Archiv: Reviews

Lieder aus der Hölle

… oder ein Brückenschlag zwischen „nur Haare“ und Frisur
Hellsongs + Sarah Noni Metzner, Moritzbastei, 07.05.2010

Von dem Augenblick an, in dem Sarah Noni Metzner die Bühne der gut gefüllten Veranstaltungstonne betrat, war nur noch Flüstern im Publikum zu vernehmen. Die Kanadische Songwriterin kam nämlich ohne Begleitpersonal auf die Bühne. So etwas macht den Blick für das Wesentliche frei und führt zu einer Unmittelbarkeit zwischen Künstler und Publikum: Kein Teppich aus Drums und Bass, keine melodieverliebte Leadgitarre und erst recht keine wabernden Synthiesounds. Die Kanadierin ist eigentlich oft und gerne mit ihrer Band unterwegs – nach Leipzig kam sie allein.
Was seit einigen Jahren schwer in Mode ist, langweilt 2010 eher oft als selten und für jeden selbsternannten Songwriter wird es schwerer das Eigene und Wesentliche herauszustellen, sich so zu verorten, dass man auch wahrgenommen wird und vor allem auf diesem unvermittelten Wege denselben in Herz und/oder Hirn des Zuhörers zu finden.
Sarah Noni Metzner geht keine Umwege –

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Der schmale Grat zwischen Opfer und Täter

Donnerstag, 18.02.2010, Ratstonne Moritzbastei.

Ein schmaler bubenhafter Mann betritt die Bühne. Hemd und Pullunder. Er sieht gestriegelt und frisch rasiert aus. Es gibt Männer, die auch mit 30 noch etwas Lausbübisches haben. Solch ein ausgewachsener Lausejunge nimmt auf der Bühne Platz. Er ist gekommen, um aus seinem Leben zu erzählen.

Jürgen Bartsch hat zwischen 1962 und 1966 vier Jungen sexuell missbraucht und danach getötet. Das fünfte Opfer konnte fliehen. Bartsch wurde gefasst und verurteilt. Bei einer von ihm selbst veranlassten Kastration starb er versehentlich durch eine Überdosierung des Betäubungsmittels. Aus seiner Haft ist ein Briefwechsel mit dem Journalisten Paul Moor überliefert, der 1972 als Buch erschien.

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Novembern in der Schwerelosigkeit.

Heute darf ich mal wieder Fremdmaterial hochladen: Ein Review zum Super700-Konzert am 11.11.2009 von Ecki, seines Zeichens Musiker bei d.h. und geschätzter Freund des Hauses. Vielen Dank dafür!

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Bericht frisch von der Deutschen Improvisationstheater-Meisterschaft in Berlin

Heute morgen hatte ich eine Mail im Posteingang von Susanne Bolf, ihres Zeichens Schauspielerin und Mitglied der Theaterturbine.
Unsere Lieblingsimprovisateure verweilen derzeit in der Hauptstadt und nehmen an der Deutschen Improvisationsmeisterschaft teil. Was sie dort erleben könnt ihr folgendem Exklusivbericht lesen, den Susanne für unser Blog verfasst hat. Vielen Dank dafür!
Wir drücken euch natürlich auch weiterhin die Daumen!

Die Theaterturbine könnt ihr übrigens mit ihrer „Gurke oder Banane“-Show bei uns wieder am Samstag, den 10.10.2009 um 20:30 Uhr erleben.

Und nun weiter zum Bericht!

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Ausgezeichnete Kritik.

Unser hochverehrter Freund und Basteiblog-Gastschreiber, Philipp Seitz, hat vergangene Woche den 2. Platz des Friedrich Rochlitz-Preis für Kunstkritik 2009 für seine Rezension des Beckett-Stücks “Das letzte Band” mit Friedhelm Eberle belegt.

Wir gratulieren ganz herzlich!

Die Rezension konntet ihr am 12. Mai 2009 bei uns im Blog lesen.

