Konkurrenz. Die größte Herausforderung für mich ist es, eine loyale Fangemeinde aufzubauen und zu erweitern.

Siehst du  eine Perspektive für deine Arbeit in Leipzig?
Auf jeden Fall! In den 4 Jahren, seit ich in Leipzig bin, habe ich mich relativ gut in die hiesige Szene eingelebt und viele Kontakte geknüpft. Besonders mit meiner Covermusik bin ich bereits ziemlich erfolgreich und habe u.a. schon in diversen etablierten Bands gespielt. Jetzt möchte ich mich vor allem auf meine eigene Musik konzentrieren und mich auch damit hier richtig etablieren.

Was sind deine nächsten Ziele?
Ich möchte mit meinem aktuellen Album und meiner eigenen Band in ganz Deutschland sowie Europa auf Tournee gehen und damit vor allem durch Festivals und Support-Slots bekannter werden. Am 01.12. veröffentliche ich außerdem mein erstes professionelles Musik-Video zu einem der Songs auf dem Album.

Für JODY COOPER könnt ihr eure Stimme auf der Votingseite der Moritzbastei abgeben.

Morgen stellen sich  LAST CHAPTER vor.

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: FLYNN

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Dem Alphabet nach folgen heute FLYNN.

Welche Reaktionen wollt ihr bei den Leuten auslösen, wenn sie eure Musik hören?
Mit unserer Musik wollen wir Leute bewegen, körperlich wie auch emotional. Wir
versuchen sie also stets mitziehend und tanzbar zu gestalten. Wenn die Zuhörer aber
einen tiefgreifenderen Blick wagen, so werden sie Texte zum Mitfühlen und -erleben
entdecken.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Wir wollen uns vor nichts verschließen: was uns musikalisch gefällt, machen wir. Dabei
schauen wir nicht nur nach Inspirationen in der Popmusik, sondern bedienen uns auch
ohne Scheuklappen an anderen Musikstilen.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Leipzig ist vielfältig, offen und häufig auch musikalisch experimentierfreudig! Nahezu jeder
kann sich hier in der Kunst entfalten, Grenzen gibt es kaum. Trotz wachsender Großstadt
ist es toll, dass hier, gerade in der Musikszene, nahezu jeder jeden kennt. Das erleichtert
es uns, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft/-szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Sehr positiv fällt uns immer wieder die Genre-Vielfalt auf, die jeder Musikliebhaber in einer
der vielen Locations aus- oder erleben kann. Leider ist aber ein abnehmender Trend bei
den kleinen Szene-Clubs und den möglichen Proberäumen vernehmbar, was jungen
Bands teilweise die Grundlage für das Sammeln von Erfahrungen nehmen kann.

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Leipzig wird definitiv unser Hauptarbeitsort bleiben, da wir uns nirgendwo anders so ein
hervorragendes Netzwerk an Mitmusikern und talentierten Freunden vorstellen könnten.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Aktuell stecken wir mitten in den Vorbereitungen für die Veröffentlichung unserer EP und
dem Drehen zugehöriger Musikvideos. Außerdem freuen wir uns darauf, das Material
endlich auf möglichst vielen Bühnen präsentieren zu können!

Für FLYNN abstimmen könnt ihr auf der Votingseite der Moritzbastei.

Morgen geht es weiter mit JODY COOPER.

/ Autor: torstenreitler

In eigenen Worten: FAR OR NEAR

In jedem Jahr suchen Moritzbastei und WERK2 Leipzigs Bands des Jahres. Auch 2017 soll DER GROSSE PREIS wieder verliehen werden. Über die Auszeichnung in der Kategorie PUBLIKUM entscheidet natürlich  – IHR!
In dieser Woche stellen sich hier die vier Kandidaten in ihren eigenen Worten vor. Dem Alphabet folgend beginnen FAR OR NEAR.

Welche Reaktionen wollt ihr bei den Leuten auslösen, wenn sie eure Musik hören?
Unsere Musik ist für den neugierigen Hörer, der noch etwas entdecken will zwischen heftigem Kopfnicken, sich fallen lassen und Eintauchen.

Habt ihr einen Anspruch, eine Maxime, ein Ziel, von dem ihr euch leiten lasst?
Nach langem Experimentieren haben wir herausgefunden, dass wir zu dritt sehr gut harmonieren und uns am liebsten von uns selbst leiten lassen. Von Themen, die uns und unsere Mitmenschen betreffen, auch Gefühlswelten in allen Facetten. Dabei ist es uns wichtig, dass die Musik eben genau das transportiert und nicht irgendein „erfolgsversprechendes Produkt“ darstellt.

