Archiv: April, 2012

Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.

Miese Gesellschaftsabende 17. Cartoon von puvo productions auf dem Basteiblog.

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Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.

Liegestütz. Cartoon von puvo productions auf dem Basteiblog.

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Keine Sorge: Sie werden gleich behandelt

Dieser Aufkleber wird demnächst an unseren Eingangstüren hängen. Die IHK Leipzig hat in der Debatte über die Einlasspolitik an Leipziger Clubtüren vermittelnd eingegriffen eine ähnliche Übereinkunft aus Hamburg für Leipzig initiiert. Die Mehrheit der Leipziger Diskothekenbetreiber hat sich selbst verpflichtet, ihre Einlasspolitik transparent und diskriminierungsfrei zu gestalten. Die Moritzbastei gehört zu diesen Betreibern, wir unterstützen diese Initiative und haben unsere AGB entsprechend modifiziert.

Aktuell klagt ein syrischer Student gegen das Velvet, da er dort während einer Stichprobe des Antidiskriminierungsbüros (ADB) nicht eingelassen wurde. Die Moritzbastei war wie fast alle anderen Innenstadtdiskotheken ebenfalls Teil der Stichprobe des ADB, auch bei uns wurde nach dem Test Gesprächsbedarf angemeldet. Da wir langjährige Erfahrung sowohl mit nichtdeutschen Gästen als auch mit Interessengruppen wie dem StuRa, den Ausländerbeauftragten der Uni Leipzig und dem ADB haben, konnten wir diese Gespräche sinnvoll und mit gutem Ergebnis führen.

Unser Securitypersonal ist seit langem geschult und sensibilisiert für das Thema. Wir hoffen, eine so weit wie möglich nachvollziehbare und diskriminierungsfrei Einlasspolitik zu betreiben. Was nicht bedeutet, dass es nie wieder Ärger an unserer Tür geben wird – das wäre illusorisch. Einzelentscheidungen sind immer menschlich (und somit nicht immer frei von Fehlern) und abhängig von verschiedensten Umständen. Nicht zu vergessen sind auch unsere Gäste nur Menschen – auch die machen manchmal Fehler, benehmen sich manchmal daneben und treffen nicht immer den richtigen Ton. Diskriminierung entsteht meist aus Vorurteilen – die gibt es auch Securitymitarbeitern gegenüber…
Wir hoffen, unsere klare Position mit dieser Selbstverpflichtung noch einmal bekräftigen zu können. Wir wollen niemanden diskriminieren. Aber wie gesagt – Securitymenschen und Gästemenschen bleiben Menschen – und als solche machen wir uns alle hin und wieder auch zum Affen.

Wir nehmen das mal zum Anlass, uns bei unseren Mitarbeitern zu bedanken, dass sie seit Jahren einen duften Job an der Tür machen. Die Fehlerquote ist gering, Ärger gibt es nur selten. Und wenn, dann haben wir ihn bisher fast immer im so aufarbeiten können, dass der Ärger am Ende ausgeräumt war oder nachvollziehbare Konsequenzen für Mitarbeiter bzw. den Gast folgten. Wir hoffen, diesen Standard können wir noch möglichst lange halten.

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Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.

Schreibset. Cartoon von puvo produtions auf dem Basteiblog.

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Der wöchentliche Diskoplakatcartoon.

Osterstrauch. Cartoon von puvo productions auf dem Basteiblog.

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Das Wort zum April

Frühling. Das ist die Jahreszeit, in der die Säfte wieder in Baum, Strauch und müde Glieder fahren. Der Winter mit seinem Getöse zog sich in raue Berge zurück! Schnell alle überflüssige Kleidung abgelegt und probiert, ob sich die Frühlingsgedanken und –gefühle noch mit der nötigen Geschmeidigkeit in Taten umsetzen lassen.
Wie schnell ist ob der lauen Lüfte, ob des Knospens und Sprießens umher das Elend der Welt vergessen. Eurokrise? Syrien? Bundespräsidentenwahl? Das war alles gestern, und wenn es heute noch sein sollte, dann ist es zumindest gefühlt weit weg.

So denken die jungen Leute, denken die alten Leute. Die Jugend hat ja nichts mehr auszustehen! Die Jugend hat keine Ideale mehr! Die Jugend lädt sich Musik aus dem Internet und bezahlt nicht dafür! Diese Platte wird schon seit der Antike abgespielt. Die einzige Neuerung ist, dass dank gestiegener Lebenserwartung heute die 90jährigen darüber motzen, wie respektlos die 60jährigen sind. Keiner von denen steht auf, um in der Straßenbahn einen Platz anzubieten…

Der Frühling ist und bleibt jedoch die Jahreszeit der Jugend. Sollen die Alten doch weise sein, die Jungen haben für Weisheit keine Zeit! Woher soll man im Alter auch erfahren sein, wenn man in der Jugend nicht geliebt, getanzt und gefehlt hat? Je mehr Unfug man im Frühling macht, desto überzeugender kann man im Herbst davor warnen. In diesem Sinne: Es ist immer besser, etwas zu bereuen, was man getan hat als etwas, das man nicht getan hat. Frühling, let´s go!

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