Der Preis wurde zum 4. Mal von der Gesellschaft für Kunst und Kritik Leipzig e.V. und dem Leipzig-Almanach ausgelobt.
Gekürt wurden die besten Kultur-Kritiken zu Veranstaltungen in Leipzig 2008/2009.

Mehr Rezensionen und Berichte von Philipp könnt ihr auf seinem Blog lesen: TRACKtate

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„Und action!“ – Inselbühne-Robotniks vs. humanoide Zuschauer

Und Action! in der Moritzbastei

Es gibt diese Abende mit Freunden, an denen ein geklauter Kalauer den nächsten jagt. Es sind die Abende, wo eine Diskussion von dem Einbinden des richtigen Filmzitats an der richtigen Stelle lebt; vielleicht etwa so:

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Kaum zu glauben, daß ich jemals dieser junge Dachs war.

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Es ist schummrig. Die Stuhlreihen stehen eng beieinander. Die kalten Ziegelsteine geben dem feuchten Kellergewölbe eine endzeitliche Atmosphäre. Die Kälte kriecht auch vom Boden her die Hosenbeine hinauf. Es scheint auf den ersten Blick unwohnlich und unbehaglich. Am einen Ende, des normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Eiskellers der Moritzbastei, ist ein schmales Podest aufgestellt. Dahinter türmen sich Bücher und Tonbandschachteln. Ein zersauster, alter Mann kriecht auf dem Boden. Er scheint etwas zu suchen. Er stöhnt. Jede Bewegung steht unter dem Firmament einer unbändigen Suche nach etwas. Der Boden ist staubig. Der kräftige Körper des Mannes ist ständig in Bewegung – er kniet, rutscht, sitzt aufrecht, beugt sich, sieht sich um und hält inne. Ein Diaprojektor wirft unablässig Bilder an das rote Mauerwerk in deren Lichtstreifen sich der schwere Körper des Mannes abzeichnet.

Das Publikum nimmt Platz. „Das letzte Band“ mit Friedhelm Eberle, nach einem Theaterstück von Samuel Beckett, beginnt nicht. Es hat schon längst begonnen.

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Wo zum Henker wart ihr nur!

Baboon Show

Entschuldigung, aber ihr habt heute wirklich, WIRKLICH was verpasst: The Baboon Show in der Moritzbastei.
Geballter Punkrock vor 7 Leuten – das durchzuziehen und trotz allen Widrigkeiten die VT fies zu rocken muss man erstmal schaffen!

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Graebel stellte sich ein.

Nun, wenn es am schönsten ist, sollte man. Und Herr Graebel tat es. Am Dienstag, 02.12.2008 bebte die VT letztmalig zur Stelldichein Erkennungsmelodie. Und es wurden die 7 Siegerfilme der 7 Stelldichein-Regular-Shows gezeigt. Aus diesen wählte dann die Jury (Dr. Cathy Rohnke, Sarah Schipschack und Rüdiger Oertel) den Gesamtsieger. Und es ward “Auf dem Gipfel der Gefühle” vom Filmteam “Kumpels&Friends” aus Dresden.
Diese Herren dürfen sich nun freuen: Sie ergatterten den 1. der 1. Plätze und bekommen nunmehr ein Jahr lang, zu allen Kinofilmen, die die Firma Kinowelt AG in die Kinos bringt, fünf Freikarten.
Boah.
Herr Graebel indes strickt am nächsten Konzept. Ihr werdet die Kunde davon erhalten.
Miss Mandy Cleenex, jene befristete Praktikantin, wird nun wieder in ihren alten Beruf am Nordplatz einsteigen.

Und Danke.

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What you see is what you get or the thing with how they become what they are

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Nämlich JEROBEAM

Zusammen mit the fantastic supporting funky Soulband John Q Irritated legten sie am 27. September ein grandioses Double Feature Konzert hin. Auch, um ihre neuste Scheibe “How One Becomes What One Is“ vorzustellen.
Doch wie wurden sie nun das, was sie sind?

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