Wie erlebt ihr die Musikstadt Leipzig?
Wir nehmen Leipzig als ein sehr offenes und pulsierendes Pflaster wahr für jedes Musikgenre, als auch alle anderen Künste.

Was gefällt euch an der hiesigen Musiklandschaft / -szene, wo liegen Schwierigkeiten für euch?
Wir empfinden es als sehr positiv, dass immer mehr Menschen ihr kreatives Potenzial entdecken und mutige und interessante Projekte aus dem Boden sprießen. Manchmal entsteht der Eindruck, dass diese Vielfalt es einem selbst nicht unbedingt einfach macht. Aber hey – wer will schon „einfach“?!

Seht ihr eine Perspektive für eure Arbeit in Leipzig?
Aber klar. Wir fühlen uns hier und in der Szene sehr wohl.

Was sind eure nächsten Ziele als Band?
Nach einer intensiven Phase, in der wir unser Debutalbum „Aporia“ im April 2017 veröffentlicht haben, organisieren wir jetzt Konzerte für kommendes Jahr, wir möchten auch Festivals spielen. Außerdem sind wir auf der dringenden Suche nach professioneller Hilfe im Booking-Bereich, um weiterzukommen.

Für FAR OR NEAR abstimmen könnt ihr auf der Votingseite der Moritzbastei.

Morgen geht es weiter mit FLYNN.

/ Autor: torstenreitler

Nun preise, Publikum!

via GIPHY

Leipzig wählt die Bands des Jahres 2017. Wie immer gehen vier Kandidaten ins Rennen in der Kategorie „Publikumspreis“.

Wie es sich für mündige und Wähler und Wählerinnen gehört, macht ihr euch jetzt bitte ein Bild und gebt eure Stimme ab. Ihr wisst ja – wenn ihr nicht abstimmt, gewinnen immer genau die anderen. 😉

Hier geht es zur Abstimmung

In den nächsten Tagen stellen sich die Kandidaten an dieser Stelle etwas genauer vor.  Seid gespannt, wir sind es auch!

/ Autor: torstenreitler

Sound of Leipzig 2017 (pt. 2)

Hier folgt der angekündigte zweite Teil unserer kleinen Übersicht über Veröffentlichungen und Aktivitäten Leipziger Pop-Rock-Whatever-Musikprojekte der letzten 12 Monate. Warum? Lest ihr im ersten Teil und auf der Titelgrafik. Leipzig sucht seine Bands des Jahres 2017, und wir sind gespannt, wie sich Publikum und Jury in den kommenden Wochen entscheiden werden!

Wir machen weiter mit den Buchstaben K-W.

Karl die Grosse  – „Dass ihr Superhelden immer so übertreibt“, Album. Ein Video seht ihr hier.

Kritikal27 – „Reinweißgold“, Album. Auch hier gibt es ein Video.

Liitto – „Hirta“, Album. Hier ihr Video.

Lingua Nada – Split LP mit Naada. Ein Video gibt es auch.

Lizzy McPretty im Swingerclub – „Diggin for gold“, Album. Auch sie findet ihr auf youtube.

Lot – „Der Plan ist übers Meer“, Album. Sein Video seht ihr hier.

MAFA – „Bienenstock, Bitch!“, EP. Dazu gibt es gleich mehrere Videos, z.B. dieses hier.

Mallorca – „Mallorca“, EP. Sie findet ihr auf soundcloud.

Me and oceans – „MIR – Briefe an Yuri“, Album. Ein Video könnt ihr hier sehen.

Micronaut – „Forms“, Album. Auch er hat ein Video am Start.

Peter Piek – „+“, Album. Na klar gibt es ein Video!

Ralph Schüller – „Sterne hoch“, Album. Ein Livevideo.

REITLER *- „Es geht mir gut“, Album. Das Video zum Titelstück.

SAFI – „Alle laufen“, Single und Video.

Sarah Lesch – „Da draußen“, Album. Dazu gibt es auch ein Video.

Trettmann – „#DIY“, Album. Ein Video.

White Wine – „Killer Brilliance“, Album. Zum Titelstück gibt es ein Video.

Widerstand der Dinge – „Du kannst es finden“, Single und Video.

Viel Vergnügen beim Hören, Entdecken, Informieren!

