Archiv: Wort zum Monat

Das Wort zum September

Das neue Monatsheft ist schon eine Weile in den Verteilern. Da wird es höchste Zeit für das Wort des Monats, nein?

Gibt es Gott wirklich? Stellen wir uns mal folgendes vor. In einer vorab per Fax veröffentlichten Pressemitteilung verkündet Gott, dass er geruhe, sich nächsten Sonntag dem Erdenvolke zu offenbaren. Er werde eine Erklärung zu den zurückliegenden beiden Geschäftsjahrtausenden verlesen und danach für Fragen zur Verfügung stehen.

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Das Wort zum August

Ha! Sowas nennt man im Marketingsprech Kundenbindung. Ihr kriegt hier nämlich ein Wort zum August, obwohl im August gar kein Programmheft der Moritzbastei erscheint.

Nein, mir ist nicht langweilig.

Diesmal geht es um die gute Tat, sein Geld auszugeben.

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Das Wort zum Juli

Eigentlich sollte es ein Text über Selbstverwirklichung werden und darüber, was man denn eigentlich sein ganzes Leben so verwirklichen soll, wenn man sich selbst so genau gar nicht kennt. Kenn übrigens viele Menschen, denen das nach einer gewissen Zeit auffällt.

Dann schien aber die Sonne und überhaupt, irgendwie wollte etwas in mir nicht ganz so schwerwiegend daherkommen. Daher gibt es hier ein allgemeines Loblied auf den Sommer, das faulste Luder unter den Jahreszeiten. Gedruckt wie immer ab Anfang Juli im MB-Programmheft, das diesmal für zwei Monate reichen muss.

Sommer. Endlich ist auch diese Fußballweltmeisterschaft Geschichte. Alle Politiker sind so herrlich Mon Cherie – einfach verschwunden, bis die Tage wieder kühler werden. Alle Talkshows haben Sendepause, die sonntägliche Polizeirufwiederholungssaison ist angebrochen. Die Bundesliga hat spielfrei, weshalb sich beschäftigungslose Hooligans jeden Samstag selbst verprügeln. In abgelegenen Badeseen tauchen wieder Krokodile, Federboas oder Braunbären auf, deren Bejagung wochenlang die Zeitungen füllt.

Es ist Zeit für überraschende Sichtungen von Nessi, Yeti und Wolfgang Lippert. Boris Becker heiratet wie jedes Jahr je einmal im Juli und August die gleiche Frau. Überall wird Langeweile zum Jahrestiefstpreis abgegeben. (Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Boulevardreporter seit neuestem arbeitsvertraglich dazu verpflichtet werden, ihre Erstgeborenen im Fahrradkeller einzumauern, um sie in besonders tiefen Sommerlöchern zu verschlagzeilen.)

Man könnte sich schwarz darüber ärgern, dass überall gleichzeitig Nichts los ist und man sich nicht entscheiden kann, wo man das genießen will. Sogar Eintritt würde man bezahlen! Es gibt keine Zeit im Jahr, in der man mehr darüber verzweifeln könnte, dass alles umsonst ist.

Auf diese Zeit haben wir uns das ganze lange Jahr gefreut. Jetzt gilt es in der Sonne zu liegen, bis die Haut so zäh geworden ist wie die Zeit verrinnt. Bevor man nicht das Gefühl hat, man müsste sich selbst die Stütze kürzen, ist man einfach nicht faul genug. Sommer, du bist eine geile Sau!

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Das Wort zum Juni

Manchmal ist es echt ein Graus, sich für unsere Seite 3 das Editorial aus den Fingern zu winden. Themen gibt es genug, aber die auf 20 Zeilen runterzubrechen…

Wozu ist Vertrauen eigentlich gut? Wir vertrauen wildfremden Menschen unser Geld an. Wir wählen Politiker, damit sie unsere Steuern zum Wohle der Gemeinschaft verwenden. Wir vertrauen Bankiers unser Geld an, damit sie es mehren

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Das Wort zum Mai

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“. Das ist eine Weisheit aus dem vergangenen Jahrhundert, und vermutlich stimmte sie schon damals nicht. Die Wahrheit stirbt schon vor dem ersten Schuss.

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Das Wort zum April

„Was sollen die Leute nur von Dir denken?!“ Psychologie, Philosophie, Gesellschaftskunde. Alles in einem Satz. Tja, was sollen sie denn nun denken, die Leute? Soll das, was die Leute denken sollen dem entsprechen, was man von sich selbst denkt? Oder genau das Gegenteil davon?

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Das Wort zum März

Aus gegebenem Anlass. Freitag ist schließlich wieder Bad Taste Party.

Welche ist die wichtigste erogene Zone des Menschen? Richtig. Das Hirn. Dies sei zum Frühlingsbeginn allen Lesern dieser Zeilen noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Die Weisheit, dass sich erworbenes Wissen entgegengesetzt proportional zu den sexuellen Fähigkeiten einer Person verhält, sagt nur eines aus: dass wer das glaubt, a) dumm ist und b) entsprechend schlecht, nun ja, wir sind ja hier unter halbwegs erwachsenen Menschen, phiggt. Vorsprung durch Technik mag in der Automobilproduktion

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