Archiv: Mai, 2012
Düstere Aussichten
Naja, kleiner Wortwitz. In Anbetracht der Wettervorhersage und des zu erwartenden Ansturms auf die Moritzbastei müssten wir viel eher von “rosigen Aussichten” sprechen. Aber das im Zusammenhang mit dem Wave-Gotik-Treffen? Geht gar nicht.
Jedenfalls habe ich mal im Bildarchiv gekramt und ein paar Impressionen vom letzten Jahr für euch herausgesucht. Als Einstimmung auf fünf großartige Tage, die vor uns liegen!
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Grenzüberschreitung in der Ostslowakei
Košice ist die zweitgrößte Stadt der Slowakischen Republik, war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Städte im Universum Österreich-Ungarns. Heute haben hier die Bischöfe dreier Religionsgemeinschaften ihre Sitze, die Einwohner hängen elf verschiedenen Religionsgemeinschaften an. Die Stadt gehörte in den vergangenen 100 Jahren zu fünf Staaten, ist heute geprägt von Stahlindustrie und Trabantenstädten. Im nächsten Jahr wird sie gemeinsam mit Marseille Kulturhauptstadt Europas sein, und vergangenes Wochenende war das Kulturnetzwerk Trans Europe Halles, in welchem wir Mitglied sind, in Košice zu Gast. Thema des Treffens: Overcoming Borders.
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Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.
Und wieder kommt ein Cartoon über 24 Stunden zu spät. Dafür hatte ich heute Spaß beim Online-Brainstorming. Sucht man in gängigen Suchmaschinen nach der Phrase “Essen im Schnauzer” (die Pointe hat sich noch ein bisschen verändert) liefert das Internet beträchtliche Mengen an Seiten, über die man Schnauzer in Essen kaufen kann. Im Kleinanzeigen Deutsch abgekürzt als “schnauzer essen”. Jaja, das Ruhrgebiet.
Schön auch die automatisch angebotene englische Version der Suchanfrage: “eat in the schnauzer”.
Sollte ich jemals im angelsächsischen Raum ein Restaurant eröffnen, dann wird es definitiv SO heißen =)
DIE GROSSEN PREISE
Der Traditionswettbewerb “DER GROSSE PREIS – Leipzig wählt die Band des Jahres” lädt wieder zum Mitmachen ein (mehr Infos dazu hier).
Und hier findet ihr die Preise, die für dieses Jahr schon feststehen:
Der Publikumspreis
Der Publikumspreis besteht in einem bezahlten Engagement auf dem Campusfest Leipzig 2013.
Jeder Konzertbesucher am 20.10.2012 im WERK 2, der im Besitz eines Kauftickets ist, ist berechtigt, sich an der Wahl zum „Publikumsgewinner“ zu beteiligen. Die relative Mehrheit an abgegebenen Stimmen entscheidet, wer von den acht teilnehmenden Finalisten diesen Preis erhält.
Die Jurypreise
Promopaket Culturtraeger
Der Preis umfasst Leistungen und Produkte wie CityCards, CityPrint, Cityplakate und Cityboard der Culturtraeger GmbH in Höhe von 1500,- € (inkl. 19% Mwst.), die in Absprache mit Culturtraeger individuell zusammengestellt werden können. Die Grafik- und Textdaten müssen entsprechend der Spezifikationen (zu finden auf der Internetseite von Culturtraeger) angelegt werden.
Studiopreis Echolux Tonstudio
Der Preis umfasst eine professionelle Musikproduktion im Wert von 2.975,- € (inkl. 19% Mwst.). Echolux steht den Gewinnern dieses Preises im Vorfeld der Musikproduktion für Beratungsgespräche in den Räumen von Echolux zur Verfügung.
Promopaket First Step & Revolver Radio Promotion
Bei dem Preis handelt es sich um ein Promo-Paket, welches die Radio Promotion, die TV Promotion und die Online Promotion eines Albums und einer Single beinhaltet. Im Speziellen heißt das Beratung und Umsetzung der Online Kampagne (Social Media, Special Web Tools) und TV Kampagne (Platzierung des Videos, Ausarbeiten von Interviewterminen etc.), Beratung bei Videodreh sowie EPK und Generic Radio Interview und Interviewtraining. Betreute Bands sind unter anderem Adele, Bonaparte, The National, Vampire Weekend, Darwin Deez, Emiliana Torrini, Alabama Shakes, We Were Promised Jetpacks, Hundreds, M.I.A., Marteria, The Horrors, Friendly Fires, The Kills, The xx, The Shins, Band of Horses, Kasabian, Passion Pit, ROX, Manic Street Preachers etc.
Die Preise sind keinen festen Jurybewertungen zugewiesen. Die Jury wird einen ersten, einen zweiten und einen dritten Jurygewinner küren. Aus den oben genannten Preisen können die drei Jurygewinner die Preise wählen in folgender Reihenfolge: als erstes wählt der erste Jurygewinner, als zweites der Zweitplatzierte und so weiter. Jeder Preis steht nur einmal zur Verfügung und kann folglich nur einmal gewählt werden.
Vorfreude, schönste Freude!
Soeben ist das Plakat in den Druck gegeben worden, ein besonders hübsches in diesem Jahr. Wir freuen uns vor wie verrückt!
Das Wort zum Mai
Verfolgt man das mediale Hyperventilieren rund um die Piratenpartei, kommt einem der alte Grönemeyer-Heuler ins Gedächtnis: Kinder an die Macht. Die Alten wettern gegen die Jungen – die haben doch keinen Plan, achten den Wert des Bestehenden nicht, und ihre Frisuren sind auch bedenklich. Die Piratenpartei selbst braucht praktisch nichts zu tun, das Establishment hält sie auf jeder Titelseite im Gespräch. Ihre bloße Existenz garantiert ihnen im Mai den Einzug in zwei Landesparlamente. Der Erfolg der Piraten beruht auf diesem simplen Geheimnis: es wird ihnen viel zu leicht gemacht.
Womit Glück und Tragik der Politkometen in einem Punkt zusammenfallen, nämlich einem gesellschaftlichen Erziehungsfehler. Seit zwei, drei Generationen besteht der Zweck des Elterndaseins darin, es seinen Kindern leicht zu machen. Sie sollen es gut haben, sich verwirklichen, etwas aus sich machen. Aber sie sollen natürlich auch Grenzen akzeptieren. Auf deutsch: Sollen sie machen, was sie wollen. Solange sie uns keinen Ärger machen.
Funktioniert natürlich nicht, hat es auch noch nie. Blöder- bzw. klugerweise suchen sich Rotzlöffel wie die Piratenpartei nämlich stets die Schwachstellen zum Angriff aus, welche Besitzstandswahrer für ihre vermeintlichen Stärken halten. Es ist aber keine Stärke, dass etwas funktioniert, wenn es nur noch schlecht und recht funktioniert.
Dabei rühren die Piraten bisher nur an Schwächen unserer Gesellschaft, die in anbetracht der globalen Verspannung geradezu niedlich erscheinen. Urheberrecht, Datenschutz, Transparenz. First world problems, geopolitischer Kindergeburtstag. Passt aber irgendwie auch zu ihrem infantilen Namen: Piraten – Trotzen alledem. Doch wie gesagt: Sie können nichts dafür. Sind halt so erzogen.