PS: Wenn ihr meint, diese oder jene Band oder MusikerIn waren vergangenes Jahr der Oberhammer und dürfen keinesfalls bei einer solchen Übersicht fehlen, dann schreibt sie uns in die Kommentare!

Hier noch einmal der Link zu den Buchstaben A-J.

*Offenlegung: In dieser Band spielt der Autor dieses Beitrags.

/ Autor: torstenreitler

Sound of Leipzig 2017 (pt.1)

In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, wer den schönen Titel „Leipzigs Band des Jahres 2017“ tragen können wird. Bis zum 24. September läuft die Bewerbungsphase für den Publikumspreis (hier könnt ihr euch noch mit euren Songs melden!) Und dann stellen Moritzbastei und WERK2 knapp 150 gestandenen Leipziger Musikern, Journalisten, Produzenten, Labelmachern, Clubbetreibern, Bookern wie jedes Jahr diese Frage: „Welche MusikerInnen, Bands oder Projekte haben dich in den vergangenen 12 Monaten besonders beeindruckt und verdienen, als Band des Jahres ausgezeichnet zu werden?“ Aus den Antworten zählen wir die drei Meistgenannten, und voilá! Die Sieger werden feststehen.

Für alle, die jetzt nicht so genau den Überblick haben, was in Leipzig im vergangenen Jahr musikalisch so passiert ist, sollen die nächsten Blogeinträge hier eine kleine Hilfestellung sein. Keine Vorauswahl, kein Anspruch auf Vollständigkeit – aber als Orientierung hoffentlich hilfreich.

Wir legen ganz einfach los, in alphabetischer Reihenfolge. Folgendes wurde 2017 in Leipzig veröffentlicht:

2ersitz – „Kein Geld aber Liebe“, EP .  Hier gibt es ein Video.

Atlas Bird – „Isolate“, Single. Das Video zum Song gibt es hier.

Beppo S. & Peter B. – „Bis unendlich“, Album. Schaut euch das Video an.

Brenk Sinatra & Morlockk Dilemma  – „Hexenkessel 1&2“, Doppel-EP. Auch hier ein Video.

Brewsebs  – „Clockwise“, Album.  Das könnt ihr bei spotify hören.

Canterra – produzierten ein Video.

Das Paradies – „Goldene Zukunft“, Single und Video.

Deko Deko – „Neustadt Remixe“.  Dieses Video erschien im März.

Egolaut – „Kein Widerstand nur Hitze“, Album. Hier gibt es ein Video.

Elephants on Tape – „Lightweights“, Single. Dazu das Video.

Emily’s Giant – „Golden Ticket“, Videosession.

Far or near – „Aporia“, Album. Hier gibt es ein Video.

Grünfeuer – „Alles oder nichts“, Single. Auch ein Video wurde produziert.

Halluciantion Generation – „0n the playground“, Album. Anzuhören auf youtube.

Han Han – Pru Pru, Album. Dazu gibt es ein Video.

Jahmica – „Fürs Debüt reicht’s“, Album. Hier ein Video.

Jeronÿmus – „Tabula rasa“, Album. Das gleichnamige Video seht ihr hier.

Jody Cooper – „Odes and serenades to a cracked world, pt.1“, Album. Mehr dazu auf Jodys Webseite.

Weiter geht es Anfang der kommenden Woche mit den Bands von K bis W. Bis dahin viel Vergnügen beim Hören, Entdecken, Informieren!

PS: Wenn ihr meint, diese oder jene Band oder MusikerIn waren vergangenes Jahr der Oberhammer und dürfen keinesfalls bei einer solchen Übersicht fehlen, dann schreibt sie uns in die Kommentare!

/ Autor: torstenreitler

Flucht aus Syrien

Ahmad AlZoubi ist aus Syrien geflüchtet. Seine Flucht hat er mit seinem Smartphone gefilmt. In Bremen bekam er die Möglichkeit, im Kulturzentrum Schlachthof seine Aufnahmen zu schneiden. Der Schlachthof ist wie die Moritzbastei Mitglied im europäischen Kulturnetzwerk Trans Europe Halles, und so erreichte uns die Anfrage aus Bremen, ob der Film nicht auch in der Moritzbastei gezeigt werden könne. Kann er! Am Samstag habt ihr die Gelegenheit, euch Ahmad AlZoubis Augenzeugenbericht in der Ratstonne der Moritzbastei anzuschauen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Samstag, 20:00, Moritzbastei: Flucht aus Syrien. Film und Gespräch.